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Hafenbaustelle unterstreicht Schlüsselrolle für Energiewende und Offshore-Industrie

PB: Personen auf dem Bild v.l.: Arne Ehlers, Knut Kokkelink, Alexandra Brandt, Uwe Santjer, Olaf Lies, Holger Banik, Claudius Schumacher / ©: Markus Grabsch/Elbreklame
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Auf der Baustelle der Liegeplätze 5 bis 7 im Cuxhavener Hafen hat sich Ministerpräsident Olaf Lies gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Hafenbetrieb über den Fortschritt der Hafenerweiterung sowie die Rolle des Standorts für die Energiewende informiert.

(WK-intern) – Gastgeber des Termins vor Ort war NiedersachsenPorts.

Im Zentrum des Austauschs standen die Entwicklung der Hafeninfrastruktur, die wirtschaftliche Dynamik der Offshore-Windindustrie sowie die strategische Bedeutung Cuxhavens für Energie- und Industriepolitik.

Oberbürgermeister Uwe Santjer hob die enge Verzahnung von Hafenentwicklung, Beschäftigung und Stadtentwicklung hervor. Der Ausbau sei Teil einer umfassenden strukturellen Neuaufstellung Cuxhavens, die neben industriellem Wachstum auch Wohnraumentwicklung, Infrastruktur und Fachkräftegewinnung einschließe.

Knut Kokkelink, Niederlassungsleiter von NiedersachsenPorts in Cuxhaven, erläuterte den aktuellen Stand der Bauarbeiten. Mit rund 1,2 Kilometern neuer Kaikante und umfangreichen Hinterlandflächen entstehen zusätzliche Kapazitäten für Schwerlastlogistik, Umschlag und industrielle Nutzung. Bereits rund 20.000 Tonnen Stahl wurden verbaut; derzeit laufen die Verfüllarbeiten. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2028 vorgesehen.

Die Hafenwirtschaftsgemeinschaft Cuxhaven sieht den Standort als zentralen Baustein der Energiewende in Deutschland. Im vergangenen Jahr wurden über die Cuxhavener Hafenbetriebe 5.275 Windenergiekomponenten umgeschlagen. Rund 80 Prozent der Rotorblätter für deutsche Offshore-Projekte werden über den Hafen abgewickelt. Insgesamt liegt das Umschlagsvolumen inzwischen bei rund fünf Gigawatt pro Jahr.

„Cuxhaven ist heute ein systemrelevanter Standort für die Energiewende“, sagte Arne Ehlers, Vorstand der Hafenwirtschaftsgemeinschaft Cuxhaven e. V. „Hier entsteht ein integriertes Offshore-Cluster aus Produktion, Logistik und Hafenwirtschaft, das in dieser Form einzigartig ist.“

Parallel zum Hafenausbau investieren auch Unternehmen am Standort in neue Kapazitäten. Das Gesamtinvestitionsvolumen in Cuxhaven nähert sich damit der Marke von drei Milliarden Euro. Die Entwicklung wird maßgeblich durch die enge Zusammenarbeit von Wirtschaft, Verwaltung und Politik getragen und gilt als wesentlicher Standortvorteil.

Ministerpräsident Olaf Lies unterstrich die strategische Bedeutung Cuxhavens für Niedersachsen und Deutschland. Die Energiewende sei nicht allein ein klimapolitisches, sondern in gleicher Weise ein industriepolitisches Projekt. Dafür bedürfe es eines klaren Kurses und verlässlicher Rahmenbedingungen. „Investitionen in dieser Größenordnung setzen Vertrauen voraus“, so Lies.

Gleichzeitig wies die Hafenwirtschaftsgemeinschaft auf bestehende Herausforderungen hin. Uneinheitliche Signale auf Bundes- und europäischer Ebene sorgen derzeit für Verunsicherung in der Branche. Gerade angesichts langfristiger Investitionszyklen seien stabile und verlässliche politische Rahmenbedingungen von zentraler Bedeutung.

„Wer den Ausbau der Offshore-Windenergie konsequent vorantreiben will, muss Planungssicherheit schaffen“, betonte Ehlers. „Das betrifft insbesondere den Netzausbau, die Entwicklung von Speichertechnologien sowie die Optimierung der Auktionsverfahren und Nachjustieren der Aufbau Regulatorik.“

Für die Hafenwirtschaftsgemeinschaft ist klar: Cuxhaven ist bereit, seine Rolle als führender Offshore-Standort weiter auszubauen. Der Ausbau der Hafeninfrastruktur schafft hierfür die notwendigen Voraussetzungen. Entscheidend wird sein, dass die politischen Rahmenbedingungen diesen Kurs langfristig und konsistent unterstützen.

PM: Hafenwirtschaftsgemeinschaft Cuxhaven e. V.

PB: Personen auf dem Bild v.l.: Arne Ehlers, Knut Kokkelink, Alexandra Brandt, Uwe Santjer, Olaf Lies, Holger Banik, Claudius Schumacher / ©: Markus Grabsch/Elbreklame








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