Werbung THG-Quote setzt wichtiges Signal für erneuerbare Kraftstoffe und heimische Energieversorgung Erneuerbare & Ökologie Ökologie Technik 30. April 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Der Landesverband Erneuerbare Energien Niedersachsen/Bremen e. V. (LEE Niedersachsen/Bremen) begrüßt die vom Deutschen Bundestag beschlossene Novelle der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) und drängt auf eine zügige und konsequente Umsetzung. (WK-intern) – Mit dem vorgesehenen ambitionierten Anstiegspfad sowie einer höheren Unterquote für erneuerbare Kraftstoffe nicht-biogenen Ursprungs werde ein wichtiges Signal für den Markthochlauf klimaschonender Kraftstoffe gesetzt. „Die lang erwartete Einigung zur THG-Quote schafft endlich mehr Klarheit für Betreiber und Investoren von Biogasanlagen. Das ist ein wichtiger Schritt, um den Hochlauf erneuerbarer Kraftstoffe voranzutreiben und dringend benötigte Investitionen anzustoßen“, erklärt Silke Weyberg, Geschäftsführerin des LEE Niedersachsen/Bremen. Impuls für regionale Wertschöpfung und Versorgungssicherheit Aus Sicht des Verbandes stärkt die neue THG-Quote nicht nur den Klimaschutz, sondern auch die regionale Wirtschaft und die Versorgungssicherheit. Der Aufbau neuer Wertschöpfungsketten – von der Produktion über die Infrastruktur bis hin zu Anwendungen im Verkehr und in der Industrie – könne insbesondere in ländlichen Räumen erhebliche wirtschaftliche Potenziale erschließen. „Erneuerbare Kraftstoffe aus heimischer Produktion sichern Wertschöpfung vor Ort, reduzieren die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten und stärken die Energiesouveränität Deutschlands in geopolitisch angespannten Zeiten“, so Weyberg weiter. Niedersachsen nimmt Schlüsselrolle bei Biogas und Biomethan ein Insbesondere für Niedersachsen sei die THG-Quote von besonderer Bedeutung. Das Land zählt bundesweit zu den Spitzenreitern bei der Erzeugung von Biogas und hat die höchste installierte Leistung aller Bundesländer. Keine andere Region hat eine höhere Kapazität zur Erzeugung Erneuerbarer Energie aus Biogas. Zugleich hat die Bedeutung von Biomethan in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Sowohl die Zahl der Biomethaneinspeiseanlagen als auch die Einspeisekapazitäten sind kontinuierlich gewachsen. Mittlerweile verfügen 45 Biogasanlagen in Niedersachsen über einen Gasnetzzugang, und die Tendenz ist weiter steigend. Weitere politische Maßnahmen erforderlich Der LEE Niedersachsen/Bremen fordert jedoch auch ergänzende politische Maßnahmen, um den Einsatz von erneuerbaren Kraftstoffen wie Bio-LNG und Bio-CNG dauerhaft wirtschaftlich zu machen. Dazu würden insbesondere die Anerkennung als klimaschonende Kraftstoffe auch bei der Maut sowie den EU-Flottendurchschnittsregeln zählen. „Mit den richtigen Rahmenbedingungen bleiben erneuerbare Alternativen wettbewerbsfähig gegenüber fossilem Diesel und der Markt kann nachhaltig wachsen“, betont Weyberg. „Ebenso entscheidend bleibt eine wirksame Betrugsprävention, damit die THG-Quote ihre Funktion als vertrauenswürdiges und wirksames Klimaschutzinstrument erfüllen kann.“ Klare Strategie und Investitionssicherheit notwendig Der LEE Niedersachsen/Bremen sieht die Vorreiterrolle Deutschlands im Bereich Biogas und Biomethan derzeit als gefährdet an. Während viele europäische Staaten bereits nationale Strategien für diese Bereiche entwickelt haben, fehlt in Deutschland weiterhin ein klarer und langfristiger politischer Rahmen. Vor diesem Hintergrund bewertet der Verband auch die von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche vorgelegten Gesetzesentwürfe kritisch. Diese seien teilweise nicht aufeinander abgestimmt, in Teilen sogar widersprüchlich und ließen keine klare strategische Linie erkennen. Insbesondere kritisiert der LEE Niedersachsen/Bremen die im Entwurf des neuen Energiewirtschaftsgesetzes vorgesehene Einspeisesicherheit von lediglich zehn Jahren für neue Gasnetzanschlüsse als unzureichend, um die Finanzierung von Investitionen sicherzustellen. „Auch die Gasnetzzugangsverordnung und das Energiewirtschaftsgesetz müssen jetzt konsequent auf Investitions- und Planungssicherheit ausgerichtet werden. Nur so können die vorhandenen Potenziale von Biogas und Biomethan für Klimaschutz, Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung tatsächlich genutzt werden“, so Weyberg abschließend. PM: Landesverband Erneuerbare Energien Niedersachsen|Bremen e.V. PB: Logo_LEE_Niedersachsen-Bremen Weitere Beiträge:Phoenix Contact - Sonnenstrom effizient nutzen mit neuem PV-ÜberwachungssystemTransnetBW verstärkt StromnetzWie sich die regulatorischen und energiepolitischen Rahmenbedingungen auswirken