Werbung Den Schutz unserer Küsten müssen wir an die Herausforderungen des Klimawandels anpassen Behörden-Mitteilungen Ökologie Technik 23. September 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Küstenschutzminister Tobias Goldschmidt eröffnet die Deichverstärkung Eiderdamm Nord (WK-intern) – Küstenschutzminister Tobias Goldschmidt eröffnete heute die Deichverstärkung Eiderdamm Nord bei Tönning. Um die Westküste Schleswig-Holsteins in Zeiten steigender Meeresspiegel vor Sturmfluten und Überflutungen zu schützen, wurde der Eiderdamm Nord in den vergangenen vier Jahren verstärkt und auf das Schutzniveau eines Klimadeichs ausgebaut. „Der Klimawandel ist real und seine Folgen sind unübersehbar. Der Meeresspiegel ist gestiegen und Sturmfluten treffen uns immer häufiger. Den Schutz unserer Küsten müssen wir an diese Herausforderungen anpassen. Der Eiderdamm Nord schützt eine Fläche von 5.000 Hektar und Sachwerte in Höhe von rund 175 Millionen Euro. Mit der Verstärkung hat die gesamte Region an Sicherheit dazu gewonnen“, sagte Minister Goldschmidt im Rahmen der Eröffnung. Seit seiner Erstellung vor 53 Jahren hat der Eiderdamm Nord vielen Sturmfluten getrotzt. Die ständig einwirkenden Belastungen durch Wind und Wellen sind jedoch nicht ohne Folgen geblieben. Die gesamte Deichoberfläche zeichnete Risse an den Quer- und Längsfugen auf, sodass Sand ausgetragen wurde und der Deich über die Jahre abgesackt ist. Aus diesem Grund wurde der Landesschutzdeich auf einer Gesamtlänge von 3,85 Kilometern zu einem modernen Klimadeich mit einer durchgehenden Höhe von 9 Meter Normalhöhennull (NHN) ausgebaut. Klimadeiche besitzen die baulichen Voraussetzungen, um durch weitere Deichverstärkungsarbeiten einen zusätzlichen Meeresspiegelanstieg auszugleichen. Am Eiderdamm Nord erfolgt die Baureserve nicht wie üblich mit einer Kappe, sondern durch die Anordnung höherer Störsteine bzw. Wellenabweiser an der Deichkrone. Weitere Informationen zu den Kosten und der Finanzierung: Die Gesamtkosten für die Deichverstärkung am Eiderdamm Nord betragen rund 30 Millionen Euro. Die Finanzierung der Küstenschutzmaßnahme erfolgte aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) sowie aus EU-Mitteln im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER). PM: MEKUN Den Schutz unserer Küsten müssen wir an die Herausforderungen des Klimawandels anpassen / Foto: HB Weitere Beiträge:AdR fordert mehr öffentliche und private Unterstützung für die MeeresenergieV20 und G7 einigen sich auf KlimakatastrophenfinanzierungNeue Technik: Kohlendioxidemissionen in der Düngemittelproduktion reduzieren