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Webbasiertes Bemessungstool für Brückenkappenverankerungen

PB: Komplexität im Griff: BRIDGE-FIX berücksichtigt sämtliche relevanten Einwirkungen auf Brückenkappenverankerungen – von Wind- und Anpralllasten bis hin zu Temperaturbeanspruchungen, Kriechen und Schwinden des Betons. Das sorgt für transparente und nachvollziehbare Bemessungen nach aktuellem Normenstand. Im Bild: Teilerneuerung der Echelsbacher Brücke, Bayern / ©: fischer
Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels

fischer launcht BRIDGE-FIX

(WK-intern) – Die Planung der Brückenkappenverankerungen bei Instandsetzungen und Neubauten von Brücken zählt zu den anspruchsvollsten Aufgaben im konstruktiven Ingenieurbau.

Ingenieure müssen dabei zahlreiche direkte und indirekte Einwirkungen berücksichtigen – von Wind- und Anpralllasten über Temperaturbeanspruchungen bis hin zu Kriechen und Schwinden des Betons.

Die gute Nachricht: Mit BRIDGE-FIX bringt fischer jetzt das erste vollständig webbasierte Bemessungstool für Brückenkappenverankerungen auf den deutschen Markt und macht damit Schluss mit schreibgeschützten Excel-Dateien, Gerätebindungen und jährlichen Zugangsvergaben.

Bislang waren Brückenbauingenieure, Tragwerksplaner und weitere Beteiligte an Infrastrukturprojekten bei der Bemessung von Brückenkappenankern auf schreibgeschützte Excel-Lösungen angewiesen, die meist an einzelne Rechner gebunden sind und eine jährliche manuelle Freischaltung sowie individuelle PC-Autorisierung erfordern. Ein browserbasiertes System, das den vollständigen Bemessungsumfang für Brückenkappenverankerungen nach aktuellem Normenstand abbildet, existierte bislang nicht. Mit dem neuen FiXperience-Modul BRIDGE-FIX schließt fischer diese Marktlücke. Das vollständig webbasierte Tool ermöglicht die normgerechte Bemessung von Brückenkappenverankerungen direkt im Browser – ganz ohne Installation, Gerätebindung und aufwendige Freigabeprozesse. User können jederzeit und von jedem Endgerät auf die Anwendung zugreifen. Der Zugang erfolgt unkompliziert per Self-Service.

Die Software berücksichtigt sowohl direkte Einwirkungen wie Wind- und Anpralllasten als auch indirekte Einflüsse durch Temperaturänderungen, Kriechen und Schwinden. Sämtliche Berechnungen erfolgen transparent und nachvollziehbar auf Grundlage der DIN EN 1992-4 (bzw. gültiger ETA) sowie der weiteren relevanten europäischen Normen und Zulassungen für Zug- und Querzugbelastung.

In das Tool integriert sind die gängigen fischer Verbundankersysteme für die Verankerung der Brückenkappen in Alt- und Neubeton, typischerweise per nachträglicher Montage. Dies sind die Verbunddübel FIS V Plus, FIS EM Plus, FIS SB und FIS RC II sowie die Beton-Beton-Schubverbinder fischer Concrete Connector (FCC) in den Ausführungen FCC-H und FCC-A im Verbund mit Injektionsmörteln. Anwender erhalten nachvollziehbare Bemessungsnachweise einschließlich vollständiger Berichtsausgabe und Dokumentation. Ein weiterer Vorteil liegt in der Aktualität der Daten. Normen, Zulassungen und Berechnungsgrundlagen werden zentral gepflegt und stehen automatisch in der jeweils aktuellen Version zur Verfügung. Manuelle Updates oder Softwareinstallationen entfallen.

Mit der webbasierten Lösung richtet sich fischer insbesondere an Ingenieurbüros, Tragwerksplaner im Infrastruktur- und Brückenbau, Straßenbauverwaltungen sowie Bauunternehmen mit eigener Planungsabteilung. Gleichzeitig bietet das Tool Hochschulen und Lehrenden im konstruktiven Ingenieurbau einen praxisnahen Zugang zu aktuellen Bemessungsmethoden. „Mit dem neuen FiXperience-Modul BRIDGE-FIX digitalisieren wir einen bislang von Excel-Lösungen geprägten Bemessungsprozess. Anwender erhalten eine jederzeit verfügbare, normgerechte und transparente Lösung für die Planung von Brückenkappenverankerungen“, erklärt Dr. Erik Johannes Stehle, Head of Developement FiXperience bei fischer. „Damit setzen wir einen Meilenstein bei der Digitalisierung von Planungs- und Bemessungsprozessen im konstruktiven Ingenieurbau.“

Hintergründe der BRIDGE-FIX Lösung

Die sichere Brückenkappenverankerung ist zentraler Bestandteil moderner Infrastrukturplanung. Als seitliche Begrenzung der Fahrbahn übernehmen sie sicherheitsrelevante Funktionen – von der Verkehrsführung über die Absturzsicherung bis hin zur Befestigung von Lärm- und Windschutzwänden.
Die Berechnung dieser Ankerverbindungen ist normativ anspruchsvoll und hochkomplex. Die Bemessung muss nach DIN EN 1992-4 (bzw. gültiger ETA) auf Zug- und Querlastbeanspruchungen erfolgen. Berücksichtigt werden direkte Einwirkungen wie Anprall- und Windlasten (nach DIN EN 1991-2 und DIN EN 1991-1-4 sowie weiteren Richtlinien, Vorgaben und Normen). Daneben müssen indirekte Einflüsse in Längs- und Querrichtung einbezogen werden, wie Temperaturveränderungen (DIN EN 1991-1-5) sowie Kriechen und Schwinden des Betons (DIN EN 1992-1-1). Die Berücksichtigung dieser Einwirkungen, die maßgeblich durch Ankersteifigkeiten, Kappenquerschnitt, Brückenlänge sowie Zeit- und Materialparameter beeinflusst werden, stellt hohe Anforderungen an die Bemessung und erfordert differenzielle Gleichungsansätze entlang der Brücke. Mit dem BRIDGE-FIX steht Ingenieuren eine digitale Lösung zur Verfügung, die diese komplexen Berechnungsanforderungen bei der Bemessung von Brückenkappenankern strukturiert abbildet und die effiziente Auslegung nach geltenden Normen ermöglicht.

PM: fischerwerke GmbH & Co. KG

PB: Komplexität im Griff: BRIDGE-FIX berücksichtigt sämtliche relevanten Einwirkungen auf Brückenkappenverankerungen – von Wind- und Anpralllasten bis hin zu Temperaturbeanspruchungen, Kriechen und Schwinden des Betons. Das sorgt für transparente und nachvollziehbare Bemessungen nach aktuellem Normenstand. Im Bild: Teilerneuerung der Echelsbacher Brücke, Bayern / ©: fischer








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