Werbung Netzausbaupläne Verteilnetz – Fokus auf Netzausbau notwendig Erneuerbare & Ökologie Technik Verbraucherberatung 3. November 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Angesichts der jetzt veröffentlichten Ausbaupläne im Verteilnetz fordert der BDEW, das angekündigte Verteilnetzpaket konsequent auf die Beschleunigung des Netzausbaus auszurichten. (WK-intern) – Dazu erklärt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung: „Leistungsfähige Verteilnetze sind die Grundlage für industrielle Wertschöpfung, Digitalisierung und die Elektrifizierung von Verkehr und Wärmeversorgung – für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Doch die Nachfrage nach Netzanschlüssen wächst schneller, als zusätzliche Infrastruktur entstehen kann. Immer mehr Netze sind insbesondere in den höheren Spannungsebenen „ausverkauft“ und können den Anschlussanfragen nicht entsprechen. Industrie, Erneuerbare Energien, Ladeinfrastruktur, Rechenzentren, Speicher brauchen verlässliche Anschlüsse. Wo neue Netzanschlüsse vielerorts einen Ausbau des Hochspannungsnetzes voraussetzen, werden die langen Planungs- und Realisierungszeiten zum Hemmnis. Hochspannungsnetzprojekte dauern häufig zehn bis fünfzehn Jahre. Das ist einfach zu lang. Das derzeitige Netzanschlusspaket enthält Neuregelungen zu mehr Transparenz, zur Vergabe knapper Netzkapazitäten und zur Nutzung von Flexibilitäten. Das ist gut und muss jetzt verabschiedet werden. Es reicht aber nicht. Jetzt gilt es, den Rechtsrahmen so zu reformieren, dass der Netzausbau spürbar beschleunigt wird, Wir begrüßen daher den im Koalitionsbeschluss vom 2. Juli 2026 bestätigten Anspruch die Genehmigungszeiten zu halbieren. Das muss das neue Verteilnetzpaket der Bundesregierung leisten: Der Weg von der Planung bis zur Inbetriebnahme des Netzes muss deutlich verkürzt werden. Das muss der Fokus des Verteilnetzpakets sein. Die Netzbetreiber treiben Ausbau und Modernisierung mit Nachdruck voran. Allein die 82 großen Verteilnetzbetreiber veranschlagen bis 2033 rund 110 Milliarden Euro für zusätzliche Netzkapazitäten. Damit diese Investitionen zügig umgesetzt werden können, brauchen wir einfachere Genehmigungsverfahren, frühzeitig gesicherte Flächen und verlässliche Finanzierungsbedingungen. Parallel dazu treiben die Netzbetreiber die Digitalisierung voran und entwickeln mit den Netznutzern Konzepte für flexible Netzanschlüsse. So können Netze noch besser genutzt und Anschlüsse früher ermöglicht werden. Aber auch ein besser ausgelastetes Netz braucht zusätzliche Leitungen, mehr Umspannwerke und neue Transformatoren. Optimierung ergänzt den notwendigen Ausbau, ersetzt ihn aber nicht. Es gilt den Fokus zu behalten: Maßstab für jede neue Regelung muss sein, dass schnell und effizient Netzkapazitäten verfügbar gemacht werden können. Wir brauchen jetzt klare Prioritäten, damit die Unternehmen ihre Ressourcen auf den Ausbau und schnellere Anschlüsse konzentrieren können.“ Für ein wirksames Verteilnetzpaket sind diese Maßnahmen entscheidend: Bestehende Trassen leichter verstärken. Der Ersatz vorhandener Leitungen durch leistungsfähigere Anlagen muss deutlich einfacher werden. Erster Schritt muss es sein, 110-kV-Ersatzneubauten bis 60 Kilometer Länge von der Umweltverträglichkeitsprüfung auszunehmen. Verfahren vereinfachen, Behörden stärken. Bund und Länder müssen gemeinsam mit den Vorhabenträgern einheitliche Standards für Antragsunterlagen, Prüfungsumfang und die Anwendung bestehender Beschleunigungsinstrumente entwickeln sowie für ausreichend Personal in den zuständigen Behörden sichern, um Genehmigungen beschleunigen. Flächen frühzeitig sichern. Standorte und Erweiterungsflächen für Leitungen und Umspannwerke müssen verbindlich in Raumordnung und Bauleitplanung berücksichtigt werden. Prüfungen vereinfachen, Erdverkabelungsvorrang streichen. Umweltprüfungen müssen auf das notwendige Maß begrenzt und vorhandene Umweltdaten länger genutzt werden, um doppelte Erhebungen zu vermeiden. Netzbetreiber sollen selbst entscheiden können, ob sie Leitungen unterirdisch oder als Freileitung bauen. Investitionen ermöglichen. Eine im internationalen Vergleich wettbewerbsfähige regulatorische Verzinsung muss dafür sorgen, dass Netzbetreiber ausreichend Kapital gewinnen können. Das vollständige Positionspapier „Fokus auf Beschleunigung im Verteilnetzausbau“ zum Download. PM: BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. PB: Position des BDEW Weitere Beiträge:Mit dem PCE-ERT 20 den Erdwiderstand genau messenKlimaschutz, soziale Sicherung, Pandemiebekämpfung: Deutsche Unterstützung stärkt Senegals Widerstan...Erfolgreiche Inbetriebnahme - Brennstoffzellensystem für Schiffe produziert Strom