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Warum der Gebrauchtmarkt für Windkraftanlagen jetzt an Bedeutung gewinnt

PB: Wie der Zweitmarkt für Windkraftanlagen und die Frage, wie Digitalisierung dabei zunehmend zur Infrastruktur der Branche wird / ©: https://www.wiv-gmbh.de
Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels

Die deutsche Windbranche steht vor einem tiefgreifenden Strukturwandel.

(WK-intern) – Fast die Hälfte aller hierzulande installierten Windkraftanlagen ist mittlerweile über 15 Jahre alt.

Für viele endet damit in den kommenden Jahren die feste EEG-Einspeisevergütung.

Gleichzeitig war 2025 mit über 3.300 Neugenehmigungen ein Rekordjahr, und auch 2026 zieht der Zubau weiter an, getrieben vor allem durch den wiederbelebten Offshore-Ausbau. Zwei Entwicklungen also, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben, tatsächlich aber denselben Markt prägen: den Zweitmarkt für Bestandsanlagen, Projektrechte und Standorte.

Das Stichwort dahinter heißt Repowering: der Ersatz älterer, leistungsschwächerer Turbinen durch moderne Anlagen an bereits erschlossenen Standorten. Aktuelle Auswertungen zeigen, dass allein zwischen Anfang 2023 und April 2026 rund 1.700 neue Windenergieanlagen genehmigt wurden, die etwa 2.300 Altanlagen ersetzen. Die Faustregel dahinter: Bei einer Halbierung der Anlagenzahl an einem Standort lässt sich der Stromertrag durch größere Rotordurchmesser, höhere Nabenhöhen und leistungsstärkere Generatoren häufig verdrei- bis vervierfachen. Für Kommunen bedeutet das oft auch höhere Einnahmen aus der Beteiligung nach § 6 EEG, für Betreiber eine wirtschaftlich attraktive Alternative zum reinen Rückbau.

Repowering, Weiterbetrieb oder Verkauf ins Ausland?

Doch nicht jede Fläche eignet sich für ein Repowering am selben Standort. Moderne, höhere Anlagen müssen größere Abstände zur Wohnbebauung einhalten, was ein 1:1-Repowering nicht immer möglich macht. Wo Repowering nicht in Frage kommt, rücken andere Optionen in den Fokus: der Weiterbetrieb der Bestandsanlage, wenn ein positives Gutachten vorliegt, der Verkauf ins Ausland, die Verwertung im Ersatzteilmarkt, oder im ungünstigsten Fall der fachgerechte Rückbau.

Für all diese Entscheidungen wird eines immer wichtiger: Markttransparenz. Wer den Wert einer älteren Anlage realistisch einschätzen will, wer wissen möchte, ob es für ein bestimmtes Ersatzteil oder einen kompletten Windpark überhaupt Nachfrage gibt, braucht verlässliche Daten und einen Zugang zum internationalen Käufermarkt – nicht nur zum deutschen.

Genau über diese Marktdynamik, den wachsenden Zweitmarkt für Windkraftanlagen und die Frage, wie Digitalisierung dabei zunehmend zur Infrastruktur der Branche wird, hat Bernd Weidmann, Gründer und CEO des Online Marktplatzes www.wind-turbine.com der Redaktion von EEAktuell ein Interview gegeben. Er ordnet darin ein, wie sich Angebot und Nachfrage durch die Repowering-Welle verschieben, was für Post-EEG-Anlagen realistisch möglich ist, und wirft auch einen Blick auf die kommende Rückbauwelle in Ländern wie Spanien und Frankreich.

Das vollständige Interview lesen Sie hier: Repowering von Windkraftanlagen: Wie sich der Windmarkt verändert

PM: WIV GmbH

PB: Wie der Zweitmarkt für Windkraftanlagen und die Frage, wie Digitalisierung dabei zunehmend zur Infrastruktur der Branche wird / ©: https://www.wiv-gmbh.de








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