Werbung BWO: Indexierung kann Offshore-Windprojekte um bis zu 4,4 Milliarden Euro entlasten Finanzierungen Offshore Windenergie Windparks Wirtschaft 21. September 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Frontier-Analyse: Indexierung kann Offshore-Windprojekte bis 2030 um 4,4 Milliarden Euro entlasten (WK-intern) – Für die Offshore-Wind-Ausschreibungen im Jahr 2027 kann eine Indexierung die Kosten um bis zu 440 Millionen Euro je ausgeschriebenem Gigawatt (GW) senken. Für die vier GW der für 2027 geplanten Ausschreibungen ergibt sich damit ein mögliches Kostensenkungspotenzial von bis zu rund zwei Milliarden Euro über die Betriebszeit der Projekte. Bis 2030 sind bei einem Ausschreibungsvolumen von neun GW Offshore-Wind Kostensenkungen von bis zu 4,4 Milliarden Euro möglich. Der Verband fordert, den Indexierungs-Prüfauftrag der Bundesregierung im parlamentarischen Verfahren in eine konkrete Regelung zu überführen. Die Indexierung der Strike-Preise für die nächsten Offshore-Wind-Ausschreibungen mit Contract for Difference (CfD) in Deutschland führt zu deutlich geringeren Projektkosten. Das zeigt eine neue Kurzanalyse von Frontier Economics im Auftrag des Bundesverbands Windenergie Offshore (BWO). Für die bis 2030 vorgesehenen neun GW summiert sich das Potenzial auf bis zu 4,4 Milliarden Euro. Der am 2. September vom Bundeskabinett verabschiedete Entwurf zur Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetz (WindSeeG) sieht die Einführung von Contracts for Difference (CfD) für Offshore-Wind vor, bislang jedoch ohne Indexierung der Strike-Preise. Gleichzeitig prüft die Bundesregierung eine Indexierung für die Planungs- und Bauphase. Bis zu zwei Milliarden Euro Kostensenkung bei Ausschreibungen 2027 „Die Analyse zeigt, welchen wirtschaftlichen Hebel eine wirksame Indexierung hat. Die richtige Indexierung kann die Kosten der Ausschreibungen 2027 allein um bis zu zwei Milliarden Euro senken. Bis 2030 kann die Branche durch geringere Risikoaufschläge über vier Milliarden Euro einsparen. Mit diesem Werkzeug erhöhen wir spürbar die Realisierung von Offshore-Windparks, schaffen Planungssicherheit für die Wertschöpfungskette und machen den deutschen Offshore-Wind-Markt attraktiv für Investoren. Der Prüfauftrag der Bundesregierung muss im parlamentarischen Verfahren in eine konkrete Regelung münden“, sagt BWO-Geschäftsführer Stefan Thimm. Indexierung reduziert Kostenrisiken vor der Inbetriebnahme Nach den Berechnungen von Frontier Economics könnten die gewichteten Kapitalkosten eines Offshore-Windprojekts durch eine Indexierung um 0,32 bis 0,64 Prozentpunkte sinken. Daraus ergibt sich in der Modellrechnung eine Reduktion der Stromgestehungskosten um rund 2,2 bis 4,3 Euro je Megawattstunde. Die Berechnung basiert auf der Annahme, dass die Indexierung Kostenrisiken reduziert und dadurch Risikoaufschläge bei Eigen- und Fremdkapital sinken. Die von Frontier Economics ausgewiesenen bis zu 4,4 Milliarden Euro beziehen sich auf mögliche Kostensenkungen bei den bis 2030 auszuschreibenden Offshore-Windprojekten über deren Betriebszeit. Sie sind keine unmittelbare Einsparung für den Bundeshaushalt. Die Analyse berücksichtigt nicht die Kosten einer möglichen Risikoübernahme durch den Staat. Frontier Economics weist zugleich darauf hin, dass diese aufgrund der günstigeren Finanzierungsmöglichkeiten des Staates geringer ausfallen könnten als die entsprechenden Kosten für die Projektentwickler. BWO fordert Indexierung und CfD-Only-Modell Mit dem im Gesetzentwurf vorgesehenen Zwei-Stufen-Modell würde Deutschland beim Ausschreibungsdesign im europäischen Vergleich einen Sonderweg gehen. Im europäischen Ausland kommen bereits CfD-only-Modelle mit unterschiedlichen Formen der Indexierung zum Einsatz. Der BWO spricht sich deshalb für ein CfD-Only-Modell mit indexierten Strike-Preisen aus. Die Indexierung soll die Kostenrisiken zwischen Ausschreibung und Inbetriebnahme sachgerecht abbilden und damit die Investitionsbedingungen für den deutschen Offshore-Windmarkt im internationalen Wettbewerb verbessern. Über den BWO Der Bundesverband Windenergie Offshore e.V. (BWO) ist die politische Interessenvertretung der Offshore-Wind-Branche in Deutschland. Wir bündeln die fachliche Expertise der Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von den Herstellern über die Entwickler und Betreiber bis hin zu den Dienstleistern der Offshore-Windenergie. Für Politik und Behörden auf Bundes- und Landesebene ist der BWO zentraler Ansprechpartner zu allen Fragen der Windenergie auf See. PM: BWO PB: Indexierung kann Offshore-Windprojekte um bis zu 4,4 Milliarden Euro entlasten / ©: BWO Weitere Beiträge:Hochsauerlandkreis hat die Genehmigung erteilt in Marsberg 27 Windräder aufzustellenDie Nordex Group erzielt weltweit einen Auftragseingang von 1,2 GW im ersten Quartal 2022KfW IPEX-Bank beteiligt sich an Finanzierung für ukrainischen Windpark