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Erstmals wird deutsches Stromnetz durch eine Exportkreditagentur abgesichert

EIFO
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Dänemarks Export- und Investitionsfonds (EIFO) stellt Garantie in Höhe von €475 Mio. zur Finanzierung des Ausbaus von Hochspannungsleitungen in Deutschland bereit

  • Garantie des EIFO deckt 95 Prozent eines Darlehens in Höhe von 500 Millionen Euro ab, das EnBW von einem
    internationalen Bankenkonsortium bestehend aus Crédit Agricole CIB, HSBC und ING gewährt wurde
  • Finanzierung von 450 Kilometer Hochspannungskabel für SuedLink
  • Stromkabel stärken deutsches Übertragungsnetz und schaffen 4GW zusätzliche Übertragungskapazität
    zwischen Windparks im Norden und energieintensiven Industriestandort im Süden
  • EIFO fördert europäische Netzinfrastruktur und Energiesicherheit, indem Potenzial für erneuerbare Energien
    auf dem Kontinent maximiert wird

(WK-intern) – Kopenhagen, Dänemark – Dänemarks Export- und Investitionsfonds (EIFO) stellt eine Garantie in Höhe von €475 Mio. zur Finanzierung eines Abschnitts von SuedLink, einem der größten Energieinfrastrukturprojekte Deutschlands, bereit.

Die Garantie deckt 95 Prozent der Kreditfazilität für EnBW ab und fördert den Bau von 450 Kilometern unterirdischer Hochspannungskabel. Dies stellt einen Meilenstein für das deutsche Stromnetz dar: Erstmals wird dessen Finanzierung durch eine Exportkreditagentur abgesichert.

Die Garantie ist zugleich EIFOs bislang größte Absicherung einer Stromübertragungsleitung und die erste Finanzierung deutscher Netzinfrastruktur durch die Agentur. Damit stärkt EIFO seine Position als führender Investor in internationale kritische Energieinfrastruktur. Das Projekt wird das deutsche Übertragungsnetz stärken und 4GW zusätzliche Übertragungskapazität zwischen Windparks im Norden und energieintensiven Industriestandort im Süden schaffen.
TransnetBW, die Tochtergesellschaft von EnBW für Hochspannungsübertragungsnetze, ist neben anderen deutschen Übertragungsnetzbetreibern federführend für den Bau von SuedLink verantwortlich. Der dänische Kabelhersteller NKT liefert und verlegt die Hochspannungskabel. Die Garantie des EIFO in Höhe von €475 Mio. deckt die von NKT erbrachte Kabellieferung sowie die dazugehörigen  Installationsleistungen ab. Das Projekt steht in direktem Einklang mit der Investitionsstrategie des EIFO und verbindet die Finanzierung groß angelegter grenzüberschreitender Energiewendeprojekte mit einem klaren wirtschaftlichen Interesse für Dänemark durch die Beteiligung von NKT.
„Diese Übertragungsleitung ist sowohl für Deutschland als auch für Europa von entscheidender Bedeutung. Der Ausbau der Netzkapazität stärkt die europäische Energieautonomie und unterstützt den Übergang zu einem elektrifizierten Kontinent. Mit Kabeln des dänischen Unternehmens NKT als Kernelement passt dieses Projekt perfekt zum EIFO. Wir haben weltweit bereits mehr als 240 Windkraftprojekte finanziert und unser Ziel ist es nun, auch beim Ausbau des europäischen Stromnetzes ein wichtiger Finanzierungspartner zu werden. Diese Vereinbarung unterstreicht unseren Anspruch diese Entwicklung weiter voranzutreiben“, sagte Peter Boeskov, Chief Commercial Officer beim EIFO.

„Wir beobachten europaweit eine zunehmende Fokussierung auf die Elektrifizierung als zentralen Motor für die Energieunabhängigkeit durch den verstärkten Einsatz von im Inland erzeugter Energie. Dies erfordert kontinuierliche Investitionen in ein integriertes Stromnetz, in dem große unterirdische Kabelverbindungen die Energiemärkte miteinander verbinden. Diese Entwicklung spiegelt sich in Projekten wie der Energieinsel Bornholm und den deutschen Korridorprojekten wider, darunter das derzeit im Bau befindliche SuedLink-Projekt von TransnetBW. Die Unterstützung durch den EIFO hilft dem Ausbau kritischer Energieinfrastruktur in Europa und trägt so zu einer stabilen und sicheren Energieversorgung auf dem gesamten Kontinent bei“, sagt Michael C. Hjorth, Chief Commercial Officer
bei NKT.

Marcel Münch, SVP Finance, M&A und Investor Relations bei EnBW, betont die wichtige Rolle des EIFO als Finanzierungspartner, der maßgeblich dazu beiträgt, das Projekt zu ermöglichen.

„Das Darlehen in Höhe von 500 Millionen Euro stellt einen weiteren zentralen Baustein in der langfristigen Finanzierung der EnBW dar. Mit diesem Schritt diversifizieren wir vor dem Hintergrund des unverändert hohen Investitionsbedarfs im Netzbereich gezielt unser Finanzierungsportfolio und sichern uns langfristig attraktive Konditionen.“

Das deutsche Stromnetz bildet das Herzstück des europäischen Energiesystems. Es fungiert als zentraler Knotenpunkt für grenzüberschreitende Stromflüsse und trägt dazu bei, große Mengen kostengünstiger erneuerbarer Energie – darunter Offshore-Windenergie aus der Nordsee – zu integrieren und über den gesamten Kontinent zu verteilen.
Infrastrukturelle Engpässe haben die Verbindung zwischen der erneuerbaren Energieerzeugung im Norden Deutschlands und den industriellen Verbrauchszentren im Süden lange Zeit eingeschränkt und verhindert, dass der erzeugte Strom dorthin gelangt, wo er am dringendsten benötigt wird. Durch die Kreditgarantie übernimmt der EIFO eine führende Rolle, die Elektrifizierung in Europa zu beschleunigen und die Energieversorgungssicherheit zu erhöhen.
Zudem verfügt der EIFO über eine umfangreiche Pipeline ähnlicher Projekte in Deutschland, die darauf abzielen, das Stromangebot besser auszubalancieren und die Netzstabilität auch grenzüberschreitend zu stärken.

Das Gesamtgeschäftsvolumen des EIFO in Deutschland beläuft sich nun auf €2,88 Mrd., womit Deutschland zu den größten Märkten des Fonds zählt. Zu den bisherigen Engagements zählen eine Finanzierung in Höhe von €1 Mrd. für die Offshore-Windparks von RWE in der Nordsee sowie ein Darlehen in Höhe von €100 Mio. für das strategische Lithium-Produktionsprojekt von Vulcan Energy im Rahmen des EU-Gesetzes über kritische Rohstoffe.

Über SuedLink
SuedLink ist eines der größten Energieinfrastrukturprojekte in Deutschland und soll eine neue unterirdische Kabelverbindung für den Transport von Windenergie aus Norddeutschland in die Industriezentren Bayerns und Baden-Württembergs schaffen. SuedLink ist etwa 700 Kilometer lang und wird das größte Übertragungskabel im Netz sowie das längste unterirdische Stromkabel der Welt sein. SuedLink soll voraussichtlich bis 2028 in Betrieb genommen werden.

Über den EIFO
Der EIFO ist die nationale Förderbank und Exportkreditagentur Dänemarks in einem Finanzinstitut vereint. Mit einer Präsenz in über 100 Ländern und einem Gesamtgeschäftsvolumen von mehr als 20 Milliarden Euro bietet der EIFO Finanzlösungen für dänische Unternehmen sowie deren globale Partner an und investiert zudem in Start-ups und Fonds. Unsere Aufgabe ist es, dänischen Unternehmen weltweit Türen zu öffnen, die Energiewende voranzutreiben, neue Technologien zu fördern und die dänische Verteidigungsindustrie weiterzuentwickeln.

Über NKT
NKT verbindet eine grünere Welt mit hochwertiger Stromkabeltechnologie und spielt eine zentrale Rolle beim weltweiten Übergang zu grüner Energie. NKT entwickelt, produziert und installiert Nieder-, Mittel- und Hochspannungs-Stromkabel-Lösungen, die eine nachhaltige Energieübertragung ermöglichen. Seit 1891 entwickelt NKT innovative Stromkabeltechnologie und schafft damit die Infrastruktur für die Energieversorgung – von den ersten Glühbirnen bis zu den heute aus erneuerbaren Energien erzeugten Megawatt. NKT hat seinen Hauptsitz in Dänemark und beschäftigt 6.000 Mitarbeiter. NKT ist an der Nasdaq Copenhagen notiert und erzielte im Jahr 2023 einen Umsatz von 2,6 Milliarden Euro.

Über die EnBW Energie Baden-Württemberg AG
Mit rund 31.500 Mitarbeiter*innen ist die EnBW eines der größten Energieunternehmen in Deutschland und Europa. Sie versorgt rund 5,5 Millionen Kund*innen mit Energie und ist auf allen  Wertschöpfungsstufen von der Erzeugung über den Handel bis hin zum Netzbetrieb und den Vertrieb von Strom, Wärme und Gas aktiv. Im Zuge der Neuausrichtung vom klassischen Energieversorger zum nachhaltigen Infrastrukturunternehmen sind der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie der Verteil- und Transportnetze für Strom, Gas und Wasserstoff Eckpfeiler der EnBW-Wachstumsstrategie und Schwerpunkt der Investitionen. Bis 2030 plant die EnBW bis zu 50 Milliarden Euro zu investieren, rund 85 Prozent davon in Deutschland. Bis dahin sollen rund 80 Prozent des EnBW-Erzeugungsportfolios
aus erneuerbaren Energien bestehen, der Ausstieg aus der Kohle wird bis Ende 2028 angestrebt, sofern die Rahmenbedingungen es zulassen. Dies sind zentrale Meilensteine auf dem Weg zum Netto-Null-Ziel für die unternehmenseigenen Treibhausgasemissionen im Jahr 2040.

PM: EIFO








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