Werbung




Im dena Future Energy Lab in Berlin zeigt das Forschungsprojekt DataFleX erstmals

PB: Mit DataFleX wird digitale Sektorenkopplung Realität
Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels

Mit DataFleX wird digitale Sektorenkopplung Realität

  • Digitale Integration: Beim Auftaktforum in Berlin zeigt DataFleX, wie die Sektoren Energie, Verkehr und Wärme über gemeinsame Datenökosysteme technisch miteinander verknüpft werden können.
  • Großversuch: Mehr als 5.000 Elektrofahrzeuge, Wärmepumpen und Heimspeicherbatterien mit über einem Megawatt (MW) Leistung sollen für das ergänzende marktbasierte Engpassmanagement (Redispatch 3.0) erprobt werden.
  • Projekt gewinnt an Dynamik: Mit OLI Systems / enorin, Octopus Energy und MVV Energie / beegy schließen sich drei Aggregatoren dem Vorhaben an.

(WK-intern) – Im dena Future Energy Lab in Berlin zeigt das Forschungsprojekt DataFleX erstmals, wie sich Elektrofahrzeuge, Wärmepumpen und Heimspeicher als systematische Flexibilitätsressourcen nutzen lassen.

Damit werden die Grundlagen für ein effizientes und stabiles Engpassmanagement (Redispatch 3.0) der Zukunft gelegt.

Ziel ist es, Millionen dezentraler Flexibilitäten marktbasiert zu aktivieren und damit Netzstabilität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit zu erhöhen. Dafür entwickelt DataFleX sowohl die technischen Konzepte für einen sektorenübergreifenden Datenaustausch als auch ein Marktdesign (inklusive Monitoringkonzept), dass die Integration dezentraler Flexibilitäten in den Netzbetrieb ermöglicht. Damit wird vor dem Hintergrund steigender Netzausbaukosten und wachsender Engpässe deutlich, welchen Beitrag digitale Flexibilitäten leisten können, um Bezahlbarkeit, Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit im Energiesystem langfristig zu sichern.

Digitale Sektorenkopplung: Verbindung bislang getrennter Datenwelten

Die digitale Verbindung bislang getrennter Datenökosysteme bildet den zentralen technischen Baustein des Projekts. DataFleX ermöglicht erstmals die Kopplung von Datenökosystemen aus den Sektoren Energie, Verkehr und Wärme – u.a. über energy data-X und Catena-X – und schafft damit die Grundlage, Flexibilitätsdaten aus Elektrofahrzeugen standardisiert, sicher und nahezu in Echtzeit bereitzustellen. Für Netzbetreiber entsteht damit ein Zugang zu einem bislang ungenutzten Potenzial dezentraler Assets, das künftig skalierbar aktiviert werden kann.

Einordnung aus Praxis und Politik

„Im Pilotprojekt DataFleX erproben wir die digitale Infrastruktur für ein Energiesystem, das zukünftig Millionen kleiner Flexibilitäten intelligent orchestrieren soll“, sagt Kathrin Günther, Chief Transformation Officer von TenneT Germany. „Die Kopplung von Datenökosystemen ist dabei der technologische Schlüssel. Sie ermöglicht es, Elektrofahrzeuge, Wärmepumpen und Heimspeicherbatterien systematisch in das Engpassmanagement einzubinden – und zugleich wirtschaftliche Potentiale zu erschließen.

„DataFleX ist ein Leuchtturmprojekt für die digitale Transformation unserer Energieinfrastruktur“, bekräftigt Gitta Connemann, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie. „Es zeigt ganz konkret, wie Datenökosysteme zu einem bezahlbaren, verlässlichen und nachhaltigen Energiesystem beitragen. Und davon profitieren alle: von Stromerzeugern über Netzbetreiber und industrielle Verbraucher bis hin zu privaten Haushalten.“

Nächster Schritt: Demonstration mit über 5.000 dezentralen kleinteiligen Flexibilitäten

Auf Grundlage der technischen Konzepte bereitet das Konsortium eine Demonstration vor: In den Regelzonen der Übertragungsnetzbetreiber TenneT Germany und TransnetBW wird erprobt, wie dezentrale Flexibilitäten künftig im realen Netzbetrieb für Maßnahmen des Engpassmanagements genutzt werden können.

Gemeinsam mit dem Verteilnetzbetreiber Avacon Netz wird zudem das „Flexband“ zur Einhaltung von Verteilnetzrestriktionen erprobt. Insgesamt sollen mehr als 5.000 Assets mit einer kumulierten Leistung von über einem Megawatt eingebunden werden – die bislang größte Erprobung dezentraler Flexibilitäten in Deutschland.

Aggregatoren stärken das Projekt

Mit OLI Systems / enorin, Octopus Energy und MVV Energie / beegy treten drei Aggregatoren DataFlex bei, die eine zentrale Rolle bei der Bündelung und marktrechtlichen Bereitstellung dezentraler Flexibilitäten einnehmen. Ihr Einstieg unterstreicht die große Bedeutung des DataFleX-Ansatzes und dessen Skalierbarkeit.

Mehr Informationen im DataFleX Hintergrundpapier

Detaillierte Informationen zu Vision und Umsetzung des Forschungsprojekts finden Sie im DataFleX-Hintergrundpapier :www.dataflex-project.eu/presse

Über das DataFleX-Konsortium

Die Vision von DataFleX ist ein Energiesystem, das Bezahlbarkeit, Versorgungssicherheit und Klimaschutz vereint. DataFleX zeigt, wie hierfür Millionen dezentraler kleinteiliger Flexibilitäten digital vernetzt und marktwirtschaftlich integriert werden können. Zugleich macht DataFleX exemplarisch deutlich, wie Digitalisierung, Marktmechanismen und Netzbetrieb zusammenspielen können, um die Energiewende effizient, bezahlbar und systemstabil zu gestalten. Das Projekt liefert damit einen zentralen Baustein für ein resilientes Energiesystem in Deutschland und Europa.

Hierfür arbeiten acht Konsortialpartner aus Energiewirtschaft, Mobilität, IT und Forschung gemeinsam zusammen. Beteiligt sind TenneT Germany (Konsortialführer), Avacon Netz, d-fine, die Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE), die Forschungsgemeinschaft für elektrische Anlagen und Stromwirtschaft (FGH), Fraunhofer IEE, Fraunhofer FIT, Fraunhofer IAO, Fraunhofer IOSB-AST, Siemens und TransnetBW. Hinzu kommt eine Reihe assoziierter Partner aus den Bereichen Netzbetreiber, Energieversorgung, Mobilität, Wärme, Forschung und Technologie.

Förderung und Laufzeit

DataFleX ist im Oktober 2025 gestartet und hat eine Laufzeit von 16 Monaten. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit mehr als 7 Mio. Euro über Mittel der Europäischen Union gefördert. Das Gesamtvolumen des Vorhabens beträgt rund 12 Mio. Euro. DataFleX gehört zu den elf Manufacturing-X Förderprojekten, welche den Aufbau eines souveränen, offenen und föderierten Datenökosystems für die Industrie verfolgen. Das Projekt überträgt zentrale Prinzipien von Manufacturing-X – wie Interoperabilität und Datensouveränität – auf den Energiesektor und verfolgt ebenfalls die übergeordneten Ziele der Steigerung von Resilienz, Nachhaltigkeit und Wettbewerbsstärke.

PM: TenneT

PB: Mit DataFleX wird digitale Sektorenkopplung Realität / ©: TenneT








Top