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Daseinsvorsorge lebt von Infrastruktur, auf die sich die Menschen jederzeit verlassen können

Doch die Unterstützung naturschutzfachlich und energiewirtschaftlich nicht darstellbarer Vorhaben wie des Kleinwasserkraftwerks an der Schwarzen Sulm durch Mittel der Ökostromförderung – und damit letztlich durch Steuergelder – würde nicht nur die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie konterkarieren, sondern einen negativen Präzedenzfall schaffen, der nicht vorstellbare Auswirkungen auf die gesamte Gewässerlandschaft des Landes sowie darüber hinaus hätte“, so Franz Maier, Präsident des Umweltdachverbandes. / Foto: HB
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Leitungsnetze und Kalkfilter für das blaue Gold

(WK-intern) – Als Energieversorger verfügt die EVN über umfassende Erfahrung im Betrieb von Anlagen und Netzen.

Genau dieses Know-how ist auch für die Trinkwasserversorgung essenziell.

Der gezielte Ausbau der Trinkwasserversorgung in Niederösterreich bildet daher seit vielen Jahren einen wesentlichen Bestandteil des Investitionsprogramms der EVN. In diesem Geschäftsfeld relativ neu sind dagegen die Errichtung und der Betrieb von Naturfilteranlagen zur natürlichen Reduktion der Wasserhärte.

Ganze 0,2 Millimeter stark sind die Membrane, die das kalkhaltige Wasser in Niederösterreich ohne Chemikalien enthärten. Sie wirken dabei wie ein ultrafeines Sieb, das härtebildende Spurenelemente wie Magnesium und Calcium zurückhält. Nach der Membranfiltration wird das Wasser oft noch mit UV-Licht behandelt, bevor es in das Netz der EVN Wasser eingespeist wird.

Der österreichische Energiekonzern EVN wird im Oktober in Reisenberg seine achte Naturfilteranlage in Betrieb nehmen. Diese Anlage wird in Zukunft weiches Trinkwasser für rund 20.000 Personen liefern. Die Gesamthärte des Wassers wird im Versorgungsbereich von ca. 18 °dH nach deutschem Härtegrad auf 10 bis 12 °dH sinken. Die schonende Methode geht mit keinerlei geschmacklichen Veränderungen des Trinkwassers einher. Für die Privathaushalte bedeuten die Membranfilter auch erhebliche Einsparungen. Dank des natürlich enthärteten Trinkwassers mit einem idealen Härtegrad können sie auf Wasserenthärtungsgeräte im Haushalt verzichten, die etwa Wasch- oder Kaffeemaschinen vor Kalkablagerungen schützen.

Insgesamt 9,4 Millionen Euro hat die EVN in das Projekt investiert. Die EVN Wasser, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der EVN AG, ist mit rund 650.000 Kunden der größte Wasserversorger in Niederösterreich. Dafür steht aktuell über ein mehr als 3.100 Kilometer langes Leitungsnetz zur Verfügung. Die EVN verfügt über ein Speichervolumen von insgesamt 215.000 Kubikmeter – das entspricht 215 Millionen Liter. Der Jahresabsatz an Endkunden liegt bei über 30 Millionen Kubikmeter Wasser.

Bis zu 150 Millionen Euro will die EVN bis 2030 in das Geschäftsfeld Trinkwasserversorgung investieren. Ein Schwerpunkt ist der Ausbau der überregionalen Leitungsnetze, die dazu dienen, Wasser von den Quellgebieten zu den Verbrauchern zu bringen. Darüber hinaus will die EVN die Kapazitäten in den Pumpwerken steigern und neue Naturfilteranlagen zur natürlichen Reduktion der Wasserhärte errichten. Der vierte Bereich ist das Erschließen von neuen Trinkwasserquellen.

Aus Investorensicht sind besonders jene Unternehmen gefragt, die zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der kostbaren Ressource Wasser beitragen. Im Fokus stehen dabei dreierlei Lösungsansätze, die dazu beitragen, den Frischwasserverbrauch einzusparen und die Wasserqualität zu verbessern. Eine verbesserte Infrastruktur für die Wasseraufbereitung sorgt für eine effizientere Wasserversorgung. Auf die Industriestaaten bezogen bedeutet das auch, die veraltete Infrastruktur mit Leckverlustraten von über 30 Prozent in einzelnen Metropolen stufenweise zu modernisieren. Auch die EVN führt in den von ihr betriebenen Ortsnetzen regelmäßige Überprüfungen der Trinkwasserleitungen durch. Dabei kommt ein modernes akustisches Verfahren zum Einsatz, um mögliche Lecks zu orten. Alle georteten undichten Stellen werden im Anschluss repariert und durch eine erneute Messung kontrolliert.

Die zweite große Aufgabe besteht im Monitoring der Wasserqualität und der Aufbereitung von verschmutztem Wasser für die Wiederverwendung. Global betrachtet werden 70 Prozent der Wasserressourcen in der Landwirtschaft verwendet, 17 Prozent in der Industrie und die restlichen 13 Prozent in Privathaushalten und öffentlichen Gebäuden. Der dritte Bereich für die effizientere Nutzung ist das sogenannte „Smart Water Management.“ Diese digitalen Technologien werden eingesetzt, zum einen um mittels intelligenter Zähler Tarifabstufungen hinsichtlich Preiseinsparungen zu ermitteln und zum anderen um den Wasserverbrauch zu senken.

Mit der Trinkwasserversorgung in Niederösterreich ist die EVN in einem gesellschaftlich wie ökologisch höchst relevanten Zukunftsthema positioniert. Gleichzeitig liefert dieses Geschäftsfeld stabile Ergebnisbeiträge, die wiederum für Investoren interessant sind. Gemessen am Energiegeschäft, dem Hauptgeschäftsfeld des Versorgers, fällt der Beitrag der Trinkwasserversorgung mit rund zwei Prozent Anteil am Konzern-EBITDA zwar vergleichsweise moderat aus. Trotzdem rückt die Tatsache, dass die EVN auch in diesem Zukunftsmarkt tätig ist und innovative Lösungen wie Filtertechnologien zur Verbesserung der Wasserqualität einsetzt, den österreichischen Blue Chip in den Fokus von Investoren, die in der Wasser- und Kreislaufwirtschaft unterwegs sind.

PM: EVN

Als Energieversorger verfügt die EVN über umfassende Erfahrung im Betrieb von Anlagen und Netzen / Foto: HB








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