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Amprion vergibt Milliardenauftrag an japanischen Partner Sumitomo


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Amprion und die Sumitomo Electric Group haben ihre Technologiepartnerschaft vertieft und einen Vertrag über die Lieferung von 525-kV-Kabeln im Wert von rund zwei Milliarden Euro unterzeichnet.

(WK-intern) – Die Gleichstrom-Kabel werden für den Rhein-Main-Link genutzt, eines der zentralen Energiewendeprojekte Europas.

Der Milliardenvertrag zwischen Amprion und Sumitomo sieht zudem vor, dass die Kabel in Deutschland gefertigt werden. Die Sumitomo Electric Power Cable (Europe) GmbH, ein neu gegründetes Unternehmen mit Sitz in Deutschland, übernimmt dabei die Projektabwicklung für das Gleichstromprojekt DC 35.

DC 35 ist ein Teil des Rhein-Main-Links und soll rund zwei Gigawatt Grünstrom von Offshore‑Windparks in der Nord- und Ostsee sowie von Onshore‑Windparks aus Norddeutschland über 530 Kilometer in die Lastzentren im Rhein‑Main‑Gebiet transportieren. Dort gibt es aufgrund der hohen Industrie- und Bevölkerungsdichte sowie der Konzentration zahlreicher Rechenzentren eine besonders starke Stromnachfrage, die tendenziell steigt. Insgesamt wird der Rhein-Main-Link voraussichtlich ab dem Jahr 2033 bis zu acht Gigawatt grünen Windstrom direkt nach Hessen bringen, wovon die Wirtschaftsregion Rhein-Main insgesamt profitiert.

Produktion bei Südkabel in Mannheim

„Der Rhein-Main-Link stärkt das Rückgrat unseres zukünftigen Netzes. Mit DC 35 leisten wir somit einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende und zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland“, sagt Dr. Hendrik Neumann, CTO der Amprion GmbH. Sumitomo Electric ist ein enger Technologiepartner von Amprion und stellt erprobte 525-kV-Gleichstrom-Kabel sowie innovative SF6-freie Kabelendverschlüsse her. Das Unternehmen plant, seine Produktionskapazitäten in Deutschland zu erweitern. „Gemeinsam schaffen wir ein widerstandsfähiges und zukunftssicheres Übertragungsnetz, sichern die Versorgung einer ganzen Region und ihrer Unternehmen mit grünem Strom und stärken zugleich die Wertschöpfung vor Ort“, betont Neumann.

Die Produktion der Stromkabel erfolgt bei Südkabel in Mannheim, einer lokalen Tochtergesellschaft von Sumitomo Electric. Hier werden 525-kV-Gleichstrom-Kabel der höchsten Leistungsklasse produziert. Die Fertigung in Deutschland und optimierte Transportwege, einschließlich Binnenschifffahrt, helfen, die CO₂‑Emissionen für DC 35 zu minimieren. Die Zubehörteile für die Gleichstromkabel werden in Japan gefertigt.

Lange und erfolgreiche Zusammenarbeit fortgesetzt

„Wir freuen uns, unseren dritten Auftrag von Amprion nach den Projekten A‑Nord und Korridor B erhalten zu haben“, sagt Masaki Shirayama, Managing Director von Sumitomo Electric. „Neben der Fertigung aller Kabel bei Südkabel in Deutschland ermöglicht uns die Gründung eines lokalen Hauses für Engineering, Procurement und Construction (EPC), unseren Kunden noch stärker integrierte, langfristige Unterstützung vor Ort zu bieten. Wir werden unsere Partnerschaft mit Amprion weiter ausbauen und zum Ausbau des deutschen Stromnetzes beitragen. Gleichzeitig werden wir unser Geschäft mit Stromkabeln in ganz Europa ausweiten, indem wir unsere Stromkabelwerke in Europa stärken – das Erdkabelwerk von Südkabel in Deutschland und das derzeit im Vereinigten Königreich im Bau befindliche Seekabelwerk“, ergänzt Shirayama.

Die neue Vergabe knüpft an eine erfolgreiche Zusammenarbeit an. Im Jahr 2020 erhielt die Sumitomo Electric Group von Amprion bereits einen Auftrag für das Gleichstrom-Projekt A‑Nord, das Emden in Norddeutschland mit Osterath westlich von Düsseldorf verbindet. 2024 schlossen die beiden Unternehmen einen Vertrag für die Gleichstromverbindung Korridor B – ein weiteres großes Energiewendeprojekt, das Wilhelmshaven und Hamm verbindet. Das Gesamtvolumen aller drei Verträge mit Sumitomo beläuft sich auf mehr als drei Milliarden Euro.

PM: Amprion GmbH








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