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Versorgungssicherheit: Fazit zu Minister Goldschmidts Besuch auf der Energiewendekonferenz PowerNet

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Gemeinsam weiter auf Erfolgskurs – Energiewendeminister Tobias Goldschmidt: „Wir sind in Schleswig-Holstein Pioniere und Leistungsträger der Energiewende.

Wir zeigen, dass Mut zu Zukunftstechnologien sich auszahlen kann. Ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass wir der Zukunft den Weg bereiten, statt sie auszubremsen.“

KIEL/NEUMÜNSTER. Auch in diesem Jahr war Energiewendeminister Tobias Goldschmidt ganztägig auf der PowerNet präsent.

Bei dieser zentralen Energiewendekonferenz trafen sich über 600 Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunen, Politik und Verwaltung zu fachlichen Impulsen, Diskussionsformaten und Vernetzung. „Die Energiewende ist ein echtes Schleswig-Holstein-Projekt. Deshalb ist der interdisziplinäre Austausch elementar – für eine Transformation, die alle mitnimmt“, so Tobias Goldschmidt. „Nicht nur wirtschaftlich lohnt es sich, in den Umbau unseres Versorgungssystems zu investieren. Wir spüren aktuell deutlicher denn je: Erneuerbare Energien sind Freiheitsenergien. Energiepolitik ist Sicherheitspolitik. Deshalb ist so wichtig, dass die Rahmenbedingungen stimmen. Ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass wir der Zukunft den Weg bereiten, statt sie auszubremsen.“
 
Energiewende im Norden bleibt auf Erfolgskurs
 
Zum Beginn der Konferenz durfte eine Standortbestimmung nicht fehlen. Energiewendeminister Tobias Goldschmidt: „Wir sind in Schleswig-Holstein Pioniere und Leistungsträger der Energiewende: Angefangen mit Bürgerwindparks und Graswurzelbewegung erreichen wir heute regelmäßig Rekorde bei den Zubauzahlen und sind Modellregion für Sektorkopplung. Wir zeigen, dass Mut zu Zukunftstechnologien sich auszahlen kann.“
 
Die Zahlen des letzten Jahres sprechen für sich: Schleswig-Holstein hat Schallmauer von 600kW/km2 Wind an Land durchbrochen und liegt mit deutlichem Abstand vor dem nächsten Flächenland. Bei der Gesamtleistung (9,6 GW) liegt der echte Norden im Bundesvergleich auf Platz 2 und auf Platz 3 beim Nettozubau (etwas mehr als 680 MW) für das Jahr 2025. Auch Beschleunigungsmaßnahmen zeigen ihre Wirkung. So konnte die Genehmigungsdauer im Bereich Wind-an-Land konnten von 17 Monaten im Jahr 2024 auf 15,6 Monate im Jahr 2025 reduziert werden. Für den Bereich Photovoltaik war das Jahr 2025 ein Rekord-Zubaujahr mit einer insgesamt zugebauten Brutto-Leistung von etwas über 800 MW. In der nächsten Phase der Energiewende gehe es darum, den produzieten Strom vollständig zu nutzen. Dafür müssten insbesondere mehr Lasten – also Verbraucher – ans Netz.
 
Die Energiewende stärkt unsere Kommunen
 
Die ARGE Netz veröffentlichte anlässlich der PowerNet eine Auswertung der Gewerbesteuerzahlungen aus der Stromproduktion. Die Evaluation auf Grundlage der von der IHK mitgeteilten Summe der branchenbezogenen Gewerbeerträge zeigt, dass bis zu 120 Millionen Euro im Jahr 2024 allein aus dem Betrieb von Windenergieanlagen an Land und Solaranlagen in die Gemeindehaushalte flossen. Energiewendeminister Tobias Goldschmidt erklärt: „Die Gewerbesteuereinnahmen zeigen, welches Wohlstands-Potential in der Energiewende steckt. Die Kommunen und damit alle Anwohner profitieren schon heute ganz direkt von der Grünen Stromerzeugung vor Ort. Hinzu kommen regionale Wertschöpfungsketten und der Beitrag zum Klimaschutz. Ein echtes Win-Win-Win für Menschen, Wirtschaft und Klima. Gleichzeitig zeigen sinkende Abregelungsmengen, dass Netzausbau und Systemstabilisierung wirken: Wir nutzen mehr heimische Energie, reduzieren unnötige Systemkosten und stärken die öffentliche Hand. Die freiwillige kommunalen Abgabe trägt zusätzlich zur Akzeptanz im Land bei und zeigt, wie wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung zusammengehen können. Damit bleibt die Energiewende ein Bürgerprojekt der vielen. Aus der Region, für die Region.“
 
Ein starkes Signal in Richtung Berlin
 
Das EEG war und ist ein wichtiger Baustein für die Entwicklung der Erneuerbaren Energien, läuft jedoch Ende 2026 aus, bislang ohne Anschlusslösung. Energiewendeminister Tobias Goldschmidt resümiert: „Wenn die gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht feststehen, ist das so als müsste man ein Spiel spielen ohne die Regeln zu kennen. Es verunsichert und bremst. Und es verringert die Gewinnchancen. Deshalb verwundert mich nicht, dass das Thema Planungssicherheit heute in aller Munde war.
Von Wärmewende, über Netzausbau bis hin zu den Offshore-Ausschreibungen: Ein weiteres Jahr ohne Richtungsentscheidung können wir uns nicht leisten. Berlin sollte zügig kommunizieren, welche Spielregeln gelten, wenn das EEG Ende diesen Jahres ausläuft.“ Darüber hinaus müsse man auch über Sonderausschreibungen für Wind an Land noch in diesem Jahr nachdenken, um den Projektüberschuss abzubauen und die ausgefallenen Ausschreibungen im Bereich Offshore zumindest teilweise auszugleichen. Außerdem erneuerte Goldschmidt die Forderung, das Ausschreibungsdesign für Offshore zügig zu reformieren. Auch ein Nachholen der ausgefallenen Gebotsrunde sollte in Betracht gezogen werden.
 
Rege Beteiligung an den Austauschformaten der PowerNet
 
Auf der PowerNet nahmen Energiewendeminister Tobias Goldschmidt und Energiestaatssekretär Joschka Knuth an den folgenden Veranstaltungen teil: 
  • Eröffnungsveranstaltung: Bei der Podiumsdiskussion warfen Minister Goldschmidt, Frau Heiner-Esser (Präsidenting des BEE) und Frau Bläsius (Direktorin der Agora Energiewende Deutschland) unter dem Motto „Energiewende 360°“ gemeinsam einen Blick auf die zentralen Transformationsfelder Stromwende, Wärmewende, Mobilitätswende und Industriewende. Im Vordergrund bei diesem Austausch standen mögliche Synergieeffekte und der Perspektivabgleich zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.
     
  • Bei einer Podiumsdiskussion zur Rolle der Großbatteriespeicher für die Energiewende skizzierte Minister Goldschmidt die Bedeutung flexibler Lasten – zu denen Speicher gehören – für die gute Integration der Erneuerbaren Energien in den Strommarkt. Schleswig-Holstein ist Vorreiter beim Ausbau. In der zweiten Phase der Energiewende werde es darum gehen, den Strom zu nutzen. Dafür sollten Netzanschlussverfahren so flexibilisiert werden, dass sie die Entwicklung der Erneuerbaren stärken.
     
  • Das Thema Wärmewende war ein diesjähriger Schwerpunkt von Energiestaatssekretär Joschka Knuth. Er gab bei einem Impulsvortrag Einblicke in den Stand der Wärmewende. Dabei zeigte er auch die zahlreichen Unterstützungsangebote der Landesregierung auf – von der Finanzierung verschiedener Beratungsprogramme bis hin zu Fördermitteln für die Umsetzung, wie beispielsweise den Bürgerenergiefonds. In einer Paneldiskussion wurde besonders deutlich: Die Kommunale Wärmeplanung ist das strategische Instrument, mit dem die Wärmewende vor Ort koordiniert und Planungssicherheit erreicht werden kann. Die fertigen Wärmepläne zeigen, wie die Wärmewende vor Ort erfolgreich realisiert werden kann. Der enge Austausch mit der Öffentlichkeit ist für die Akzeptanz entscheidend.
     
  • In einer englischen Paneldiskussion diskutierte Staatssekretär Joschka Knuth die Potentiale der deutsch-dänischen Zusammenarbeit für die energetische Transformation. Insbesondere für den Wasserstoffhochlauf können die beiden Länder wichtige Partner sein. Wasserstoff ist ein Schlüsselelement für die Standortattraktivität Schleswig-Holsteins als Industrieland und für das Erreichen der Klimaneutralität bis 2040.
     
  • Das Abschluss-Event „Gemeinsam für Schleswig-Holstein: Drei Ministerien im Dialog“ mit Energiewendeminister Tobias Goldschmidt, Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen und Staatssekretär Guido Wendt zeigte, wie facettenreich und multidimensional die Energiewende in Schleswig-Holstein wirkt. Die Erneuerbaren sind Wirtschaftsfaktor, Forschungsschwerpunkt, zentral für die Entwicklung zum klimaneutralen Industrieland und identitätsstiftend für den hohen Norden.
PM: Verantwortlich für diesen Pressetext: Clara van Biezen, Carolin Wahnbaeck, Jonas Hippel | Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur
 
Windpark in Schleswig-Holstein / Foto: HB







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