Werbung BESS Speichererlöse Tool auf der Windmesse, WindEnergy Hamburg 2026 Finanzierungen Techniken-Windkraft Windenergie Windparks Wirtschaft 24. September 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Neue Funktion: wind-turbine.com berechnet BESS-Speichererlöse für einzelne WEA (WK-intern) – Die Windindustrie-Plattform wind-turbine.com hat ihre Windkraftanlagen-Karte und ihr Betreiberverzeichnis um die Funktion „Speichererlöse“ erweitert. Für jede Anlage in der Karte schätzt sie, welche jährlichen Erlöse ein zusätzlicher Batteriespeicher am Standort erzielen könnte, und weist das Ergebnis als Korridor in Euro aus. Die Berechnungen stammen vom Berliner Unternehmen Re-Twin Energy, einem Anbieter von Revenue Analytics und Digital-Twin-Simulationen für Batteriespeicher. Die Funktion läuft als Beta. Negative Preise setzen Betreiber unter Druck Im Jahr 2025 lag der Börsenstrompreis in Deutschland nach Angaben der Bundesnetzagentur in 573 Stunden im negativen Bereich, nach 457 Stunden im Vorjahr. Für Windparkbetreiber gewinnt die Entwicklung durch das Solarspitzengesetz an Gewicht: Anlagen, die seit dem 25. Februar 2025 in Betrieb gehen und ihren Zuschlag nicht vor diesem Stichtag erhalten hatten, verlieren die Marktprämie ab der ersten Stunde mit negativem Preis. Für Bestandsanlagen gelten je nach Inbetriebnahmejahr Schwellen von mehreren zusammenhängenden Negativstunden. Ein Batteriespeicher am Standort verschiebt die Vermarktung in erlösstärkere Zeitfenster. Ob sich eine solche Erweiterung an einem bestimmten Standort rechnet, ermittelten Betreiber bislang über eigene Modelle oder beauftragte Gutachten. Die neue Funktion liefert dafür eine erste Größenordnung. Drei Rechenschritte bis zum Erlöskorridor Die Funktion ist über den Button „Speichererlöse“ im Steckbrief jeder Anlage erreichbar. Das System führt zunächst Standort- und Leistungsdaten der Anlage zu einem Speicher-Szenario zusammen. Ein KI-gestütztes Analysemodell bewertet anschließend Markt-, Netz- und Betriebsannahmen für verschiedene Speicherstrategien. Die Simulationsergebnisse verdichtet das Tool zu einer jährlichen Bandbreite mit Mittelwert. bess-speichererloes-check-ergebnis Für eine Nordex N117 mit 3,6 MW Nennleistung in Mecklenburg-Vorpommern weist die Funktion beispielsweise 115.467 bis 138.600 Euro pro Jahr aus, im Mittel rund 127.000 Euro. Unter- und Obergrenze liegen damit etwa 20 Prozent auseinander. bess-speichererloes-check-ergebnis Die Breite der Spanne als Unsicherheitsmaß Die Breite des Korridors spiegelt die Unsicherheit der Annahmen wider. Als Einflussfaktoren nennt die Plattform Marktbedingungen, Windaufkommen, Größe und C-Rate des Speichers, Netzrestriktionen sowie die Betriebsweise der Batterie. Eine enge Spanne wie im Beispiel spricht für eine belastbare erste Einschätzung am Standort. Der Korridor beziffert Erlöse vor Kosten. Investitions- und Betriebskosten des Speichers sowie dessen Dimensionierung fließen erst in eine detaillierte Analyse ein, die Nutzer direkt aus dem Ergebnis heraus anfragen können. In der Anwendung von Re-Twin lassen sich dafür unter anderem Speichergröße, C-Rate und Degradation, Marktteilnahme und Erlösströme, Netz- und Anschlussrestriktionen, CAPEX und OPEX sowie Betriebsstrategie und Risikoannahmen konfigurieren. Digitaler Zwilling für Co-Location-Projekte Re-Twin Energy bildet Batteriespeicherprojekte als digitalen Zwilling ab und simuliert sie mit realen Marktdaten, auch in Co-Location mit Windenergieanlagen. Für wind-turbine.com hat das Unternehmen verschiedene Projekt- und Marktszenarien analysiert, um abzuschätzen, wie ein Speichersystem den Wert einer Windkraftanlage steigern kann. Die Ergebnisse sind modellbasierte Szenarien. Die tatsächlichen Erlöse eines Speichers hängen von Dimensionierung, Vermarktung und Marktentwicklung ab. Relevant für Bestand, Neubau und Repowering wind-turbine.com zielt mit der Funktion auf Betreiber von Bestandsparks, auf Investoren, die Parks prüfen, sowie auf Planer von Neu- und Repowering-Projekten. „Batteriespeicher werden für Windparkbetreiber zunehmend zu einem wichtigen Baustein, um Strom flexibler zu vermarkten und zusätzliche Erlöspotenziale zu erschließen. Deshalb simulieren wir für jede Windkraftanlage auf unserer Karte auf Knopfdruck, welche Speichererlöse grundsätzlich möglich sein können. Das ist sowohl für bestehende Windparks als auch für neue Projekte und Repowering-Vorhaben interessant: Strom kann dann gespeichert werden, wenn die Vermarktungsbedingungen ungünstig sind, und zu attraktiveren Zeitpunkten wieder in den Markt gebracht werden. Mit diesem Tool möchten wir Betreibern eine schnelle erste Orientierung geben, ob sich die nähere Beschäftigung mit einem BESS am jeweiligen Standort wirtschaftlich lohnen könnte“, sagt Bernd Weidmann, CEO von wind-turbine.com. Die Funktion „Speichererlöse“ ist über den Anlagen-Steckbrief in der Windkraftanlagen-Karte unter https://www.wind-turbine.com/tools/wkamap sowie im Betreiberverzeichnis unter https://www.wind-turbine.com/anlagenbetreiber abrufbar. PM: Wind-Turbine.com PB: Speichererloes-Berechnung / wind-turbine.com Weitere Beiträge:Energieversorgungsstrukturen mit aktivierbaren Flexibilitätenjuwi startet Windpark Lauda-Königshofen und präsentiert ihre Projekte auf der Husum WindBaustart des Windparks Baranow-Rychtal in Polen mit 11 Nordex Windenergieanlagen