Werbung Schleswig-Holstein startet Innenraum-Messkampagne für Radon Behörden-Mitteilungen Ökologie Verbraucherberatung 19. Januar 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Messungen für 1000 Haushalte in Schleswig-Holstein möglich (WK-intern) – Staatssekretär Joschka Knuth: „Wir starten eine Innenraum-Messkampagne, um die Menschen in Schleswig-Holstein zu sensibilisieren und ein genaueres Bild der Radon-Exposition zu erhalten. Dabei gilt: Nur eine Messung schafft Klarheit, ob in den eigenen vier Wänden erhöhte Radonwerte vorliegen und etwas getan werden muss. Denn gegen die gesundheitliche Gefahr durch dieses radioaktive Gas kann man sich schützen.“ KIEL. Die Landesregierung startet heute (19. Januar) eine Innenraum-Messkampagne für Radon. Damit soll die Radon-Konzentrationen in Innenräumen privat genutzter Gebäude in Schleswig-Holstein gemessen werden. Denn das natürlich vorkommende, radioaktive Gas kann aus dem Boden austreten und sich in der Innenraumluft von Gebäuden anreichern. Bei hohen Konzentrationen über längere Zeiträume kann es Lungenerkrankungen wie Lungenkrebs begünstigen. Um über mögliche Gefahren und Gegenmaßnahmen aufzuklären, wird das Land mit der Messkampagne nun aktiv: Insgesamt 1000 Haushalte in Schleswig-Holstein können an den kostenlosen, einfach durchzuführenden Radonmessungen ein Jahr lang teilnehmen und dabei ein genaueres Bild der Radonexpositionen innerhalb ihres Haushaltes erhalten. Staatssekretär Joschka Knuth: „Wir starten eine Innenraum-Messkampagne, um die Menschen in Schleswig-Holstein zu sensibilisieren und ein genaueres Bild der Radon-Exposition zu erhalten. Dabei gilt: Nur eine Messung schafft Klarheit, ob in den eigenen vier Wänden erhöhte Radonwerte vorliegen und etwas getan werden muss. Denn gegen die gesundheitliche Gefahr durch dieses radioaktive Gas kann man sich schützen.“ Radon in Schleswig-Holstein: Radon ist ein natürlich vorkommender radioaktiver Stoff, der grundsätzlich überall im Untergrund vorhanden ist. Seine Konzentration hängt maßgeblich von den geologischen Gegebenheiten ab und kann auch in Schleswig-Holstein regional erhöht sein. Allerdings stehen andere Regionen im Bundesgebiet dabei deutlich stärker im Fokus. Gelangt Radon durch bauliche Undichtigkeiten – etwa Setzungsrisse oder unzureichend abgedichtete Leitungsdurchführungen – in Gebäude, kann die Radonkonzentration in der Innenraumluft empfohlene Grenzwerte überschreiten und ein Gesundheitsrisiko darstellen. Die Messergebnisse sollen auch für die Evaluierung und eventuelle Ausweisung von Radonvorsorgegebieten nach dem Strahlenschutzgesetz herangezogen werden. Um Regionen zu bewerten, wird das sogenannte geogene Radonpotential (Rp) herangezogen. Überschreitet dieser Wert den Schwellenwert von 40, ist zu prüfen, ob ein Gebiet als Radonvorsorgegebiet ausgewiesen wird. In solchen Gebieten gelten besondere Schutzanforderungen für private und gewerbliche Gebäude. In Schleswig-Holstein treten erhöhte Radonkonzentrationen nach der bisherigen Datenlage insbesondere entlang der mittleren und nördlichen Ostseeküste auf. Hintergrund zur Messkampagne Spätestens mit Ablauf des Jahres 2030 müssen der Bund und die Länder die erste Evaluierung abgeschlossen haben. Mit den Messungen wird jetzt begonnen. Nach der einjährigen Messzeit werden die Daten ausgewertet und voraussichtlich in rund zwei Jahren veröffentlicht. Teilnahme an der Messkampagne Die Anmeldung erfolgt online bei dem beauftragen Sachverständigenbüro Dr. Kemski unter dem folgenden Link: https://kemski-bonn.de/Radon_SH. Wer sich für eine Teilnahme entscheidet – bis zu 1000 Teilnehmer sind möglich –, bekommt bequem und kostenfrei per Post zwei Radon-Messgeräte einschließlich einer Anleitung zugeschickt und legt diese selbst für die Dauer eines Jahres aus. Die Geräte sind „Passivsammler“: Als sogenannte „Exposimeter mit Kernspurdetektor“ brauchen sie keinen Strom, sind nicht mit dem Internet verbunden, verursachen keinen Lärm und strahlen nicht. Auf einer speziellen Plastikfolie im Innern des Geräts hinterlässt der natürliche, radioaktive Zerfall von Radon und seinen Folgeprodukten Spuren, die nach Beendigung der Jahresmessung in einem akkreditierten Labor ausgewertet werden. Während dieses Zeitraumes sind die Aufstellungsräume wie gewohnt benutzbar. Nach Ablauf der Messdauer senden Sie die Radon-Messgeräte mittels beiliegendem, vorfrankierten Rückumschlag an das Sachverständigenbüro zurück und bekommen in der Folge Ihre Messergebnisse übermittelt. Sollten Sie Bedarf an der Einordnung Ihrer Messergebnisse haben und wie diese gesenkt werden können, wenden Sie sich gerne an unsere Radonberatungsstelle des Landes Schleswig-Holstein unter radonberatung@mekun.landsh.de oder telefonisch unter 0431/988-5530. Die Messergebnisse, sowie durch Sie anzugebende, einfache Gebäudedaten, werden in anonymisierter Form genutzt, um ein genaueres Bild über die Radonexposition in Schleswig-Holstein zu erhalten. Radonberatungsstelle Zu den Risiken hoher Radonkonzentrationen und den Möglichkeiten, diese zu beseitigen gibt die Website der Radonberatungsstelle Auskunft. Per Email ist diese zu erreichen unter radonberatung@mekun.landsh.de, telefonisch unter 0431/988-5530. Weitere Informationen unter:www.schleswig-holstein.de/radon. Verantwortlich für diesen Pressetext: Clara van Biezen, Carolin Wahnbaeck, Jonas Hippel | Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur PB: Staatssekretär Joschka Knuth / ©: Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur Weitere Beiträge:EnBW weiht neuen Solarpark zur Versorgung von über 1.500 Haushalten mit Ökostrom einKEA-BW legt Auswertung der kommunalen Energieverbräuche in Baden-Württemberg für das Jahr 2021 vorBundesbericht: Bundesregierung fördert moderne Energiewende-Technologien so stark wie noch nie