Werbung Ertragsdaten einzelner Windkraftanlagen auf wind-turbine.com einsehbar Windenergie Windparks Wirtschaft 29. August 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels (WK-intern) – Die Windkraftanlagen-Karte und das Betreiberverzeichnis von wind-turbine.com zeigen ab sofort die Jahreserträge einzelner Anlagen für die Jahre 2019 bis 2024. Grundlage sind die EEG-Jahresabrechnungen der vier Übertragungsnetzbetreiber, aufbereitet vom Potsdamer Datenspezialisten rkDrei. Die deutsche Windbranche verfügt über eine der am besten dokumentierten Erzeugungslandschaften Europas. Standort, Nennleistung, Nabenhöhe und Inbetriebnahmedatum jeder Anlage stehen im Marktstammdatenregister. Wie viel Strom eine bestimmte Maschine im Jahr 2021 tatsächlich eingespeist hat, war für Außenstehende dagegen kaum zu ermitteln, obwohl auch diese Zahl seit Jahren veröffentlicht wird. Der Grund liegt in Form und Frist der Veröffentlichung. 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW legen ihre EEG-Jahresabrechnung jeweils zum 15. September auf netztransparenz.de offen, aufgeschlüsselt bis auf die einzelne Anlage. Allerdings führt die Abrechnung je Monat und Vergütungskategorie eine eigene Zeile, was sich über alle vier Netzbetreiber auf eine Größenordnung von etwa zehn Millionen Zeilen pro Jahrgang summiert. Und wer heute auf netztransparenz.de nachsieht, findet ohnehin nur den Jahrgang 2024: Die Veröffentlichungspflicht endet mit Ablauf des folgenden Kalenderjahres. Mehrjährige Ertragsreihen sind damit praktisch nur beim Betreiber einsehbar, denn Betreibergesellschaften führen ihre Abrechnungen über Jahre und unterliegen kaufmännischen Aufbewahrungsfristen. Wer als Kaufinteressent von Windenergieanlagen oder Windparks einen Blick in die Erträge werfen will, muss bei jedem einzelnen Betreiber anfragen – zumindest bisher. Sechs Ertrags-Jahrgänge im Anlagensteckbrief wind-turbine.com hat die Ertragsdaten in zwei bestehende Werkzeuge integriert. In der Windkraftanlagen-Karte, einer Visualisierung des Marktstammdatenregisters mit gut 31.000 Anlagen in Betrieb, öffnet ein Klick auf eine Anlage deren Steckbrief mit Betreiberdaten, technischen Angaben, Auflagen und Betreiberwechseln. Ein zusätzlicher Button führt nun von dort auch zu den Jahreserträgen. Die Ansicht zeigt den Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre in Megawattstunden, die Spanne zwischen schwächstem und stärkstem Abrechnungsjahr sowie ein Balkendiagramm der Ertragsentwicklung von 2019 bis 2024 mit eingezeichneter Mittellinie. Im Betreiberverzeichnis der Plattform steht dieselbe Information je Anlage eines Betreibers zur Verfügung. Der Anlagenbestand erscheint dort als Tabelle, aufgeschlüsselt nach Betriebsstatus und technischen Eckdaten. Ein Blitz-Symbol am Zeilenrand öffnet die Ertragsreihe der jeweiligen Maschine. Damit lassen sich Portfolios anlagenweise durchsehen. Der praktische Gewinn liegt vor allem im Ertragsverlauf. Ein Sechsjahresdurchschnitt ordnet eine Anlage grob ein, verdeckt aber einzelne Ausreißerjahre. So kann beispielsweise ein deutlich schwächerer Jahrgang auf längere Stillstandzeiten hindeuten. Für die Bewertung eines Bestandsparks macht es einen Unterschied, ob ein solches Jahr auf einen Getriebeschaden zurückgeht oder auf eine befristete Abschaltauflage. Dasselbe gilt für die Frage, was ein Standort im Repowering hergeben könnte. Das Datengrundlage und Aufbereitung Grundlage der dargestellten Werte ist die offizielle EEG-Jahresabrechnung der Übertragungsnetzbetreiber, die von einem Wirtschaftsprüfer testiert wird. Sie weist die einer Anlage zugeordnete Strommenge, die Veräußerungsform – bei Windenergie an Land nahezu durchgängig die Marktprämie – sowie die zugehörigen Anlagenstammdaten aus. Die Aufbereitung übernimmt die rkDrei GmbH aus Potsdam, ein Spezialist für Wind- und Solarprojektierung, Digitalisierung und Geodatenmanagement. Dazu gehört auch die Verknüpfung zweier Registerlogiken: Dieselbe Anlage trägt in der EEG-Abrechnung eine andere Kennnummer als im Marktstammdatenregister, aus dem die Kartendarstellung ihre technischen Daten bezieht. „Die EEG-Jahresabrechnungen der Übertragungsnetzbetreiber sind öffentlich zugänglich. Nur bleiben sie das eben immer nur für eine begrenzte Zeit, und wer eine mehrjährige Reihe braucht, muss sie sich Jahr für Jahr sichern. Wir haben damit früh angefangen“, sagt Lars Roskoden, Geschäftsführer der rkDrei GmbH. „Aus den Rohdaten wird eine Zeitreihe, sobald man die abgerechneten Mengen sauber je Anlage zusammenführt und mit dem Marktstammdatenregister verknüpft.“ Der Jahrgang 2025 kommt nach der nächsten Veröffentlichung der Übertragungsnetzbetreiber am 15. September hinzu. Die Ertragsfrage rückt an den Anfang Eine belastbare Ertragseinschätzung begann bislang faktisch mit der Öffnung des Datenraums. Dieser Zeitpunkt verschiebt sich nun nach vorn. „Am Ende zahlt ein Investor für eine Ertragserwartung. Wer die Vergangenheit der Anlage kennt, kann diese Erwartung begründen, statt sie nur zu unterstellen“, sagt Bernd Weidmann, Gründer und Geschäftsführer von wind-turbine.com. „Das verändert, wo eine Verhandlung beginnt. Sechs Jahrgänge echter Abrechnung sind ein anderes Fundament – für beide Seiten übrigens, denn ein Verkäufer mit guten Zahlen hat ebenfalls schnell etwas in der Hand.“ Die Funktion steht registrierten und eingeloggten Nutzern von wind-turbine.com kostenfrei zur Verfügung. Abrufbar ist sie über die Windkraftanlagen-Karte unter https://www.wind-turbine.com/tools/wkamap sowie über das Betreiberverzeichnis unter https://www.wind-turbine.com/anlagenbetreiber. Foto: windturbine Weitere Beiträge:Smart Grid-Spezialist envelio expandiert in die USA und gewinnt BloombergNEF AwardØrsted schließt den Erwerb des deutsch-französischen Wind- und PV- Projektentwicklers Ostwind abVerfügbarkeitsklasse: WestfalenWind IT und Uni Paderborn realisieren mit WindCORES Deutschlands erst...