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WAB zur Nationalen Maritimen Konferenz (NMK)

PB: WAB zur Nationalen Maritimen Konferenz (NMK)
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Offshore-Wind im Fokus: WAB formuliert deutliche Erwartungen an die NMK

(WK-intern) – In dieser Woche trifft sich die maritime Wirtschaft Deutschlands zur 14. Nationalen Maritimen Konferenz (NMK) in Emden.

Am 29. und 30. April kommen Vertreterinnen und Vertreter aus der Wirtschaft und Politik der Bundes- und Landesebene zusammen, um zentrale Zukunftsfragen der maritimen Wirtschaft zu diskutieren.

Auch die Offshore-Windenergie als zentraler Baustein der maritimen Wirtschaft steht im Fokus.

Anlässlich der Konferenz formuliert die WAB klare Erwartungen an die Politik, um den Ausbau voranzubringen. Angesichts aktueller geopolitischer Entwicklungen muss die Bundesregierung die Energiewende aktiv vorantreiben – statt sie durch zusätzliche Hürden oder Verzögerungen zu bremsen.

Neben Bundeskanzler Friedrich Merz als Schirmherr der NMK werden auch Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr, sowie Dr. Christoph Ploß, maritimer Koordinator der Bundesregierung, erwartet. Auch die Ministerpräsidenten Olaf Lies aus Niedersachsen und Hendrik Wüst aus Nordrhein-Westfalen nehmen teil. Die hohe politische Präsenz unterstreicht die Bedeutung der Branche. Von der NMK muss ein klares politisches Signal für Verlässlichkeit und Kontinuität im Ausbau der Offshore-Windenergie ausgehen.

Dass die Bundesregierung an den Ausbauzielen festhält, ist ein wichtiges Signal. Entscheidend ist nun die Umsetzung. Dafür braucht es eine zügige Reform des Ausschreibungsdesigns sowie eine Novellierung des Windenergie-auf-See-Gesetzes. Ziel muss sein, die Realisierungswahrscheinlichkeit von Projekten deutlich zu erhöhen. Eine erneute Ausschreibung ohne Gebote muss vermieden werden, um einen Fadenriss in der Wertschöpfungskette zu verhindern. Daher muss die nächste Ausschreibung noch in diesem Jahr erfolgen, wie die WAB mehrfach betont hat. Künftig braucht es einen Fahrplan mit verlässlichen Ausschreibungsterminen.

Markus Nölke, Geschäftsführer der WAB e.V., betont: „Es braucht ein klares politisches Bekenntnis zum Ausbau der Offshore-Windenergie als tragende Säule der Energiewende und als Schlüsselindustrie für Wertschöpfung, Beschäftigung und technologische Souveränität. Die NMK in Emden ist ein guter Ort und Zeitpunkt, dieses Bekenntnis zur Offshore-Windenergie zu bekräftigen und den politischen Kurs für einen beschleunigten Ausbau zu schärfen.“

Häfen sind zentrale Knotenpunkte für den Bau und den Betrieb von Offshore-Windparks und damit eine wesentliche Voraussetzung für das Erreichen der Ausbauziele. Sie müssen gezielt ertüchtigt und erweitert werden. Die WAB unterstützt die Forderung der Seehäfen nach deutlich höheren Investitionen zur Umsetzung der Energiewende. Die Küstenländer können dies nicht allein stemmen – der Bund muss sich daher stärker am Ausbau der Seehäfen beteiligen. Auch die geplante Ausweitung der Tonnagesteuer auf Offshore-Schiffe ist ein wichtiger Schritt, um Wettbewerbsnachteile deutscher Reeder und Häfen gegenüber den Nachbarländern auszugleichen.

Zu Jahresbeginn wurde in Deutschland die Marke von 10 GW installierter Offshore-Windleistung erreicht, bis 2035 sollen es 40 GW sein. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, fordert die Branche eine deutliche Beschleunigung beim Netzausbau und dem Ausbau der Speicherinfrastruktur. Zusätzliche Redispatch-Anforderungen sowie weitere regulatorische Eingriffe müssen vermieden werden.

Für die WAB mit ihrem breiten Spektrum an Mitgliedern entlang der gesamten Wertschöpfungskette ist es von zentraler Bedeutung, dass ein möglichst großer Teil der Wertschöpfung in Deutschland und Europa verankert bleibt. Nur so lassen sich industrielle Kernkompetenzen, Beschäftigung und Innovationskraft langfristig sichern. Die Politik muss ein echtes „Level Playing Field“ gewährleisten. Verzerrungen durch unterschiedliche staatliche Rahmenbedingungen stellen eine wachsende Herausforderung für die deutsche und europäische Industrie dar und müssen vermieden werden.

Die Offshore-Windenergie bietet erhebliche Chancen für Wertschöpfung und Beschäftigung in Deutschland und ist zugleich ein zentraler Baustein für eine sichere, bezahlbare und klimafreundliche Energieversorgung. Vor dem Hintergrund globaler Krisen zeigt sich: Der Ausbau erneuerbarer Energien ist nicht nur klimapolitisch geboten, sondern auch strategisch notwendig. Insbesondere Windenergie kann einen entscheidenden Beitrag leisten, um die Stromversorgung lokal, unabhängig und verlässlich zu gestalten. Erneuerbare Energien stärken die Versorgungssicherheit und machen Deutschland zugleich widerstandsfähiger gegenüber internationalen Krisen und Preisvolatilitäten.

Im Rahmen der NMK findet am Donnerstag das Branchenforum Offshore unter dem Titel „Offshore-Windenergie: Schlüsseltechnologie für Energiesicherheit, Rückgrat der Industriestromversorgung & eine neue Dimension bei Überlegungen zu Schutz, Sicherheit und Landesverteidigung im maritimen Raum“ statt. Hochrangige Vertreterinnen und Vertreter der Branche werden dort ihre Perspektiven einbringen und zentrale Fragen für die Zukunft der Offshore-Windenergie diskutieren.

Über die WAB e. V.:
Die WAB ist bundesweiter Ansprechpartner für die Offshore-Windindustrie, das Onshore-Netzwerk im Nordwesten und fördert die Produktion von grünem Wasserstoff aus Windstrom. Dem Verein gehören rund 250 kleinere und größere Unternehmen sowie Institute aus allen Bereichen der Windindustrie, der maritimen Industrie, der entstehenden Wasserstoffwirtschaft sowie der Forschung an. Wir vertreten über unsere Mitglieder rund 160.000 Fachkräfte. Der Windindustrie- und Wasserstoffverband WAB e.V. setzt sich als Stimme der Wertschöpfungskette für Klimaschutz mit „grüner“ Energie als Elektronen und Moleküle ein.

PM: WAB e. V.

PB: WAB zur Nationalen Maritimen Konferenz (NMK)








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