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Forderungsempfehlung der IG Metall Küste: Kostendisziplin statt Arbeitsplatzabwanderung

Tarifrunde
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Die IG Metall Küste empfiehlt für die bevorstehenden Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie eine Forderung von fünf Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

  • Zuvorderst muss endlich eine Ausgabendisziplin der Bundesregierung und Landesregierungen eingehalten werden
  • Schuldenexpolsionen, die als Sondervermögen bezeichnet werden und das ganze Land in einen Kreditberg verwandeln der unsere Zukunft schon verspeist hat müssen rückgängig gemacht werden
  • Wir brauchen endlich wieder bezahlbare Energien ohne künstliche Förderung auf markwirtschaftlicher Basis für atraktive Standorte und gesicherte Arbeitsplätze

(WK-intern) – Außerdem soll es eine tarifliche Gewinnbeteiligung für prosperierende Betriebe und eine soziale Komponente für einkommensschwächere Beschäftigte geben.

„Das ist in Summe überhaupt kein geeignetes Signal, um die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland und die fortdauernde Abwärtsspirale zu bremsen.

Der Industriestandort bei uns im Norden und auch im gesamten Land kann nur zukunftsfest gemacht werden, wenn die Arbeitskosten spürbar und nachhaltig sinken“, kommentiert Lena Ströbele, Verhandlungsführerin des Arbeitgeberverbandes NORDMETALL. Dies gelte für die derzeit prosperierenden Branchen genauso wie für die ums Überleben kämpfenden Industriezweige. „Auch volle Auftragsbücher sind kein Garant für zukunftsfeste Arbeitsplätze. Denn wohin die Aufträge am Ende vergeben werden, entscheidet der interne Standortwettbewerb, basierend auf dem externen Kostendruck. Und in dem schneiden ausländische Fertigungs- und Arbeitsstätten oft besser ab.“

Zuletzt habe jedes vierte Unternehmen geplant, Produktion ins Ausland zu verlagern. Die Abwanderung bleibe zudem nicht auf die Fertigung beschränkt; inzwischen seien auch Forschung und Entwicklung andernorts deutlich rentabler. Eine Gewinnbeteiligung werde von den Unternehmen ausgelobt, wenn die Situation dies ermögliche. Ein Tarifvertrag regle dagegen Mindestbedingungen und sei daher der falsche Ort für einen zusätzlichen Einkommensbonus.

„Dass die Forderung niedriger ausgefallen ist als in der vorigen Tarifrunde, ist immerhin ein erstes Zeichen, dass die IG Metall ihre Augen nicht ganz vor den wirtschaftlichen Realitäten verschließt. Das stimmt uns etwas zuversichtlicher für den Auftakt der Gespräche am 8. Oktober in Hamburg. Gleichwohl stehen uns sehr harte Verhandlungen bevor, denn auch im Norden ringen viele Unternehmen um ihre Zukunft“, so Ströbele, die zudem Geschäftsführerin der Lürssen Maritime Beteiligungen GmbH & Co. KG ist.

Das Ziel sei eine zügige und tragfähige Lösung für Beschäftigte und Betriebe, die die Zukunftsfähigkeit der Betriebe nicht weiter belaste, sondern Arbeitsplätze sichere. „Dafür braucht es jetzt schnell einen offenen, ehrlichen und lösungsorientierten Dialog, der nicht auf Eskalation zielt, sondern auf Antworten, Verbindlichkeit und Lösungen.“

Hinweis:

Am 25. September wird die IG Metall Küste gegen 11 Uhr ihre Forderung im Rahmen einer Kundgebung vor dem Haus der Wirtschaft, Kapstadtring 10, in Hamburg offiziell an NORDMETALL übergeben. Für Statements steht Dr. Peter Schlaffke, stellvertretender Hauptgeschäftsführer von NORDMETALL e. V., im Anschluss gern zur Verfügung. Bitte melden Sie sich bei Interesse an – per Mail an presse@nordmetall.de.

PM: NORDMETALL Verband der Metall- und Elektroindustrie e.V.  

PB: Darum geht es in der Tarifrunde: Die Metall- und Elektro-Industrie steckt in der längsten Krise seit Gründung der Bundesrepublik. Die Produktion liegt 15 Prozent unter dem Vorkrisenniveau, seitdem sind bereits 340.000 Jobs weggefallen. Und diese Entwicklung geht ungebremst weiter: Jeden Monat brechen 10.000 weitere Stellen weg. 2026 droht das dritte Rezessionsjahr nacheinander für M+E zu werden.
Der Grund: Die Kosten sind zu hoch. Viele Unternehmen können in Deutschland nicht mehr rentabel wirtschaften. Sie schreiben Verluste oder verzeichnen nur Mini-Renditen. Energie, Bürokratie, Steuern und Abgaben sowie der Faktor Arbeit machen den Standort Deutschland zu teuer, um im weltweiten Wettbewerb mithalten zu können. Anderswo sind die Rahmenbedingungen oft eindeutig günstiger. / ©: NORDMETALL Verband der Metall- und Elektroindustrie e.V.  








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