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Erdkabeltrasse für Windstrom, ALSH führt archäologische Untersuchungen durch

PB: Das ALSH führt die Untersuchungen durch und wird dabei durch eine von Amprion beauftragte Bau-Arbeitsgemeinschaft unterstützt. / ©: Amprion
Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels

Korridor B: Archäologische Untersuchungen in Schleswig-Holstein

(WK-intern) – Ab 2029 baut Amprion die Erdkabeltrasse Korridor B. Bereits vor der Baumaßnahme sind archäologische Untersuchungen in ausgewählten Verdachtsbereichen erforderlich, diese hat das Archäologische Landesamt Schleswig-Holstein (ALSH) im Vorfeld festgelegt.

Im März 2026 starten die Arbeiten im Kreis Dithmarschen und werden im Sommer im Kreis Steinburg fortgesetzt.

Das ALSH führt die Untersuchungen durch und wird dabei durch eine von Amprion beauftragte Bau-Arbeitsgemeinschaft unterstützt. Von den durchgehenden Untersuchungen im Geest-Bereich sind im Kreis Dithmarschen die Gemeinden Lieth, Hemmingstedt und Epenwöhrden auf einer Streckenlänge von rund 16 Kilometern betroffen. Der Start der archäologischen Arbeiten ist für Mitte/Ende März 2026 terminiert, richtet sich aber nach den aktuellen Witterungsbedingungen. In den oben genannten Gemeinden sind Voruntersuchung geplant, für die zwei Suchschnitte innerhalb der geplanten Trasse angelegt werden. Dazu wird der Oberboden in 2 m Breite abgetragen, die Suchschnitte gehen ca. 0,5 m tief. Der Oberboden wird längsseits des Schnittes gelagert.

Zusätzlich werden weitere Teilflächen im Marsch-Bereich des Kreises Steinburg (Ecklak, Landscheide, St. Margarethen, Brokdorf, Dammfleth, Wewelsfleth) und des Kreises Dithmarschen (Wöhrden, Meldorf und Kuden) untersucht. Die archäologischen Arbeiten sind dort ab Anfang August 2026 eingeplant. Im Laufe des Sommers 2026 sollen im Bereich der Geest im Kreis Dithmarschen die Gemeinden Bargenstedt, Nindorf, Krumstedt, Süderhastedt, Frestedt, Großenrade, Quickborn, Brickeln und Buchholz durchgehenden Untersuchungen auf einer Streckenlänge von rund 16 Kilometern vorgenommen werden. In den oben genannten Gemeinden ist ein Untersuchungsstreifen von ca. 20 m Breite vorgesehen. Der Oberboden wird dazu bis ca. 0,5 m abgetragen. Mit Lagerung der Bodenmiete wird eine Fläche von insgesamt maximal 40 m benötigt.

Die archäologischen Voruntersuchungen sind erforderlich, um kulturgeschichtlich bedeutsame Objekte und Strukturen in den Bereichen zu identifizieren, in denen Amprion die Erdkabeltrasse Korridor B realisieren möchte. Die Voruntersuchungen verursachen einen Eingriff in den Boden, daher hat Amprion die betroffenen Flurstückeigentümer im Vorfeld über die Maßnahmen informiert. Die archäologischen Vorarbeiten erfolgen auf Grundlage des § 44 im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG).

Im Anhang finden Sie beispielhafte Bilder des ALSH. Die Bilder der Abbildung 3 sind im Zuge archäologischen Voruntersuchungen für die Erdgastransportleitung -ETL180 – zwischen dem LNG-Terminal im Hafengebiet vom Brunsbüttel im Kreis Dithmarschen und dem Anschlusspunkt an die bestehende Leitung 126/9198 in der Gemeinde Hetlingen im Kreis Pinneberg entstanden. Das Bild der Abbildung 4 entstand im Zuge der archäologischen Baubegleitung für die Erdgastransportleitung -ETL179 – zwischen Fockbek im Kreis Rendsburg-Eckernförde und Ellund im Kreis Schleswig-Flensburg.

Das Gleichstromprojekt Korridor B
Korridor B umfasst die Leitungsbauvorhaben Heide/West – Polsum (Nr. 48) und Wilhelmshaven – Hamm (Nr. 49). Sie sind seit 2021 im Bundesbedarfsplangesetz (BBPlG) verankert. Die Vorhaben werden in Höchstspannungs-Gleichstrom-Technologie als Erdkabel mit einer Spannung von 525 Kilovolt umgesetzt. Die Übertragungskapazität beträgt insgesamt vier Gigawatt elektrische Leistung (zuzüglich Leerrohrsysteme). Korridor B kann damit den Bedarf von etwa vier Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen aus klimafreundlich gewonnenem Strom von den Küstenregionen decken. Die Entfernung zwischen den Netzverknüpfungspunkten Heide/West und Polsum beträgt rund 440 Kilometer. Die Netzverknüpfungspunkte Wilhelmshaven und Hamm sind rund 270 Kilometer voneinander entfernt. Korridor B verläuft durch Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen.

Amprion verbindet
Die Amprion GmbH ist einer von vier Übertragungsnetzbetreibern in Deutschland. Unser 11.000 Kilometer langes Höchstspannungsnetz transportiert Strom in einem Gebiet von der Nordsee bis zu den Alpen. Dort wird ein Drittel der Wirtschaftsleistung Deutschlands erzeugt. Unsere Leitungen sind Lebensadern der Gesellschaft: Sie sichern Arbeitsplätze und Lebensqualität von 29 Millionen Menschen. Wir halten das Netz stabil und sicher – und bereiten den Weg für ein klimaneutrales Energiesystem, indem wir unser Netz ausbauen. Mehr als 3.100 Beschäftigte in Dortmund und an mehr als 30 weiteren Standorten tragen dazu bei, dass die Lichter immer leuchten. Zudem übernehmen wir übergreifende Aufgaben für die Verbundnetze in Deutschland und Europa.

PM: Amprion

PB: Das ALSH führt die Untersuchungen durch und wird dabei durch eine von Amprion beauftragte Bau-Arbeitsgemeinschaft unterstützt. / ©: Amprion








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