Werbung Energieversorgerstudie: mit welchen Strategien die Unternehmen profitabel bleiben Erneuerbare & Ökologie Mitteilungen 29. Januar 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Energieversorgerstudie: Jedes zweite Unternehmen rechnet mit Ergebniseinbußen – mit welchen Strategien die Unternehmen profitabel bleiben Bis 2028 rechnet die Hälfte der EVU mit Ergebniseinbußen Studie zeigt: Unternehmen mit Ergebnissteigerungs- und Digitalisierungsprogrammen halten ihr Ergebnis Energiewende bleibt strategisch gesetzt, erfordert jedoch organisatorische Veränderungen in Handel und Wärme Erfolgsfaktoren sind klare Investitionspriorisierung und Digitalisierung mit KI (WK-intern) – „Energieversorger halten an der Energiewende als strategische Chance fest, blicken jedoch deutlich zurückhaltender auf ihre wirtschaftliche Entwicklung, wie unsere aktuelle Horváth Strategiestudie zeigt“, sagt Matthias Deeg, Studienleiter und Partner bei der Managementberatung Horváth bei der offiziellen Vorstellung der Energieversorger-Strategiestudie 2026 am Mittwoch in Berlin vor ausgewählten Branchenvertretern. „Erstmals überwiegen in unserer seit 2010 erhobenen Studie in der Branche die negativen Ergebniserwartungen: Rund die Hälfte der befragten Unternehmen rechnet bis 2028 mit spürbaren Ergebniseinbußen“, so Deeg. Stimmungswechsel ohne Kurskorrektur Diese Entwicklung markiert einen Stimmungswechsel. Die Energiewende wird zwar weiterhin überwiegend positiv bewertet, zugleich werden ihre wirtschaftlichen Konsequenzen kritischer eingeschätzt als in den Vorjahren. Treiber hierfür sind vor allem steigende Investitionen in Strom- und Wärmenetze bei gleichzeitig rückläufigen Erträgen aus etablierten Geschäftsmodellen, insbesondere im Strom- und Gasvertrieb. Hinzu kommen zunehmender regulatorischer Druck und Unsicherheiten, etwa bei Finanzierungsfragen und der Durchsetzbarkeit von Preisen im Wärmebereich. „Die Ergebnisse zeigen klar: Die Energiewende ist strategisch gesetzt, aber sie wird finanziell anspruchsvoller. Energieversorger müssen heute deutlich differenzierter entscheiden, welche Investitionen Wert schaffen – und welche nicht“, sagt Birgit Lichtenstein, Mitglied des Vorstands bei der RheinEnergie AG, auf der Veranstaltung. Zwischen Transformation und Ergebnisdruck Langfristige Transformationsnotwendigkeit und kurzfristiger Ergebnisdruck setzen die Unternehmen zunehmend unter Druck. Dabei bleibt Klimaneutralität strategisch fest in der Branche verankert. Vier von fünf Energieversorger verfolgen eine konkrete Nachhaltigkeitsstrategie, die Mehrheit arbeitet an Klimatransitionsplänen über alle relevanten Emissionskategorien hinweg. Die zentrale Frage lautet nicht mehr, ob die Transformation gewollt ist, sondern wie sie unter realen Markt-, Kosten- und Regulierungsbedingungen wirtschaftlich tragfähig umgesetzt werden kann. „Transformation wird dort erfolgreich, wo Stadtwerke ihre Kräfte bündeln – durch Skalierung, Kooperation und den Einsatz digitaler Plattformen. So lässt sich der Wandel finanzieren, ohne die wirtschaftliche Stabilität der Unternehmen zu gefährden“, so Dr. Constantin Alsheimer, Vorsitzender des Vorstands der Thüga. Netzausbau als operative Schlüsselherausforderung Besonders herausfordernd ist aus Sicht der Unternehmen der notwendige Ausbau von Strom- und Wärmenetzen. Netzbetreiber müssen ihre Leistungsfähigkeit deutlich erhöhen, um die geforderten Investitionsprogramme umzusetzen. Entscheidend ist es, Prozesse zu digitalisieren und effizienter zu gestalten, sodass die Leistungsfähigkeit schneller steigt als die Zahl der Mitarbeitenden. Nur so lassen sich Kapazitätsengpässe abbauen und die Wirtschaftlichkeit auch über 2030 hinaus sichern. Thomas Murche, Vorstandsmitglied der Schweriner WEMAG AG dazu: „Viele Netzbetreiber stoßen personell an ihre Grenzen. Produktivitätsgewinne durch digitale Prozesse sind der einzige Weg, um den steigenden Investitions- und Anschlussbedarf zu bewältigen.“– Was erfolgreiche Energieversorger besser machen Die Horváth-Studie zeigt deutliche Unterschiede zwischen Energieversorgern, die in der Transformation vorankommen, und jenen, die zurückzufallen drohen. Erfolgreiche Unternehmen steuern ihre Investitionen übergreifend und priorisieren konsequent, statt alle Transformationsfelder gleichzeitig zu verfolgen. Sie setzen stärker auf digitale und zunehmend KI-gestützte Prozesse, um wachsende Anforderungen bei begrenztem Ressourceneinsatz zu bewältigen. Zudem bauen sie neue Fähigkeiten schneller auf als der Markt, etwa im Kundenservice oder im operativen Betrieb, und verankern diese in passenden Organisations- und Entscheidungsstrukturen. Verschiebung der Margen: Flexibilität, Wärme und Handel Mit Blick auf künftige Erträge identifiziert die Studie eine klare Verschiebung der Margenpotenziale. Wachstum wird weniger im klassischen Commodity-Geschäft erwartet, sondern vor allem in den Bereichen Flexibilität, Wärme und Handel. Flexibilitätslösungen wie Speicher, Lastverschiebung und hybride Anlagen gewinnen ebenso an Bedeutung wie das Wärmegeschäft mit Fernwärme, Großwärmepumpen und Quartierslösungen. Im Handel entstehen Chancen durch kurzfristige Marktaktivitäten, gerade am Intra-Day-Markt, die jedoch hohe Anforderungen an Datenanalyse und Portfoliosteuerung stellen. „Der Ausbau erneuerbarer Energieerzeugung ist heute weniger eine Frage der Ambition als der Umsetzbarkeit“, konstatiert Anna Jasper-Martens, CCO Germany von E.ON Energy Infrastructure Solutions. „Entscheidend sind verfügbare Flächen, schnelle Genehmigungen, wirtschaftlich tragfähige PPA Verträge und die Akzeptanz vor Ort. Sie bestimmen, ob und wie schnell Projekte realisiert werden.“ Gas verliert an Bedeutung, Wasserstoff bleibt selektiv Parallel verliert das Gasgeschäft perspektivisch an Bedeutung. Mehr als die Hälfte der befragten Energieversorger rechnet damit, Teile ihrer Gasnetze künftig zurückzubauen; einzelne Unternehmen gehen sogar von einer Stilllegung bis 2040 aus. Der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft verläuft aus Sicht vieler Unternehmen langsamer als ursprünglich erwartet. Statt breiter Ambitionen fokussieren sich Energieversorger zunehmend auf ausgewählte, subventionierte Anwendungen und Partnerschaften, während Alternativen wie Elektrifizierung, Flexibilisierung und Carbon-Management schneller an Bedeutung gewinnen. Zur Studie Die Horváth-Studie „Strategieentwicklung von Energieversorgern 2026“ basiert auf einer Befragung und Analyse von Energieversorgungsunternehmen unterschiedlicher Größe und Struktur. Untersucht wurde eine repräsentative Auswahl an Energieversorgungsunternehmen (EVU) in Deutschland und der Region DACH. Über 90 Vorstandsmitglieder sowie Unternehmensverantwortliche aus den Bereichen Strategie und Unternehmensentwicklung haben in den Befragungen Einblicke in wirtschaftliche Erwartungen, strategische Prioritäten und operative Herausforderungen der Branche im Kontext der Energiewende gegeben. https://www.horvath-partners.com PM: Horváth AG Weitere Beiträge:GE-Forschungszentrum für Freie-Energie spielt eine Schlüsselrolle beim Aufbau des Stromnetzes von mo...Brennstoffzellenhersteller SOLIDpower-Gruppe mit neuem CEO Martin FüllenbachSchnellschuss Erlösabschöpfung überarbeiten und Investitionen sichern