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Freistaat Sachsen bleibt Schlusslicht beim Windenergie-Ausbau 2025

PB: Der Industrie in den Kohlerevieren geht der Strom aus, Windanlagenzubau könnte Arbeitsplätze erhalten / Bild: Landesvorsitzende Prof. Martin Maslaton
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Trotz positivem Deutschland-Trend wenige Neuanlagen und ältester Bestand im Freistaat

(WK-intern) – Im Jahr 2025 hat sich der Windenergieausbau an Land bundesweit spürbar beschleunigt.

Deutschlandweit wurden 958 Windenergieanlagen mit 5.232 Megawatt (MW) neu in Betrieb genommen.

Nach Abzug der Stilllegungen ergibt sich insgesamt ein Nettozubau von 4.602 MW. Gleichzeitig erreichte das Genehmigungsvolumen einen neuen Höchstwert. Auch die Ausschreibungen spiegeln die Dynamik wider: Bei den stark überzeichneten Runden der Bundesnetzagentur wurden 2025 bundesweit 2.348 Windenergieanlagen mit 14.449 MW bezuschlagt. Herausforderungen sieht BWE-Präsidentin Bärbel Heidebroek insbesondere beim Netzzugang: „So erfreulich die Rekorde bei Neugenehmigungen und Zuschlägen auch sind, legen diese die Probleme eines zu langsamen Netzausbaus offen. Der Netzzugang für neue Projekte wird immer schwieriger. Lange Wartezeiten und die geringe Verfügbarkeit von Anschlüssen hemmen die Zubaudynamik erheblich. Das Netz muss endlich konsequent mit hoher Dringlichkeit ausgebaut, modernisiert und digitalisiert werden.“

Für den Freistaat Sachsen fällt das Bild beim tatsächlichen Zubau jedoch weiterhin deutlich zurückhaltender aus: In Sachsen gingen 2025 nur 13 Windenergieanlagen mit 64,8 MW ans Netz. Damit lag der Anteil am bundesweiten Zubau bei 1,2 Prozent. Gleichzeitig zeigt die Auswertung, dass 59,1 Prozent des Zubaus an Land auf Repowering-Maßnahmen zurückzuführen sind. Konkret erfolgten acht der 13 Inbetriebnahmen als Repowering und standen für 38,3 MW. Die Zahlen verdeutlichen: „Sachsen baut zwar wieder mehr als im Vorjahr, bleibt aber beim absoluten Ausbau weiterhin im unteren Bereich aller Bundesländer“, so Jörg Heilmann, stellvertretender Vorsitzender des BWE-Landesverbandes Sachsen.

Besonders auffällig ist die Altersstruktur der hiesigen Anlagen: Sachsen weist mit 20,8 Jahren bundesweit das höchste Durchschnittsalter auf. Auch der älteste Windpark Deutschlands befindet sich im Freistaat. „Damit wird deutlich, wie groß der Modernisierungs- und Ersatzbedarf in Sachsen ist. Der Anteil ausgeförderter Anlagen ist alarmierend hoch“, so Heilmann.

Die Windenergie an Land erzeugte 2025 bundesweit 106,5 Terawattstunden Strom und bleibt mit 24 Prozent Anteil der wichtigste Energieträger der Stromerzeugung in Deutschland.

Für Sachsen bedeutet das: „Die Genehmigungsdynamik muss jetzt konsequent in Realisierung übersetzt werden. Dafür braucht es endlich verbindliche Flächenausweisungen in den Regionalplänen und einen Netzausbau, der den Anschluss neuer Projekte tatsächlich ermöglicht. Nur so kann der Freistaat den dramatischen Rückstand beim bundesweiten Ausbau aufholen und einen stabilen Beitrag zur Sicherheit der heimischen Stromversorgung für Haushalte und Industrie in Sachsen leisten“, so Heilmann abschließend.

Weitere Infos: www.wind-energie.de und www.wind-energie.de/verband/lvs/sachsen/

PM: Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) – Landesverband Sachsen

PB: Der Industrie in den Kohlerevieren geht der Strom aus, Windanlagenzubau könnte Arbeitsplätze erhalten / Bild: Landesvorsitzende Prof. Martin Maslaton








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