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BWE: Es fehlt die Notwendigkeit des entschiedenen Windkraftausbaus

Windkran / Foto: HB
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Windenergie braucht endlich von der Schwarz-Rot-Regierung mehr Tempo und Verlässlichkeit

(WK-intern) – Die Koalition aus Union und SPD ist seit einem Jahr im Amt. BWE-Präsidentin Bärbel Heidebroek zieht Bilanz:

Trotz positiver Signale aus dem Koalitionsvertrag, ersten Gesetzespaketen und beschlossenen Agenden, fehlt es der Energiepolitik an klarer Prioritätensetzung.

Heidebroek erklärt: „Die Koalition ist mit notwendigen Klärungen, etwa im Bereich der RED III-Umsetzung und der Stromsteuer, gut gestartet. Das im September 2025 vorgelegte Energiewende-Monitoring hat eine wichtige Basis geliefert. Seither ist die Gesetzesarbeit trotz richtiger Impulse aus der Rechenzentrumsstrategie, der Chemie-Agenda oder dem Klimaschutzplan allerdings nicht vorangekommen.

Wir begrüßen das mit dem Klimaschutzplan unterstrichene Bekenntnis der Koalition zum weiteren Ausbau der Windkraft. Die beschlossenen zusätzlichen zwölf Gigawatt Windenergie an Land bis 2030 sind ein richtiger Schritt für mehr Energieunabhängigkeit in Deutschland.

Gleichzeitig bleibt der Handlungsbedarf groß. Vor allem bei der EEG-Reform muss endlich das parlamentarische Verfahren starten. Beim angekündigten Netzanschlusspaket mahnen wir einen vorgeschalteten Fachdialog mit der Erzeuger- und Netzseite an. Es braucht einen neuen Netzgipfel.

Windenergie benötigt klare Investitionssignale. Dazu gehören unbürokratische Regeln für Direktbelieferung und Power-Purchase-Agreements. Ebenso muss der Ausbau von Speicherkapazitäten und Elektrolyse erleichtert werden. Die Koalition sollte dafür an einem Strang ziehen. Von starken Erneuerbaren profitiert unsere gesamte Volkswirtschaft. Die so zu erzielende Steigerung der regionalen Wertschöpfung hat gerade eine Studie im Auftrag des Wirtschaftsministeriums belegt.“

Der BWE fordert die Bundesregierung auf, die notwendigen Reformen konsequent und praxistauglich umzusetzen. Dazu zählen ein schnellerer Netzausbau, die bessere Auslastung bestehender Infrastruktur sowie klare Rahmenbedingungen für marktwirtschaftliche Instrumente. Entscheidend ist zudem, das zusätzliche Ausschreibungsvolumen aus dem Klimaschutzplan zügig im EEG zu verankern und umzusetzen.

„Die von uns geforderten Maßnahmen sind weder neu noch bloße Wunschvorstellungen der Branche. Schwarz-Rot hat viele davon bereits im Koalitionsvertrag angekündigt. Die Notwendigkeit des entschiedenen Windkraftausbaus sollte also Konsens sein. Jetzt gilt es, konstruktiv zusammenzuarbeiten, damit Deutschland ein leistungsfähiges, resilientes und unabhängiges Energiesystem bekommt“, betont Heidebroek.

PM: Bundesverband WindEnergie e. V.

Es fehlt die Notwendigkeit des entschiedenen Windkraftausbaus / Foto: HB








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