Werbung Regionalplanentwurf für Chemnitz: Umfangreiche Windenergienutzung im Wald vorgesehen Finanzierungen Produkte Techniken-Windkraft Windenergie Windparks Wirtschaft 12. März 202612. März 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Neuer Regionalplanentwurf für die Region Chemnitz mit weitreichenden Änderungen bei Windflächenplanung (WK-intern) – Verbandsräte stehen vor richtungsweisender Entscheidung für eine rechtskonforme und belastbare Beschlussfassung Der Regionale Planungsverband Chemnitz wird am 25. März 2026 den neuen Entwurf des Regionalplanes beraten und voraussichtlich über die Freigabe zur Öffentlichkeitsbeteiligung entscheiden. Der Planentwurf ist aktuell einsehbar und der Landesverband Sachsen des Bundesverbandes WindEnergie (BWE Sachsen) hat diesen eingehend geprüft. Umfangreiche Windenergienutzung im Wald vorgesehen: Der BWE Sachsen zeigt sich überrascht über die umfangreichen Ausweisungen von Windvorranggebieten im Wald. Mit der vorgesehenen Öffnung von Waldflächen gibt der Regionale Planungsverband seine bisherige ablehnende Linie gegenüber Windenergie im Forst nun offenkundig auf. Die geplanten Festlegungen bedeuten in ihrer Dimension eine klare Neuausrichtung der regionalen Planung: Die Verbandsräte geben damit ein deutliches Votum für die Errichtung von Windenergieanlagen (WEA) in den Kammlagen des Erzgebirges und des Vogtlandes ab. Wird der Plan unverändert beschlossen, entstehen beispielsweise in der Region um Eibenstock, Klingenthal, Schöneck und Olbernhau neue Windparks, bestehend aus jeweils zehn und mehr modernen Windenergieanlagen. Diese würden dann zu den größten in Sachsen zählen. „Wenn große Windparks im Forst in Erzgebirge und Vogtland vom Planungsverband gewollt sind, steht die Branche bereit, dieses ambitionierte Vorhaben auch umzusetzen“, so Jörg Heilmann, Stellvertretender Vorsitzender des BWE Sachsen. Der BWE Sachsen bewertet eine Flächenausweisung grundsätzlich als wichtigen Schritt für den Klimaschutz und die Erreichung der Ausbauziele. Erneuerbare Energien machen Sachsen unabhängiger von fossilen Brennstoffen und stabiler in internationalen Krisenzeiten. „Allerdings gibt es im Planungsverband Chemnitz noch hinreichend Flächen im Offenland, die für die Erreichung der ersten Stufe der Ausbauziele für Windenergie von 1,3 % der Regionsfläche zu bevorzugen sind. Der anschließende Planentwurf mit einem Flächenziel von 2 % bis zum Jahr 2032 könnte dann den Fokus auf ökologisch unbedenkliche Potenziale in Wirtschaftsforsten und auf Kalamitätsflächen legen. Hier stehen wir bei Bedarf gerne beratend zur Seite“, so Heilmann weiter. Deutliche Kritik an mehrfache Unterschreitung des 1.000 Meter Abstands zu Siedlungen: Mit großer Sorge sieht der Verband jedoch die Abweichungen von der in Sachsen gesetzlich festgeschriebenen Mindestabstandsregelung. Nach Sichtung des Entwurfs ist festzustellen, dass mehr als die Hälfte aller geplanten Vorranggebiete den gesetzlichen Mindestabstand von 1.000 m zur Wohnbebauung unterschreitet. In zahlreichen Gebieten beträgt der Abstand nur rund 700 m. „Wir weisen darauf hin, dass die Sächsische Bauordnung in § 84 einen Mindestabstand von 1.000 Metern zur Wohnbebauung vorsieht. Es ist für uns als Fachverband nicht nachvollziehbar, warum der Planungsverband mit diesem Entwurf den in Sachsen geltenden Mindestabstand ignoriert. Der Gesetzgeber hatte einheitliche Abstandsregeln in Sachsen eingeführt, um die Akzeptanz für die erforderliche Energiewende zu sichern. Nach Kenntnis des Fachverbandes stehen sehr wohl ausreichend Flächen zur Verfügung, die den gesetzlichen Abstand von 1.000 m einhalten. Wir unterstützen hier gerne mit unserer Expertise“, informiert Heilmann. BWE Sachsen fordert rechtssichere Planung: Der Landesverband appelliert an die Verbandsräte, am 25. März eine rechtskonforme und belastbare Beschlussfassung sicherzustellen. „Die Freigabe zur Öffentlichkeitsbeteiligung ist ein wichtiger Schritt – sie muss jedoch auf einem rechtlich tragfähigen Planansatz basieren, der sowohl der Energiewende als auch dem Schutz der Bevölkerung gerecht wird“, so Heilmann abschließend. PM: Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) – Landesverband Sachsen PB: Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) – Landesverband Sachsen Weitere Beiträge:6. Internationaler Kunstwettbewerb -bewegter wind-WAB e.V. gemeinsam zu Gast auf dem International Partnering Forum 2025 in Virginia Beach, USAInnovation für die Windenergie: eologix:align-System überzeugt bei unabhängiger Überprüfung der Blat...