Werbung Wirtschaft fordert Investitions- und Umsetzungsoffensive für Europas Energiesouveränität Erneuerbare & Ökologie Technik Veranstaltungen 8. Mai 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels TenneT Netz-Gipfel 2026: Führende Vertreter aus Energiebranche, Industrie und Finanzwirtschaft diskutierten Voraussetzungen für ein bezahlbares, sicheres und wettbewerbsfähiges Energiesystem Energiesouveränität wird zur strategischen Voraussetzung für Sicherheit, Unabhängigkeit und Wohlstand in Deutschland und Europa Investitionsbedingungen entscheiden, ob Kapital in Netze, Erzeugung, Industrie und neue Technologien fließt Tim Meyerjürgens: „Energiesouveränität erfordert jetzt entschlossenes politisches Handeln: klare, verlässliche Investitionsbedingungen und ein systemisch integriertes Energiesystem sind entscheidend, damit Kapital mobilisiert, Netze ausgebaut und die Transformation ohne Verzögerung umgesetzt wird.“ (WK-intern) – Spitzenvertreter aus Energiebranche, Industrie und Finanzwirtschaft forderten beim dritten Netz-Gipfel von TenneT Germany bessere Investitionsbedingungen und mehr Umsetzungstempo für die Transformation des Energiesystems. Wirtschafts- und Energie-Journalisten relevanter Leit- und Fachmedien begleiteten die Veranstaltung am 6. und 7. Mai 2026 in Brunsbüttel (Schleswig-Holstein). Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Europas Energiesouveränität, die Finanzierung zentraler Zukunftsinfrastrukturen sowie die Frage, wie ein bezahlbares, sicheres und wettbewerbsfähiges Energiesystem gelingen kann. Am ersten Veranstaltungstag gab TenneT bei Führungen an der Elbe-Tunnelbaustelle von SuedLink und durch einen Offshore-Konverter Einblicke in zentrale Fortschritte beim Netzausbau. Am zweiten Tag diskutierten Tim Meyerjürgens, CEO TenneT Germany, Dr. Markus Krebber, Vorstandsvorsitzender von RWE, Christian Sewing, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, Birgit Potrafki, Mitglied des Vorstands und CFO der Salzgitter AG, Tim Holt, Mitglied des Vorstands von Siemens Energy, sowie Aurélie Alemany, Vorstandsvorsitzende von enercity. Im Fokus stand die Frage, wie Deutschland und Europa ihre Energieversorgung unabhängiger, resilienter und wettbewerbsfähiger machen können. Die Teilnehmenden betonten, dass Energiesouveränität nicht durch nationale Alleingänge entsteht, sondern durch konsequente Elektrifizierung, den Ausbau heimischer erneuerbarer Energien im Zusammenspiel mit leistungsfähigen Stromnetzen, flexible Speicherkapazitäten, gesicherte Back-up-Kraftwerke und eine stärkere europäische Vernetzung. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Finanzierung der Transformation. Die Diskussion zeigte: Kapital ist grundsätzlich vorhanden. Entscheidend sind jedoch verlässliche politische und regulatorische Rahmenbedingungen, wettbewerbsfähige Renditen, planbare Genehmigungsverfahren, belastbare Lieferketten und klare Prioritäten. Nur dann können private und öffentliche Mittel in der notwendigen Größenordnung gezielt in Netze, Erzeugung, Industrie und neue Technologien fließen. Tim Meyerjürgens, CEO von TenneT Germany: „Energiesouveränität entscheidet jetzt über Sicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand. Sie entsteht nicht von selbst – sie muss politisch ermöglicht und mit Tempo umgesetzt werden. Dafür braucht es sofort verlässliche, international wettbewerbsfähige Investitionsbedingungen, damit das notwendige Kapital ohne Verzögerung in den Netzausbau fließt. Und ein Energiesystem, das konsequent als Gesamtsystem gestaltet wird: Erzeugung, Netze, Flexibilität und gesicherte Leistung müssen ineinandergreifen. Zögern kostet Zeit, Geld und strategische Handlungsfähigkeit. Jetzt braucht es klare, verlässliche politische Entscheidungen – und den Willen, die Transformation entschlossen zu beschleunigen.“ Dr. Markus Krebber, Vorstandsvorsitzender von RWE: „Bei der Transformation des Energiesystems geht es um Infrastruktur mit sehr langen Laufzeiten. Um hier investieren zu können, braucht es neben attraktiven Rahmenbedingungen ein verlässliches Investitionsumfeld und mehr Geschwindigkeit bei Genehmigungsverfahren. Daran misst sich am Ende die Attraktivität eines Standorts.“ Christian Sewing, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank: „Wir stehen vor einem Finanzierungsmarathon: Für Netze, Energieversorgung und industrielle Transformation brauchen wir Investitionen in großer Dimension. Damit Kapital in der Wirtschaft ankommt, müssen wir die Komplexität reduzieren und die Umsetzung deutlich beschleunigen. Der Netz-Gipfel kann hier wichtige Impulse geben, wie wir Prioritäten bündeln, Prozesse vereinfachen und Investoren dauerhaft gewinnen.“ Birgit Potrafki, Mitglied des Vorstands und CFO der Salzgitter AG: „Die geopolitischen Veränderungen der vergangenen Jahre sowie die aktuellen Störungen der Lieferketten durch den Iran-Krieg unterstreichen die Bedeutung einer unabhängigen Stahlproduktion für die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland und Europa. Deshalb gilt es, beim Thema Transformation Kurs und Tempo zu halten und die dafür notwendigen regulatorischen wie finanziellen Rahmenbedingungen zu schaffen. Vor allem dürfen Frontrunner, wie die Salzgitter AG, nicht durch eine Aufweichung der Transformationsziele benachteiligt werden.“ Tim Holt, Mitglied des Vorstands von Siemens Energy: „Damit Lieferketten im notwendigen Tempo hochfahren können, braucht es passende Rahmenbedingungen und langfristige Planungssicherheit. Der gemeinsame Dialog zwischen Netzbetreibern, Industrie, Gesellschaft und Politik ist daher ein zentraler Baustein für einen erfolgreichen Netzausbau.“ Aurélie Alemany, Vorstandsvorsitzende von enercity: „Die Energiesouveränität von morgen entscheiden wir heute. Als Energieunternehmen tragen wir Verantwortung dafür, Europa Schritt für Schritt unabhängiger von fossilen Importen zu machen. Dafür elektrifizieren wir konsequent, verknüpfen Erzeugung, Netze und Verbrauch digital und schaffen die nötige Flexibilität. Speicher, intelligente Netze und eine entschlossene Wärmewende sind für mich kein Nice‑to‑have, sondern das Fundament eines resilienten, bezahlbaren Energiesystems – und damit auch ein zentraler Beitrag zur wirtschaftlichen Stärke Europas.“ Die Teilnehmenden waren sich einig: Die Energiewende ist eines der größten Investitionsprojekte der kommenden Jahrzehnte. Sie kann langfristig Systemkosten senken, fossile Importabhängigkeiten reduzieren und neue industrielle Wertschöpfung in Europa schaffen. Dafür braucht es jetzt politische Führung, klare Prioritäten und den gemeinsamen Willen von Wirtschaft, Finanzsektor und Politik, die Umsetzung konsequent zu beschleunigen. Dieser langfristige Prozess braucht verlässliche politische Unterstützung über Legislaturperioden hinweg. PM: TenneT PB: Auf dem Gruppenfoto zu sehen von links nach rechts: Birgit Potrafki, Mitglied des Vorstands und CFO der Salzgitter AG, Christian Sewing, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, Tim Meyerjürgens, CEO TenneT Germany, Aurélie Alemany, Vorstandsvorsitzende von enercity, Dr. Markus Krebber, Vorstandsvorsitzender von RWE, und Tim Holt, Mitglied des Vorstands von Siemens Energy. 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