Werbung Angekündigte Verkleinerung des Tagebaues Reichwalde muss schnellstmöglich verbindlich werden Erneuerbare & Ökologie Mitteilungen Ökologie 12. Januar 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels verkehrs- und strukturpolitischer Befreiungsschlag (WK-intern) – Das Umweltnetzwerk GRÜNE LIGA begrüßt, dass Presseberichten zufolge die LEAG auf die Umverlegung der Lausitzbahn für den Tagebau Reichwalde verzichtet. Die entsprechende Verkleinerung des Tagebaues hat die LEAG laut einem Bericht der Lausitzer Rundschau dem Bürgermeister von Weißkeißel mitgeteilt, der sie am Freitag auf dem Neujahrsempfang der Gemeinde verkündete. „Einer solche Entscheidung des Unternehmens braucht schnellstmöglich Verbindlichkeit. Dazu muss der Rahmenbetriebsplan für den Tagebau Reichwalde angepasst werden. Auch die Bergbaufolgelandschaft ändert sich deutlich, wenn der Restsee an einer anderen Stelle entsteht. Die Planungen dazu sind transparent unter Beteiligung der Öffentlichkeit zu führen, sie sind keine Privatsache der LEAG.“ kommentiert René Schuster, Tagebauexperte der GRÜNEN LIGA. Zur Modernisierung der Lausitzbahn, kann zwar nun nicht mehr die LEAG als Verursacher herangezogen werden, die Entscheidung ist dennoch zu begrüßen, so Schuster: „Es ist verkehrs- und strukturpolitisch ein Befreiungsschlag, dass die Lausitzbahn nicht mehr durch einen Umweg verlängert werden soll. Die Zweigleisigkeit und der Umbau des Bahnhofes Schleife müssen trotzdem kommen. Im Unterschied zu vielen mit den Strukturmilliarden geförderten Projekten geht es beim Wegfall der LEAG-Anteils tatsächlich mal um Folgen eines früheren Endes der Kohleförderung.“ Der Tagebau Reichwalde wird auf Grundlage eine Braunkohlenplanes und eines Rahmenbetriebsplanes geführt, die schon Anfang der 1990er Jahre zugelassen und nie an das Kohleausstiegsgesetz angepasst wurden. Seine Kohle wird wegen geringerer Qualität nur gemischt mit der Kohle aus den Tagebauen Nochten und Welzow-Süd verwendet. Der Absatz von Kohlestrom war zuletzt auch deutlich hinter den Planungen des Jahres 2021 zurückgeblieben. LINKs: Artikel der Lausitzer Rundschau (Bezahlschranke) https://www.lr-online.de/lausitz/weisswasser/bahn-bei-weisswasser-weisskeissel-jubelt-ueber-entscheidung-der-leag-78566917.html LEAG-Kraftwerke trotz Winter nicht am Netz?!?!: https://www.kein-tagebau.de/index.php/de/themen/energiepolitik/1032-die-realitaet-hat-das-kohleausstiegsgesetz-ueberholt PM: Umweltgruppe Cottbus e.V. Weitere Beiträge:Energie sparen und überwachenAgora Energiewende kritisiert Fehlentwicklungen bei StromnetzentgelteKonjunkturpaket: 50 Milliarden explizit für Zukunftstechnologien und Klimaschutz