Werbung Studie-Versorgungssicherheit: Ohne Offshore-Fördersystem geht es nicht Finanzierungen Forschungs-Mitteilungen Offshore Windenergie Windparks 11. März 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Handlungsbedarf bei Offshore‑Auktionen: Studie schlägt neues CfD‑Förderdesign vor (WK-intern) – Unabhängige Studie von Frontier Economics zeigt, wie das Offshore-Fördersystem weiterentwickelt werden kann, um die Ausbauziele für Offshore-Windenergie effizient zu erreichen. Die Finanzierung von Offshore-Windprojekten steht zunehmend unter Druck. Steigende Kosten und wachsende Risiken führen dazu, dass Ausschreibungsrunden in Deutschland und weiteren europäischen Ländern teilweise ohne Gebote enden. Dies gefährdet den weiteren Offshore-Ausbau und dadurch die übergeordneten energiepolitischen Ziele: Bezahlbarkeit, Versorgungssicherheit und Klimaneutralität. Grundlegende Reform des Ausschreibungsdesigns benötigt In Deutschland hat die Bundesregierung die Offshore-Ausschreibung des Jahres 2026 auf das Folgejahr geschoben, um das Ausschreibungsdesign grundlegend zu überarbeiten. Zugleich endet Ende 2026 der aktuelle EEG‑Förderrahmen. Die EU schreibt vor, dass eine finanzielle Förderung künftig über zweiseitige Differenzverträge (Contracts for Difference, CfDs) erfolgen soll. Für die ab 2027 geplanten Ausschreibungen wird daher ein neuer rechtlicher Rahmen benötigt. Produktionsbasierter CfD bietet die größten Vorteile Frontier Economics hat für die EnBW untersucht, mit welchem Modell die Offshore‑Ausbauziele am effizientesten erreicht werden können. Die unabhängige Studie empfiehlt die Einführung eines produktionsabhängigen zweiseitigen CfDs. Dieses staatliche Absicherungsmodell ist an die tatsächlich erzeugte Strommenge gekoppelt und lässt sich als Weiterentwicklung der aktuellen gleitenden Marktprämie verstehen. Flexibles CfD-Modell und bessere Verzahnung mit PPAs Da der Zuschlag für den CfD mehrere Jahre vor dem Bau erfolgt, verbleiben in dieser Zeit schwer kalkulierbare Risiken bei den Investoren. Daher ist es wichtig, die Planungssicherheit zu erhöhen, indem während der Entwicklungs- und Bauphase zentrale Kostenfaktoren wie Zinsen, Rohstoff- oder Komponentenpreise an das Risikoprofil eines Offshore-Projekts angepasst werden. Neben staatlichen CfDs bleiben auch privatwirtschaftliche Stromlieferverträge (Power Purchase Agreements, PPAs) wichtig. Beide Instrumente sollen laut EU-Vorgaben sinnvoll verzahnt werden, um die Finanzierung von Projekten und die Dekarbonisierung der Industrie zu stärken. Zwischen der Gebotsabgabe und dem möglichen Start einer PPA-Lieferung in Deutschland liegen mehrere Jahre. Deswegen können die PPA-Verträge zum Zeitpunkt des Zuschlags in der Regel noch nicht abgeschlossen werden. Eine einmalige Ausstiegsmöglichkeit aus dem CfD bis zur Investitionsentscheidung gibt Entwicklern die nötige Flexibilität, Teile oder die gesamte Erzeugung über PPAs statt über den CfD abzusichern. Das stärkt den Markt für grünen Industriestrom und eröffnet zusätzliche Finanzierungspfade. Michael Class, Leiter Erzeugung Portfolioentwicklung, EnBW: „Die EnBW setzt sich dafür ein, den Umbau des Energiesystems so klimafreundlich, sicher und bezahlbar wie möglich zu gestalten. Das in der Studie vorgeschlagene CfD-Modell senkt die Systemkosten, erhöht gleichzeitig die Planbarkeit und damit die Realisierungswahrscheinlichkeit von Offshore-Projekten. So bleiben die Energie- und Klimaziele trotz steigender Kosten erreichbar.“ Dr. Matthias Janssen, Executive Director, Frontier Economics: „Die Ergebnisse unserer Analyse belegen: Ein produktionsabhängiger CfD mit phasengerechter Preisanpassung reduziert Unsicherheiten, senkt die Finanzierungskosten und erhöht damit die Wahrscheinlichkeit, dass Projekte tatsächlich umgesetzt werden. Zudem ergänzen sich in dem Modell CfDs und PPAs. Für den Staat ist dieses Modell attraktiv, weil Förderung nur dann eingesetzt wird, wenn sie tatsächlich benötigt wird, um die gesteckten Offshore Wind Ziele zu erreichen.“ https://www.frontier-economics.com/de/de/nachrichten-einblicke/news/news-article-i22152-contracts-for-difference-fuer-offshore-wind-wie-gelingt-eine-wirksame-und-investitionsfreundliche-ausgestaltung/ Über die EnBW Energie Baden-Württemberg AG Mit rund 30.000 Mitarbeiter*innen ist die EnBW eines der größten Energieunternehmen in Deutschland und Europa. Sie versorgt rund 5,5 Millionen Kund*innen mit Energie und ist auf allen Wertschöpfungsstufen von der Erzeugung über den Handel bis hin zum Netzbetrieb und den Vertrieb von Strom, Wärme und Gas aktiv. Im Zuge der Neuausrichtung vom klassischen Energieversorger zum nachhaltigen Infrastrukturunternehmen sind der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie der Verteil- und Transportnetze für Strom, Gas und Wasserstoff Eckpfeiler der EnBW-Wachstumsstrategie und Schwerpunkt der Investitionen. Bis 2030 plant die EnBW bis zu 50 Milliarden Euro zu investieren, rund 85 Prozent davon in Deutschland. Bis dahin soll rund 80 Prozent des EnBW-Erzeugungsportfolios aus erneuerbaren Energien bestehen, der Ausstieg aus der Kohle wird bis Ende 2028 angestrebt, sofern die Rahmenbedingungen es zulassen. Dies sind zentrale Meilensteine auf dem Weg zum Netto-Null-Ziel für die unternehmenseigenen Treibhausgasemissionen im Jahr 2040. Unsere Energie Bewegt Was PM: EnBW Energie Baden-Württemberg AG PB: Installationsschiff Wind Orca errichtet erste Vestas 15 MW Windkraftanlage im 960 MW-Offshore-Windpark He Dreiht / ©: EnBW Weitere Beiträge:Ausbau der Windenergie im Einklang mit Artenschutzzielen möglichBayerische Grüne unterstützen Klagegemeinschaft gegen 10H-RegelungSenvion gewinnt den ersten Offshore-Windpark-Auftrag im Mittelmeer