Werbung NaturStadt-Pionier-Auszeichnung geht an Ebreichsdorf und Steyr Erneuerbare & Ökologie Ökologie 4. Juli 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Greenpeace fordert Renaturierungs-Milliarde für Städte und Gemeinden als Turbo für grüne Stadtzentren (WK-intern) – Nach Übergabe erster „NaturStadt-Pionier“-Auszeichnungen an Steyr und Ebreichsdorf: Umweltschutzorganisation fordert Sonderbudget für Begrünung von Bundesminister Totschnig Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat in dieser Woche die ersten offiziellen Auszeichnungen an die „NaturStadt-Pioniere“ Ebreichsdorf (Niederösterreich) und Steyr (Oberösterreich) übergeben. Beide Städte setzen bereits aktiv um, wozu die EU-Renaturierungsverordnung den Anstoß liefert: Sie bringen mehr kühlenden Baumschatten und wertvolle Grünflächen direkt in die Stadtkerne. Damit dieser Wandel möglichst rasch in ganz Österreich gelingt, fordert Greenpeace von Norbert Totschnig als zuständigem Minister für Klima- und Umweltschutz und Regionen eine Renaturierungs-Milliarde. Diese soll Städte und Gemeinden dabei unterstützen, dringende Maßnahmen für Hitzeschutz und Klimaanpassung rasch zu finanzieren. Melanie Ebner, Expertin für Boden- und Naturschutz bei Greenpeace Österreich: „Bäume und unversiegelte Böden sind in Zeiten gefährlicher Hitzewellen die effizientesten Klimaanlagen für unsere Stadtzentren. Die EU-Renaturierungsverordnung liefert hierzu den überlebenswichtigen Impuls. Gerade Städte, die noch sehr grau sind, benötigen für die Umsetzung dringend Unterstützung. Wir fordern vom zuständigen Minister Totschnig eine Renaturierungs-Milliarde, damit der Asphalt in ganz Österreich aufgebrochen werden kann und schattenspendende Bäume und Grünflächen die Städte füllen. Ebreichsdorf und Steyr zeigen als NaturStadt-Pioniere, dass mehr Natur im Stadtzentrum keine Zukunftsmusik, sondern machbar ist.” In Ebreichsdorf (Grünanteil im Zentrum: 54,4 Prozent) zeigte Bürgermeister Wolfgang Kocevar bei der Übergabe der Auszeichnung ein absolutes Vorzeigeprojekt: Die aufgelassene, alte Bahntrasse direkt im Stadtzentrum wurde in einen weitläufigen und vielfältigen Park umgewandelt. Die neue grüne Achse verbindet Sport- und Erholungsmöglichkeiten für die Bevölkerung mit wertvollem Lebensraum für die lokale Artenvielfalt. Auch in Steyr verliefen die Gespräche mit Bürgermeister Markus Vogl im Zuge der Auszeichnung konstruktiv. Mit 47,3 Prozent Grünanteil hat Steyr das grünste Stadtzentrum Oberösterreichs. Langfristig soll – so die Vision – auch der historische Steyrer Stadtplatz mehr Grün bekommen. Angesichts der steigenden Hitzebelastung braucht es besonders in den noch von Asphalt und Beton geprägten Stadtzentren dringend mehr Grün. Greenpeace fordert daher Norbert Totschnig als Minister für Klima-, Umweltschutz und Regionen auf, einen zweckgebundenen Fördertopf in der Höhe von einer Milliarde Euro für Städte und Gemeinden bereitzustellen. Diese Renaturierungs-Milliarde muss gezielt in die Entsiegelung von Flächen, die Pflanzung von Stadtbäumen und die Schaffung grüner Korridore fließen. PM: Greenpeace Österreich PB: Melanie Ebner mit BM W. Kocevar & Stadtrat J. Schöny Greenpeace Österreich Weitere Beiträge:Naturschutztage am Bodensee setzen politisches ZeichenEuropas Banken beim Thema CO2 unter ZugzwangDie Wind-Energieküste ist die Westküste Schleswig-Holsteins, die Wasserstoff für den ÖPNV liefert