Werbung Überdimensioniertes Milliardenprojekt ohne unmittelbaren Nutzen für Fahrgäste Ökologie Technik Verbraucherberatung 10. Januar 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Zur heutigen Genehmigung des Pfaffensteigtunnels durch das Eisenbahnbundesamt erklären der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Baden-Württemberg, der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) Baden-Württemberg und der Fahrgastverband Pro Bahn: (WK-intern) – „Die Genehmigung des Pfaffensteigtunnels ändert nichts an den grundlegenden verkehrlichen und klimapolitischen Problemen dieses Projekts. Der Tunnel ist ein überdimensioniertes Milliardenprojekt ohne unmittelbaren Nutzen für Fahrgäste. Trotz Baukosten von rund drei Milliarden Euro ermöglicht der Tunnel nur eine sehr begrenzte Zugzahl, während dringend notwendige Engpassbeseitigungen im bundesweiten Schienennetz weiter aufgeschoben werden.“ Die Verbände bekräftigen ihre zentrale Forderung: Die Züge der Gäubahn müssen auch über 2027 hinaus dauerhaft und ohne Unterbrechung über die Panoramabahn direkt in den Stuttgarter Hauptbahnhof fahren. „Tausende Pendler*innen dürfen nicht zu zusätzlichen Umstiegen in Stuttgart-Vaihingen gezwungen oder auf das Auto verdrängt werden. Mit überschaubaren Mitteln kann die bestehende Panoramastrecke erhalten werden – das wäre die schnellste, günstigste und klimafreundlichste Lösung.Die Entscheidung des Eisenbahnbundesamts entlässt die Bahn nicht aus der Pflicht, Alternativen ernsthaft zu prüfen sowie die Sanierung und den Erhalt der bestehenden Infrastruktur weiter voranzutreiben.“ Hintergrund Die Umwelt- und Mobilitätsverbände BUND, VCD und Pro Bahn setzen sich seit langem für Verbesserungen beim Projekt S21 ein, für Fahrgäste, Klima und Umwelt. Besonderes Anliegen ist ihnen der dauerhafte Erhalt einer umsteigefreien Anbindung der Gäubahn an den Stuttgarter Hauptbahnhof. Die Verbände kritisieren insbesondere folgende Punkte: Schlechter volkswirtschaftlicher Nutzen: nur 3-4 Züge pro Stunde und Richtung, ungeeignet für den Güterverkehr, Kosten-Nutzen-Verhältnis von maximal 1,2, realistisch eher bei 0,9. Bessere Alternativen liegen vor: Die sogenannte Kombilösung mit Sanierung der Panoramabahn und Erhalt oberirdischer Gleise ist schneller, günstiger und klimafreundlicher umsetzbar. Zusatznutzen: Weiter leistungsfähige Anbindung des Mobilitätsknotens und Arbeitsplatzschwerpunkts S-Vaihingen statt kaum nachgefragter Flughafenanbindung und Förderung klimaschädlichen Flugverkehrs. Fehlende Mittel an anderer Stelle: Die Milliarden für den Pfaffensteigtunnel fehlen für die dringend notwendige Sanierung und den Ausbau des südlichen Abschnitts der Gäubahn zwischen Horb und Singen sowie für die Beseitigung von Engpässen im bundesweiten Schienennetz. Belastung der Fahrgäste: Lange Bauzeit (mindestens 6 Jahre) mit jahrelangem Zwangsumstieg in Stuttgart-Vaihingen auf überlastete S- und U-Bahnen. Das könnte zu einer Rückverlagerung aufs Auto bei parallelem Ausbau der A81 führen. Hoher Klimaschaden: Rund 350.000 Tonnen CO₂-Emissionen allein durch den Bau stehen den Klimazielen des Landes entgegen. Mehr Informationen: Stellungnahme und Einwendungen zum Planfeststellungsverfahren PM: BUND, VCD und ProBahn in Baden-Württemberg Weitere Beiträge:Genia Birkenstock ist neue Repräsentantin der Siemens Niederlassung MittelfrankeFrankfurt School: Renewable Energy Investment 2012 ReportSolarkraftwerk in Slowenien von der Phoenix Solar AG