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Statement Octopus Energy zum EU Electrification Action Plan

PB: Statement von Bastian Gierull (Octopus Energy Germany) zur aktuellen Debatte um neue Gaskraftwerke / ©: Octopus Energy
Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels

Die EU-Kommission veröffentlicht heute ihren Electrification Action Plan mit konkreten Zielen zur Elektrifizierung von Industrie, Gebäuden und Verkehr, darunter neue Preisverhältnis-Vorgaben für Strom zu Gas und eine Verdopplung der Wärmepumpen-Installationsrate bis 2030.

(WK-intern) – Dazu ein Statement von Bastian Gierull, CEO von Octopus Energy Germany:

„Die EU macht heute etwas längst Überfälliges: Sie erkennt Elektrifizierung als schnellste und günstigste Antwort auf fossile Preisschocks an.

Seit dem Nahostkonflikt sind die Terminpreise für Strom in Italien und UK auf über 120 Euro pro Megawattstunde geschossen, Deutschland auf fast 100 Euro mitgezogen, während Länder mit höherem Elektrifizierungsgrad wie Spanien, Frankreich und Skandinavien stabil bei 45 bis 60 Euro blieben. Wer heute schon mehr elektrifiziert, zahlt weniger für fossile Krisen von morgen. Genau das macht die EU jetzt zur Strategie.“

Mehr zum Hintergrund erklärt Bastian Gierull:

„Seit über zehn Jahren liegt der Stromanteil am Endenergieverbrauch in Europa bei nur 23 Prozent, während China, Korea und Japan längst bei 28 bis 30 Prozent liegen. Für Europa ein handfester Wettbewerbsnachteil. Wie teuer diese Abhängigkeit ist, hat der Nahostkonflikt gerade wieder gezeigt: Während der 111-tägigen Sperrung der Straße von Hormus hat die EU laut Kommissionsentwurf 50 Milliarden Euro zusätzlich für Öl- und Gasimporte gezahlt.

Besonders begrüßen wir, dass der Plan konkret wird statt Absichtserklärung zu bleiben: eine Senkung des Preisverhältnisses Strom zu Gas auf 2,5 für Haushalte und 2 für die Industrie, eine Verdopplung der Wärmepumpen-Installationsrate bis 2030 gegenüber 2025, und das Ende der steuerlichen Schlechterstellung von Strom gegenüber Gas. Das sind harte, überprüfbare Kennzahlen, kein Wunschkonzert.

Die Grundlage steht: Rund 70 Prozent des EU-Stroms kommen bereits aus heimischen sauberen Quellen. Nach Kommissionsberechnungen kann Elektrifizierung bis 2040 zwei Drittel des Gasbedarfs ersetzen, den Ölverbrauch halbieren und rund 200 Milliarden Euro an Importkosten sparen.

Die Richtung stimmt. Jetzt kommt es auf Tempo bei der Umsetzung in den Mitgliedstaaten an und auf ein ambitioniertes 2040-Ziel, das im aktuellen Entwurf noch als Platzhalter steht.“

PM: Octopus Energy

PB: Statement von Bastian Gierull von Octopus Energy Germany / ©: Octopus Energy








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