Werbung Alte Windparks werden zur neuen Anlagechance Finanzierungen Windenergie Windparks Wirtschaft 8. Oktober 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Halb so viele Anlagen, dreifacher Ertrag (WK-intern) – 2025 gingen in Deutschland 279 Windenergieanlagen mit zusammen 1.548 Megawatt im Rahmen von Repowering neu ans Netz. Das ist der höchste absolute Wert seit Beginn der Statistik. Gleichzeitig ist rund die Hälfte der deutschen Windparks mindestens 15 Jahre alt, etwa 10.400 Anlagen sind älter als 20 Jahre. Für institutionelle und semiprofessionelle Investoren verschiebt das den Blick vom Neubau auf der grünen Wiese hin zum bereits erschlossenen Energiestandort. Entscheidend ist dabei weniger das Alter der Altanlage als die Frage, ob sich ein Standort in die nächste Anlagengeneration überführen lässt. Worauf es für Anleger zu achten gilt, erklärt Thomas Hartauer, CEO des Bayerischen Asset Managers CAV Partners AG. Die Windenergie an Land hat 2025 mit 5.232 Megawatt Bruttozubau das zweitbeste Ausbaujahr ihrer Geschichte erreicht. Das ist ein Plus von 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Knapp 30 Prozent dieser Leistung entfielen auf Repowering, also auf den Ersatz von Altanlagen an bestehenden Standorten. Dass dieser Anteil gegenüber 2024 um sieben Prozentpunkte gesunken ist, führt in die Irre: „In absoluten Zahlen war 2025 mit 1.548 Megawatt das stärkste Repowering-Jahr überhaupt. Der Anteil sank nur deshalb, weil der Gesamtzubau noch schneller gewachsen ist“, erklärt Thomas Hartauer, Gründer und Vorstandsvorsitzender der CAV Partners AG. Zum Jahresende seien bundesweit 29.226 Anlagen mit 68.067 Megawatt in Betrieb gewesen, mit einem Durchschnittsalter von 15,5 Jahren . „Rund 12.600 Megawatt haben keinen Vergütungsanspruch nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz mehr. Damit rückt ein erheblicher Teil des deutschen Windbestands in die Phase, in der über Weiterbetrieb, Rückbau oder Repowering neu entschieden werden muss“, berichtet Hartauer. Er fährt fort: „Repowering verbindet technologische Weiterentwicklung mit der langfristigen Nutzung etablierter Energiestandorte.“ Der Energiestandort wird selbst zum Asset Der wirtschaftliche Hebel liegt in der Technik: Ältere Bestandsanlagen kommen im Mittel auf 2,33 Megawatt Generatorleistung, die 2025 neu errichteten Anlagen bereits auf 5,46 Megawatt. Für Investoren zählt laut Hartauer dabei weniger die Nennleistung als der tatsächliche Stromertrag – und der steigt noch stärker, weil größere Rotoren und höhere Nabenhöhen zusätzliche Volllaststunden bringen. Der Bundesverband WindEnergie nennt als Faustformel: Bei einer Halbierung der Anlagenzahl kann eine Verdopplung der installierten Leistung und eine Verdreifachung des Stromertrags erreicht werden. Der Vorteil gegenüber einer Neuentwicklung liegt im etablierten Standort: gesicherte Flächenbeziehungen, bestehende Infrastruktur, vorhandene Netzanschlusspunkte und belastbare Ertragsdaten können Entwicklungsrisiken reduzieren. Auch regulatorisch bestehen Erleichterungen. Paragraf 16b des Bundes-Immissionsschutzgesetzes sieht für Repowering ein besonderes Änderungsgenehmigungsverfahren vor, bei dem grundsätzlich nur die durch das Vorhaben ausgelösten nachteiligen Veränderungen geprüft werden. Raumordnungs-, Bauplanungs- und Bauordnungsrecht sowie die Prüfung geschützter Lebensräume und Vogelarten bleiben davon allerdings unberührt. „Repowering bedeutet für uns nicht, eine alte Anlage einfach durch eine neue zu ersetzen“, so Hartauer. Entscheidend sei die Frage, welches langfristige Potenzial in einem bereits erschlossenen Energiestandort steckt. Genau dort entstehe aus einem bestehenden Asset ein neuer Investitionszyklus. Die erwartete Rückbauwelle bleibt aus Trotz des großen Altbestands wurden 2025 lediglich 456 Anlagen mit 631 Megawatt stillgelegt, rund 16 Prozent weniger als im Vorjahr. Das durchschnittliche Betriebsalter beim Rückbau lag bei 23 Jahren. Der Rückbau folgt damit weniger dem Förderende als der Repowering-Aktivität: Altanlagen gehen häufig dann vom Netz, wenn ein Nachfolgeprojekt ansteht. Mehrere Faktoren bremsen das. Zum einen sind moderne Anlagen deutlich größer, das heißt ein alter Windpark lässt sich nicht Anlage für Anlage ersetzen. Zum anderen müssen Abstände, Schall, Schattenwurf und Artenschutz zum heutigen Anlagentyp passen. Und Paragraf 16b setzt beim vollständigen Austausch zudem voraus, dass die neue Anlage höchstens im Abstand des Fünffachen ihrer Gesamthöhe vom Altstandort errichtet wird und grundsätzlich binnen 48 Monaten nach Rückbau entsteht. Hinzu kommen neu zu ordnende Pachtverhältnisse und die Netzsituation: Wo aus einem ein- oder zwei-Megawatt-Standort künftig sechs oder sieben Megawatt werden, muss die zusätzliche Einspeiseleistung netzseitig verfügbar sein. „Nicht jede alte Windenergieanlage ist automatisch ein attraktives Repowering-Investment“, ordnet Hartauer ein. Der Wert liege in der Qualität des Standorts, nicht im Alter der Maschine. Zweitmarkt: Hier kommt der Bestand zuerst in Bewegung Repowering-Projekte wurden 2025 in zwölf Bundesländern realisiert. In absoluten Zahlen führen Niedersachsen mit 430, Nordrhein-Westfalen mit 299 und Sachsen-Anhalt mit 275 Megawatt. Gemessen am jeweiligen Landeszubau liegt Sachsen-Anhalt mit 83 Prozent vorn, gefolgt von Sachsen mit 59 und Rheinland-Pfalz mit 46 Prozent. Sachsen hat mit durchschnittlich 20,8 Jahren zugleich den ältesten Anlagenpark. Dort verlieren bis Ende 2029 rund 61 Prozent der installierten Leistung den Vergütungsanspruch, in Sachsen-Anhalt gut die Hälfte. Für die kommenden drei bis fünf Jahre erwartet Hartauer deutlich zunehmende Repoweringaktivitäten, aber keine plötzlich einsetzende Welle. Eine vergleichbare Logik zeichnet sich in der Photovoltaik ab, wo moderne Module mit 22 bis 24 Prozent Wirkungsgrad gegenüber älteren Generationen mit rund 17 Prozent deutlich mehr Leistung auf derselben Fläche ermöglichen. Für Hartauer gewinnt damit auch der Zweitmarkt für Investoren an Bedeutung: Bestehende Standorte müssen zunehmend über ihren gesamten Lebenszyklus und ihr Repowering-Potenzial bewertet werden. „Wer Bestandsstandorte bewerten will, braucht den Blick über den gesamten Lebenszyklus, von Flächensicherung und Genehmigungsfähigkeit über Netzkapazität bis zum langfristigen Betrieb“, so Hartauer. Über die CAV Unternehmensgruppe: Die Unternehmensgruppe der CAV (Clean, Assets & Values) ist auf die maßgeschneiderte Gestaltung von Kapitalanlagen mit Fokus auf Erneuerbare Energien für Institutionelle und Semiprofessionelle Investoren sowie ausgewählte Partner aus dem Kapitalmarkt spezialisiert. Ergänzend zu ihrem Kerngeschäft realisiert die CAV seit 2021 eigene Photovoltaikprojekte in Deutschland und Italien. Im Windenergiebereich hat die CAV im Jahr 2025 mehrere neue strategische Partnerschaften geschlossen. Mit eigenen, unabhängigen Teams in Deutschland und Italien entwickelt und realisiert das Unternehmen Photovoltaik-Dach- und Freiflächenanlagen. Gemeinsam mit ihren strategischen Partnern setzt die CAV darüber hinaus Windenergie- und Repowering-Projekte in Deutschland um und übernimmt dabei als Projektsteuerer sämtliche organisatorischen, planerischen und rechtlichen Aufgaben. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf der Projektentwicklung bis zur Baureife, sondern ebenso auf dem Bau sowie dem langfristigen Betrieb der Photovoltaik- und Windenergieanlagen innerhalb der firmeneigenen Kapitalanlagen. Seit 2022 baut die CAV Unternehmensgruppe ihr Leistungsspektrum kontinuierlich aus: Neben der kaufmännischen Betriebsführung der eigenen Anlagen bietet sie diese Expertise inzwischen europaweit auch externen Wind- und Solarfonds im Rahmen der Geschäftsführung an. Heute ist die CAV Unternehmensgruppe mit 35 Mitarbeitenden an den Standorten Regenstauf und Nürnberg/Erlangen sowie in sechs europäischen Ländern tätig. www.cav-partners.de PM: CAV Partners AG PB: CAV Partners AG Weitere Beiträge:Firmengruppe Max Bögl erhält Bayerischen Energiepreis 2026 für Luft-Eisspeicher BöglWindkraft, Fernwärme aus Biomasse: Dänemark liegt bei den Erneuerbaren vornePNE WIND AG stockt Unternehmensanleihe um bis zu 33,6 Mio. Euro auf