Werbung Hamburger Energienetze errichten Tunnelvortrieb für Wasserstoff-Industrie-Netz Erneuerbare & Ökologie Mitteilungen Technik Wasserstofftechnik 25. März 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Wasserstoff kreuzt Hafenbahn per Mini-Trude (WK-intern) – Hamburg-Altenwerder – Das Hamburger Wasserstoff-Industrie-Netz HH-WIN soll bereits 2027 den Leichtmetall-Produktionsstandort Altenwerder und den Luftfahrt-Standort Finkenwerder klimaneutral mit Wasserstoff versorgen. Da die Energie hier aus südöstlicher Richtung strömen wird, muss der Wasserstoff in Altenwerder mehrere Gleise der zentralen Hafenbahn-Hauptachse queren. Damit der Leitungsbau ohne Betriebsunterbrechung für den Güterverkehr gelingt, errichten die Hamburger Energienetze jetzt einen Tunnelvortrieb in rund zwölf Metern Tiefe. Ähnlich dem berühmten Elbtunnelbohrer Trude gräbt sich nun eine Tunnelvortriebsmaschine unter der Bahntrasse durch – allerdings im Kleinformat: Der Bohrkopf hat rund 80 Zentimeter Durchmesser. Michael Dammann, Technischer Geschäftsführer der Hamburger Energienetze, sieht in solchen Bauverfahren eine Entlastung für den Verkehr: „Mit Tunnelvortrieben wie in Altenwerder bauen wir schonend für den im Hafen wichtigen Güterverkehr. Der Bahnbetrieb läuft während der Baumaßnahme weiter wie gehabt. Auch die nahe an der Baustelle verlaufende Straße Vollhöfner Weiden, die zeitweise als A7-Ausweichstrecke benötigt wird, bleibt mit je einer Spur in beiden Richtungen befahrbar.“ 106 Meter Tunnelvortrieb unter der Hafenbahn In den vergangenen Monaten haben die Hamburger Energienetze den Start- und den Zielschacht für den Tunnelvortrieb errichtet. Die beiden zylindrischen Baugruben bestehen aus Betonpfahl-Ringwänden und haben einen Durchmesser von über sieben Metern. Am tiefsten Punkt erreichen sie fast 13 Meter – liegen also weit tiefer als die Gründung der Eisenbahnunterführung. Ein Kran hob nun die Vortriebsmaschine in den Startschacht. Von dort aus gräbt sie sich horizontal durchs Erdreich, während Stahlbetonrohre mit Hydraulikpressen dem Bohrkopf folgend in den Bohrkanal getrieben werden. Nach Abschluss des Vortriebes hebt der Kran den Bohrkopf und die Vortriebspresse wieder aus den beiden Baugruben heraus. Leitungen für Hamburgs Wasserstoffzukunft Neben dem eigentlichen Wasserstoffrohr wird der Tunnel auch Strom- und Messkabel unter der Bahn führen, die für den Betrieb des Wasserstoffnetzes benötigt werden, um dessen digitale Steuerung und Überwachung sicherzustellen. Die Hamburger Energienetze werden die Wasserstoffleitung nach Altenwerder mitsamt dem Tunnel bis zum Sommer 2026 fertigstellen. Die Hamburger Energienetze GmbH Die Hamburger Energienetze (HNE) sind der städtische Betreiber für die Strom-, Gas- und Wasserstoffnetze in der Hansestadt. Zu den Kernaufgaben der HNE zählen der Ausbau und die Modernisierung des Stromnetzes, eine sichere Gasversorgung und der Aufbau eines Wasserstoffnetzes. So können bei gleichbleibend hoher Versorgungsqualität mehr Wärmepumpen und E-Auto-Ladeeinrichtungen betrieben werden. Durch die Digitalisierung des Strominfrastruktur können steigende Einspeisungen erneuerbarer Energien gesteuert und integriert werden. Hamburgs Industrie kann ab 2027 über das Wasserstoff-Industrie-Netz große Teile der Produktion dekarbonisieren. Die HNE sind auch grundzuständiger Messstellenbetreiber im Strom- und Gasbereich. Unter dem Dach des Unternehmens arbeiten 2.300 Fachleute daran, Hamburgs Haushalte und die Industrie auch in Zukunft sicher und zuverlässig mit Energie zu versorgen. PM: Hamburger Energienetze GmbH PB: Über 106 Meter Länge gräbt sich derzeit eine Vortriebsmaschine von einem 13 Meter tiefen Startschacht unter der Hafenbahn in Altenwerder durch. Dort legen die Hamburger Energienetze dann die Wasserstoffversorgung für die Industrie in den Hafengebieten Waltershof, Altenwerder und Finkenwerder. / ©: Hamburger Energienetze Weitere Beiträge:Global Times: CNNC bietet Kernenergielösungen für die globale EnergiewendeNKT erreicht wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu Netto-Null-EmissionenUnternehmen glauben nicht mehr an politischen Klimavorstellungen