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Verbände wollen Bundeskanzler tatsächlich noch beim Wort nehmen

PB: Die neue Gemeinschaftsaufgabe für Wahrheit, mehr Verlässlichkeit und Klarheit
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Rekord-Hitze, Rekord-Versäumnisse: Verbände nehmen Bundeskanzler Merz beim Wort

(WK-intern) – Breites Bündnis fordert vor dem Kanzleramt: „Klimaschutz und Klimaanpassung JETZT!

Mit einer gemeinsamen Hitze-Aktion haben heute zahlreiche Umwelt-, Sozial-, Wohlfahrts-, Gewerkschafts-, Kirchen-, Jugend- und zivilgesellschaftliche Organisationen vor dem Kanzleramt Bundeskanzler Friedrich Merz und die Bundesregierung zum Handeln aufgefordert.

Auf ihrem fünf Meter langen Banner steht eine klare Botschaft: „Kanzler Merz, wir nehmen Sie beim Wort: Klimaschutz und Klimaanpassung JETZT!“.

Nach einem weiteren Rekord-Hitzesommer mit tausenden hitzebedingten Todesfällen fordert das Bündnis konkrete politische Konsequenzen: mehr und ambitionierteren Klimaschutz – und zwar heute, nicht morgen –, besseren Schutz vor Hitze und Extremwetter sowie eine verlässliche Finanzierung von Klimaanpassung und Naturschutz. Besonders betroffen von extremer Hitze sind vulnerable Menschen, darunter ältere Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen oder Behinderungen sowie Menschen, die im Freien arbeiten. Sie brauchen besonderen Schutz und verlässliche Unterstützung.

Das Bündnis erklärt: „Die Klimakrise ist längst Realität. Menschen sterben an extremer Hitze – besonders gefährdet sind diejenigen, die Hitze gesundheitlich oder aufgrund ihrer Lebenssituation besonders wenig ausweichen können. Städte und Gemeinden kämpfen mit zunehmenden Wetterextremen, und Dürre und Niedrigwasser verursachen massive wirtschaftliche Schäden. Die Bundesregierung darf das nicht einfach hinnehmen. Wer die Klimakrise zurückdrängen will, muss jetzt handeln, beim Klimaschutz ebenso wie bei der nötigen Anpassung an die bereits unvermeidbaren Folgen.“

Gefordert wird ein Maßnahmenpaket für Klimaschutz, Klimaanpassung und Natur. Dazu gehören ein verbindlicher bundesweiter Hitzeschutz mit klaren Zuständigkeiten, bessere Warnsysteme, ein gezielter Schutz besonders vulnerabler Gruppen sowie klimaresiliente und grüne Städte und Gemeinden. Auch Moore, Auen und andere Ökosysteme mit hoher Bedeutung für Wasserhaushalt und Klimaschutz müssen besser geschützt und wiederhergestellt werden.

Das Bündnis fordert: „Klimaschutz und Klimaanpassung müssen zusammen gedacht und finanziert werden. Es braucht einen konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien und die schnelle Reduktion fossiler Energien sowie gleichzeitig Investitionen in Hitzeschutz, klimaresiliente Kommunen und den Schutz besonders gefährdeter Menschen.“

Investieren statt kürzen

Die Folgen der Klimakrise verursachen bereits heute enorme ökologische und wirtschaftliche Schäden. Trotzdem drohen Kürzungen bei wichtigen Klimaschutz- und Anpassungsprogrammen.

„Die Rechnung für unterlassenen Klimaschutz und fehlende Vorsorge wird immer höher. Jetzt zu kürzen, ist kurzsichtig und der falsche Weg. Die Bundesregierung muss investieren, statt Klimaschutz und Klimaanpassung weiter zurückzufahren.“

Bund und Länder müssen insbesondere Kommunen dauerhaft in die Lage versetzen, ihre Aufgaben bei Klimaschutz, Klimaanpassung und Naturschutz zu erfüllen. Dafür braucht es verlässliche und ausreichende Finanzmittel. Das Bündnis unterstützt deshalb auch die im Koalitionsvertrag vorgesehene Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung und Naturschutz, die eine dauerhafte Beteiligung des Bundes an der Finanzierung ermöglichen soll. Die Organisationen fordern, sie um die Aufgabe des Klimaschutzes zu erweitern.

„Wir nehmen den Bundeskanzler beim Wort“

Bei seinem Besuch im August im Waldbrandgebiet im Hürtgenwald hatte Bundeskanzler Merz angekündigt, alles dafür tun zu wollen, den Klimawandel zurückzudrängen. Wörtlich sagte er: „Wir werden alles tun, um den Klimawandel zurückzudrängen, aber wir müssen auch mit dem Klimawandel leben.“

Das Bündnis erklärt: „Die Aussage des Bundeskanzlers war richtig und wichtig. Wir nehmen ihn gerne beim Wort. Jetzt müssen den Erkenntnissen aber auch Entscheidungen folgen. Dieser Hitzesommer darf nicht ohne politische Konsequenzen bleiben. Klimaschutz und Klimaanpassung müssen JETZT auf die politische Tagesordnung.“

Den gemeinsamen Appell können Sie hier abrufen.

Unterstützt von:

Klima-Allianz Deutschland, Greenpeace, AWO, GermanZero, Klima-Bündnis, Gesunde Erde – Gesunde Menschen, Gesellschaft für Klima und Demokratie e.V., Changing Cities e.V., BUND e.V., Yeşil Çember – ökologisch interkulturell gGmbH, Klima-Allianz Schwerte, Bundesverband Klimaschutz e.V., ver.di Jugend, Zukunftsrat Hamburg, kosmos b e.V. – Bildung. Begegnung. Beteiligung., WWF Deutschland, Deutsche KlimaStiftung, Bundesverband für Umweltberatung (bfub) e.V., Arbeitsstelle Frieden und Umwelt der Evangelischen Kirche der Pfalz, Deutscher Bahnkundenverband e.V., Sozialverband VdK Deutschland, Gaswende, Katholikenrat Region Düren, Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), Protect the Planet gGmbH, KlimaDocs e.V., Umweltinstitut München e.V., FiscalFuture e.V., FUSS e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland, Deutsche Schreberjugend Bundesverband e. V., Deutscher Naturschutzring (DNR), Diakonie Deutschland, GLS Bank, Deutsche Umwelthilfe e.V., Sozialverband Deutschland e. V., fairPla.net eG, AbL, Humanistischer Verband Deutschlands, oikos-Institut der Evangelischen Kirche von Westfalen, Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), Plan International Deutschland e.V., KLUG – Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V., Deutsches Kinderhilfswerk e.V., NAJU (Naturschutzjugend im NABU), NABU (Naturschutzbund Deutschland) e.V. und Klimadelegation e.V.

PM: DNR / Deutscher Naturschutzring e.V.

PB: Die neue Gemeinschaftsaufgabe für Wahrheit, mehr Verlässlichkeit und Klarheit








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