Werbung BSW: Speicher bei Kraftwerksauktionen nicht benachteiligen Erneuerbare & Ökologie Solarenergie Technik Windenergie 16. April 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Eine Mehrheit der Bevölkerung setzt beim Ausgleich von Ökostrom-Schwankungen auf Batteriespeicher. (WK-intern) – Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov Ende März im Auftrag des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) durchgeführt hat. Die Interessenvertretung der Solar- und Speicherbranche appelliert an die Bundesregierung, Speicherlösungen bei den anstehenden Auktionen zur Kraftwerksstrategie gleichberechtigt zu berücksichtigen. Die Produktion von Solar- und Windstrom unterliegt witterungsbedingten Schwankungen. Auch wenn sie sich meist gut ergänzen, gibt es windstille und sonnenarme Zeiten, die von weniger dargebotsabhängigen Energieformen und Technologien überbrückt werden müssen. In der Umfrage unter 2.190 Wahlberechtigten rangierten bei den Antworten auf die Frage, wie diese Schwankungen in Deutschland in Zukunft verstärkt ausgeglichen werden sollen, Batteriespeicher mit 42 Prozent an erster Stelle und mit großem Abstand deutlich vor Erdgaskraftwerken (17%). Ebenfalls relativ hohen Zuspruch erfuhren Biomassekraftwerke (32%) und Wasserstoff-Gaskraftwerke (31%). Mehrfachnennungen waren möglich. Zu den Ergebnissen der Umfrage erklärte der Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar Carsten Körnig: „Batteriespeicher sind ein zentraler Baustein für ein kosteneffizientes, resilientes und klimaneutrales Energiesystem. Gegenüber neuen Erdgaskraftwerken bieten sie entscheidende Vorteile: Sie sind innerhalb kürzester Zeit verfügbar, vermeiden direkte CO₂-Emissionen im Betrieb und senken Systemkosten, indem sie erneuerbare Energien effizient integrieren und Netzengpässe reduzieren. Zudem reagieren sie in Sekundenbruchteilen auf Netzschwankungen und stellen kostengünstiger als Gaskraftwerke und in größeren Mengen Momentanreserve bereit und erhöhen damit die Systemstabilität und die Versorgungssicherheit deutlich schneller und präziser als konventionelle Kraftwerke.“ Ein übermäßiger Ausbau von Erdgaskraftwerken würde nach Auffassung des BSW-Solar hingegen das Risiko langfristiger fossiler Lock-in-Effekte bergen sowie hohe Preisrisiken durch volatile Brennstoffkosten und zusätzliche Abhängigkeiten von Energieimporten. Die Bevorzugung von Erdgaskraftwerken gegenüber Batteriespeichern würde zu unnötig hohen Subventionen für die Reservekraftwerke führen und den Strom für Verbraucher verteuern, anstatt die Lücken mit günstig gespeichertem Strom aus Sonne und Wind zu füllen. „Bei der Ausschreibung von flexibler Kraftwerkskapazität erwarten wir faire Wettbewerbsbedingungen, in denen sich die effizientesten und zukunftsfähigsten Technologien durchsetzen können. Batteriespeicher gezielt zu benachteiligen würde hingegen sowohl den Klimazielen als auch den ökonomischen und systemischen Anforderungen der Energiewende widersprechen“, so Körnig. Die EU-Kommission hatte die deutsche Kraftwerksstrategie im Grundsatz freigegeben, allerdings unter der Bedingung, dass die geplanten zwölf Gigawatt an neuer Kraftwerkskapazität wettbewerblich und diskriminierungsfrei ausgeschrieben wird. PM: Bundesverband Solarwirtschaft e. V. PB: Carsten Körnig Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) Weitere Beiträge:Waldschützer formen gigantisches WindradKapazitätsreserve soll Versorgungssicherheit auch bei unerwarteten Extremsituationen gewährleisten5. Deutscher Elektro-Mobilkongress