Werbung energy data-X erfolgreich abgeschlossen Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Kooperationen Technik 4. November 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels 13 Unternehmen einigen sich auf industriefinanzierten Anschlussbetrieb 24 Partner haben den automatisierten, sicheren und souveränen Datenaustausch in der Energiewirtschaft erfolgreich in der Praxis erprobt. Energiedatenökosystem schafft Grundlage für Datenökonomie – von industrieller KI und digitalen Geschäftsmodellen bis zur sektorenübergreifenden Nutzung von Daten. 13 Unternehmen unterzeichnen einen Letter of Intent für einen industriefinanzierten Anschlussbetrieb. (WK-intern) – Bayreuth – Das von TenneT Germany geführte Forschungsprojekt energy data-X wurde nach drei Jahren erfolgreich abgeschlossen. 24 Partner haben gezeigt, wie Unternehmen Daten automatisiert, sicher, standardisiert und souverän über Unternehmens- und Sektorengrenzen hinweg austauschen können. 13 Unternehmen aus dem Konsortium werden diese Grundlage nun gemeinsam weiterentwickeln und haben dazu ein Letter of Intent für einen industriefinanzierten Anschlussbetrieb unterzeichnet. Ziel ist es, das im Projekt entwickelte Energiedatenökosystem dauerhaft nutzbar zu machen und weitere Anwendungen für die Datenökonomie in der Energiewirtschaft zu erschließen. „Die Energiewende braucht leistungsfähige Netze und eine gemeinsame digitale Infrastruktur für Daten“, sagt Kathrin Günther, CTO von TenneT Germany. „Industrielle KI, digitale Wertschöpfungsnetzwerke und das intelligente Zusammenspiel von Energie, Industrie, Verkehr und Wärme können nur auf Basis hochwertiger und vertrauenswürdig nutzbarer Daten funktionieren. Mit energy data-X haben wir dafür eine entscheidende Grundlage geschaffen.“ Grundlage für industrielle KI und sektorenübergreifende Zusammenarbeit Industrielle KI, digitale Geschäftsmodelle und die stärkere Kopplung von Energie, Industrie, Verkehr und Wärme setzen voraus, dass Unternehmen relevante Daten automatisiert, sicher und standardisiert nutzen können. energy data-X hat hierfür eine Blaupause entwickelt und praktisch erprobt. Die Daten verbleiben bei den jeweiligen Dateneigentümern. Gemeinsame Standards, digitale Identitäten und überprüfbare Berechtigungen regeln den automatisierten Datenzugriff. So können Daten über Unternehmens- und Sektorengrenzen hinweg genutzt werden, ohne dass die beteiligten Unternehmen die Kontrolle darüber abgeben. Auch die wirtschaftlichen Potenziale wurden untersucht. Für den Anwendungsfall Stammdatenmanagement wurde exemplarisch analysiert, welche Effizienzgewinne durch standardisierte, automatisierte und digital verifizierbare Unternehmensdaten entstehen können. Demnach können durch die kombinierte Nutzung von energy data-X und der European Business Wallet Einsparungen von bis zu 1,5 Milliarden Euro pro Jahr in der Energiewirtschaft entstehen. Praxisnachweis in der Bilanzkreisbewirtschaftung Wie das Energiedatenökosystem praktisch eingesetzt werden kann, zeigt die unter anderem im Projekt erprobte Bilanzkreisbewirtschaftung. energy data-X stellt die hierfür relevanten Daten nahezu in Echtzeit bereit. Ungleichgewichte zwischen Erzeugung und Verbrauch können dadurch früher erkannt werden. Der Anwendungsfall zeigt, wie ein sicherer unternehmensübergreifender Datenaustausch effizientere Prozesse und bessere Entscheidungen im Energiesystem ermöglicht. Letter of Intent ebnet den Weg für den Anschlussbetrieb Mit dem Letter of Intent vereinbaren 13 Unternehmen, die Projektergebnisse gemeinsam weiterzuentwickeln und einen industriefinanzierten Anschlussbetrieb aufzubauen. Dafür sollen eine dauerhaft tragfähige Betriebs- und Governance-Struktur entwickelt, erste Leistungen festgelegt sowie weitere Unternehmen und Anwendungen eingebunden werden. „Die Bereitschaft zum automatisierten Datenaustausch ist da, wenn Regeln, Rollen und Zugriffsrechte eindeutig sind“, erklärt Jeanette Münderlein, Projektleiterin von energy data-X. „Diese zentrale Erkenntnis aus dem Forschungsprojekt wollen wir im Anschlussbetrieb auf weitere Anwendungen übertragen. Dafür müssen wir nicht nur die technische Grundlage weiterentwickeln, sondern auch Zusammenarbeit und Verantwortung dauerhaft organisieren.“ Im Anschlussbetrieb wollen die beteiligten Unternehmen zentrale Komponenten des Energiedatenökosystems weiterentwickeln und zusätzliche Anwendungen erschließen. Dazu zählen unter anderem der Digitale Produktpass und die Asset Administration Shell, Flexibilitätsaggregation sowie der Austausch von Anlagen-, Betriebs- und Messdaten aus intelligenten Messsystemen. Über das Forschungsprojekt energy data-X energy data-X hatte eine Projektlaufzeit von drei Jahren und ein Projektvolumen von rund 9,5 Millionen Euro. Die Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erfolgte im Rahmen des Energieforschungsprogramms und betrug insgesamt etwa 4 Millionen Euro. Das von TenneT Germany geführte Konsortium wuchs während des Projekts von 14 auf aktuell 24 Partner aus Energiewirtschaft, Industrie, Informations- und Kommunikationstechnologie, Wissenschaft und Standardisierung an. Weitere Informationen: energydata-x.eu PM: energy data-X PB: energy data-X erfolgreich abgeschlossen: 13 Unternehmen einigen sich auf industriefinanzierten Anschlussbetrieb Weitere Beiträge:Siemens und TSMC treiben gemeinsam Innovationen im Halbleiterdesign voranTractebel erforscht umweltfreundliche und günstige Fundamente für Offshore-WindenergieanlagenYounicos, Samsung und Green Utility gewinnen Auftrag für Speicherlabor auf Sardinien