Werbung Amprion-Konverter in Ibbenbüren: Rückbau des ehemaligen Kohlekraftwerks ist abgeschlossen Offshore Windenergie 22. Juli 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels (WK-intern) – Der Rückbau des ehemaligen Steinkohlekraftwerks in Ibbenbüren ist abgeschlossen: Die Hagedorn Unternehmensgruppe hat das Gelände an Amprion übergeben. Damit kann Amprion mit der Vorbereitung der Fläche für den Bau eines Konverters beginnen. Amprion schließt mit dem Projekt BalWin2 erstmalig Offshore-Windparks direkt in Nordrhein-Westfalen an das Stromnetz an. Vor drei Jahren hat Hagedorn das Gelände des Kohlekraftwerks in Ibbenbüren erworben, das 2021 stillgelegt wurde. Beim Kauf wurde bereits festgelegt, dass die 27 Hektar große Fläche Mitte 2026 an Amprion übergeben werden soll. Mit der symbolischen Schlüsselübergabe am 22. Juli 2026 wurde dieses Ziel im Zeitplan erreicht. Christoph Evers, Gesamtprojektleiter bei Amprion, sagte bei der Schlüsselübergabe: „Kohle geht, Wind kommt – die Übergabe der künftigen Konverterfläche im Projekt BalWin2 steht symbolisch für den Wandel der Energiewelt. Wir werden hier in einigen Jahren erstmalig Offshore-Windparks direkt in Nordrhein-Westfalen an das Stromnetz anbinden. Mein großer Dank gilt allen beteiligten Personen bei Amprion und Hagedorn, die hier wirklich herausragende Arbeit geleistet haben. Auch die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Ibbenbüren, dem Kreis Steinfurt und den weiteren zuständigen Behörden möchte ich an dieser Stelle dankend hervorheben.“ Axel Köster, Geschäftsführer der Hagedorn Revital GmbH, ergänzte: „Wir zeigen mit diesem Projekt, welches Potenzial in der nachhaltigen Revitalisierung bestehender Industrieflächen steckt. Die termingerechte Übergabe an Amprion ist das Ergebnis einer außergewöhnlichen Teamleistung. Mein besonderer Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Hagedorn Gruppe, die dieses anspruchsvolle Projekt in den vergangenen drei Jahren mit Präzision, Fachkompetenz und großem Engagement umgesetzt haben, sowie Amprion, der Stadt Ibbenbüren und allen weiteren Projektbeteiligten für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.“ Seit dem Beginn des Rückbaus vor drei Jahren ist auf der Baustelle einiges passiert. Im April 2025 fielen der 125 Meter hohe Kühlturm und das 120 Meter hohe Kesselhaus. Vorher waren umfangreiche Rückbau- und Vorbereitungsmaßnahmen erforderlich. Beispielsweise befanden sich im gesamten Kraftwerkskomplex rund 87.000 asbesthaltige Abstandshülsen im Beton, die vor dem Abbruch selektiv entfernt wurden, um wertvolle Ressourcen zu schonen und den Betonbruch nicht entsorgen zu müssen. Im Februar 2026 folgte die Sprengung des 275 Meter hohen Schornsteines, der zu den höchsten Bauwerken in Nordrhein-Westfalen zählte. Zu sehen sind v.l.n.r.: Christoph Evers (Gesamtprojektleiter bei Amprion), Axel Köster (Geschäftsführer der Hagedorn Revital GmbH) und Dr. Marc Schrameyer (Bürgermeister der Stadt Ibbenbüren) Foto: Hagedorn Aufbereitung und Wiederverwendung des Bauschutts Ein Großteil der durch die Sprengung angefallenen Materialien wurde weiter zerkleinert, getrennt und so weit wie möglich recycelt und vor Ort wiederverwendet. Während des gesamten Rückbauprozesses wurde darauf geachtet, möglichst viele Stoffe wieder in den Kreislaufzurückzuführen. Beispielsweise wird der gesamte Stahl vom Kraftwerksgelände in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt. Ziel ist es, eine Recyclingquote von bis zu 97 Prozent zu erreichen, um natürliche Ressourcen zu schonen. Rund 100.000 Tonnen RC1-Schotter aus recyceltem Beton werden vor Ort als Bodenpolster unter tragenden Strukturen des Amprion-Konverters direkt wiederverwendet. Die Begradigung der Fläche erfolgt durch das ressourcenschonende Cut & Fill-Verfahren. Zusätzlich wurden rund 20.000 Tonnen Oberboden aus dem Konverter-Projekt von Amprion im nahegelegenen Bohmte angefahren und für die spätere Nutzung zwischengelagert. Rund 1,5 Kilometer Zaun vom Kraftwerksgelände finden in anderen Amprion-Projekten Verwendung. Die Konverterstation für BalWin2 wird nach einem umfangreichen Standortfindungsprozess gezielt auf einer Industriebrache errichtet, um Eingriffe in Natur und Landschaft zu minimieren. Die bestehende Stromleitung des ehemaligen Kraftwerks wird für die Anbindung des Konverters an die Umspannanlage Westerkappeln genutzt. Die Offshore-Netzanbindungssysteme BalWin1 und BalWin2 Die beiden geplanten Offshore-Netzanbindungssysteme BalWin1 und BalWin2 verbinden Windparks in der Nordsee mit dem Übertragungsnetz an Land. Sie werden sowohl auf der Land- als auch auf der Seeseite größtenteils parallel zueinander installiert. Beide Projekte können jeweils eine Leistung von 2.000 Megawatt übertragen. Das entspricht zusammen dem Bedarf von etwa 4 Millionen Menschen. Von den Nordsee-Windparks aus verlaufen die Kabel zunächst etwa 155 bzw. 165 Kilometer auf See. Sie unterqueren die Insel Norderney und erreichen im Bereich Hilgenriedersiel die Küste. Auf dem landseitigen Teil von BalWin1 und BalWin2 werden etwa 205 bzw. 215 Kilometer Erdkabel verlegt. Um zu ihren jeweiligen Netzverknüpfungspunkten in Wehrendorf (BalWin1) und Westerkappeln (BalWin2) zu gelangen, werden sich die Vorhaben auf dem letzten Teil der Strecke trennen. Fotos: Hagedorn Weitere Beiträge:PGE und Ørsted haben den Joint Venture-Vertrag für polnische Offshore-Windprojekte geschlossenNordex schließt 2011 im Plan ab und hat schwarze Zahlen im VisierInstallation von Schwimmenden Windanlagen macht einen entscheidenden Schritt