Werbung Verzehnfachung der deutschen Gasproduktion bis 2030 ist machbar – fossilfrei mit Biomethan Bioenergie Erneuerbare & Ökologie 26. März 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Deutsches Biomethan stärkt Unabhängigkeit in der Energieversorgung Mehr Resilienz, weniger CO2: Biomethan aus Deutschland verringert Abhängigkeit von fossilen Gasen Ausbaupotenzial von rund 11 TWh auf mindestens 100 TWh bis 2030 – Branche ist bereit zu Investitionen im Milliardenbereich in Deutschland Vorreiter oder Schlusslicht? Rund 28 Milliarden Euro Investmentvolumen in Europa – Rahmenbedingungen für den Ausbau in Deutschland müssen besser werden (WK-intern) – „Mehr Selbstbewusstsein und eine klare Strategie für den Ausbau der Energieerzeugung in Deutschland“ fordert Christian Hower-Knobloch, CEO des Biomethan-Produzenten NEXOGAS mit Sitz im niedersächsischen Bakum. Angesichts der massiven Preissteigerungen bei Öl und Erdgas sei Aktionismus in der öffentlichen Debatte nicht zielführend. Allein beim Erdgas hat sich der Preis seit dem Angriff auf den Iran an der Börse von 31 Euro auf zeitweise über 70 Euro mehr als verdoppelt. „Wir müssen mehr heimische Energie produzieren und uns unabhängiger machen von fossilen Energieträgern und Importen“, sagt Hower-Knobloch. Hower-Knobloch: „Das Teuerste an Energie ist nicht der Preis. Es ist die Abhängigkeit“ „Wir sehen eine zunehmend machtpolitisch geprägte internationale Energiepolitik mit kaum bezifferbaren Kosten für die deutsche Wirtschaft“, so Hower-Knobloch. Die aktuelle Blockade der Straße von Hormus sei nur das Aktuellste in einer Reihe von Beispielen, die Industrie, Logistik, die Agrarwirtschaft und Verbraucher zum Spielball internationaler Konflikte machen. „Das Teuerste an Energie ist nicht der Preis. Es ist die Abhängigkeit“, so Hower-Knobloch. „Dabei haben wir in Deutschland doch erhebliches Potenzial, mehr Energie selbst zu erzeugen. Wir als Biomethanhersteller sind bereit – wenn man uns lässt“. Biomethan statt Erdgas: Chemisch identisch, in Deutschland produziert, klimaneutral Hower-Knobloch produziert mit dem Unternehmen NEXOGAS an zehn Standorten in Deutschland Biogas, derzeit rund 400 Gigawattstunden (GWh) im Jahr. Einige der Anlagen bereiten das Biogas zu hochreinem Biomethan auf. Dieses ist chemisch identisch mit fossilem Erdgas, wird aber überwiegend aus landwirtschaftlichen Reststoffen wie Gülle und Mist erzeugt. Und NEXOGAS will wachsen. In den kommenden vier Jahren soll die Produktion von Biomethan verfünffacht werden. Die Finanzmittel für die Investitionen stehen bereit. Ob der Ausbau auch stattfinden kann, hängt daran, ob die regulatorischen Rahmenbedingungen ein Investment möglich machen. Kunden für das Biomethan kommen aus allen Bereichen – von Stadtwerken über die Industrie bis zu Kraftstoffproduzenten von Bio-LNG und Bio-CNG, also Flüssiggas und verdichtetem Gas, das als klimaneutraler Treibstoff für den Schwerlastverkehr und die Schifffahrt zunehmend Bedeutung gewinnt. Investments in Europa: 28 Milliarden Euro fließen in den Biomethan-Ausbau – wo bleibt Deutschland? In Deutschland werden aktuell etwa 11 Terawattstunden (TWh) Biomethan ins Gasnetz eingespeist. Eine Menge, die sich schnell skalieren ließe. „Bis 2030 könnte die Menge auf 100 TWh ausgebaut werden – das entspricht immerhin knapp 12 Prozent des aktuellen Gasverbrauchs in Deutschland“, skizziert Hower-Knobloch die Chancen für mehr Unabhängigkeit durch die deutsche Produktion. Auch das europäische Ausland setzt stark auf den Ausbau von Biomethan. Aktuelle Schätzungen gehen von einem Investmentvolumen in Höhe von 28 Milliarden Euro aus – nur in dieses Segment. In den Nachbarstaaten wird der Ausbau strategisch geplant und durch Anreize wie steigende Beimischung von Grünen Gasen in das Gasnetz und Investitionen in die Infrastruktur gezielt gefördert. Großbritannien und Italien wollen ihre Produktion bis 2030 auf 50 TWh jedenfalls massiv ausbauen, in Spanien sieht der spanische Gasverband sogar ein Potenzial von bis zu 163 TWh Biomethan-Produktion pro Jahr. Damit folgen die Länder auch dem REPowerEU-Aktionsplan der EU-Kommission, der bis 2030 einen Ausbau der Biomethan-Produktion auf 370 TWh erreichen will. Nicht mehr Geld, sondern sichere Rahmenbedingungen für den Ausbau Während die Nachbarländer klare Rahmenbedingungen für den Biomethan-Ausbau schaffen, kämpfen Hower-Knobloch und die heimische Branche mit unklaren Bedingungen, die den Ausbau schwierig machen. Ob eine neue Anlage ans Gasnetz angeschlossen wird und die Leitungen über die nächsten 20 Jahre auch weiter zur Verfügung stehen, sei unklar. Hower-Knobloch: „Wir wollen investieren, aber dafür brauchen wir Planungssicherheit. Biomethan ist ein Baustein für mehr Unabhängigkeit in der Energieversorgung und leistet einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung von Verkehr, Industrie, Wärme und Strom. Was wir uns wünschen, ist echte Technologieoffenheit und eine faire Chance für Biomethan.“ Sechs gute Gründe für Biomethan aus Deutschland Biomethan ist ein Grünes Gas, das schon jetzt in Deutschland produziert wird und das zur Erreichung der Klimaneutralität beiträgt. Biomethan kann den Kommunen bei der Wärmewende helfen, ihre Wärmeversorgung langfristig und sicher zu vergrünen. Biomethan ist ein wichtiger Baustein zur Dekarbonisierung des Schwerlastverkehrs und der Schifffahrt. Biomethan ist einspeisefähig und kann sofort genutzt werden. Je mehr Biomethan im Netz vorhanden ist, desto unabhängiger und resilienter wird Deutschland in der künftigen Gasversorgung. Biomethan ist stark ausbaufähig, bis zum Jahr 2030 kann die Biomethan-Branche bis zu 100 TWh Biomethan produzieren. Deutschland so grüner, unabhängiger und resilienter in der Energieversorgung machen. Über NEXOGAS Die NEXOGAS Holding GmbH mit Sitz in Bakum in Niedersachsen ist Spezialist für die Produktion, Aufbereitung und Vermarktung von Biomethan. An zehn Standorten produziert der 2025 gegründete Spezialist Grüne Gase und klimafreundliche Energie für die Industrie, Kommunen und Wärmenetze sowie für den Einsatz im Mobilitätssektor. Im Jahr 2025 hat das Unternehmen rund 400 Gigawattstunden an Biomethan produziert. Das entspricht zum Beispiel dem Wärmebedarf von über 20.000 Haushalten im Jahr. Darüber hinaus bietet NEXOGAS industrielle Energielösungen, grünes CO₂ sowie Stoffstrommanagement und Logistik. Durch die Verwertung organischer Reststoffe wie Gülle, Mist und Biomasse und die Bereitstellung grüner Gase trägt NEXOGAS dazu bei, bestehende Energiesysteme schrittweise zu dekarbonisieren, eine zuverlässige Energieversorgung sicherzustellen und die Unabhängigkeit der deutschen Energieversorgung von fossilen Energieträgern zu stärken. PM: NEXOGAS PB: Dr. Christian Hower-Knobloch, CEO NEXOGAS / Fotocredits: NEXOGAS Weitere Beiträge:Unzureichender Lenkungswirkung und Sozialverträglichkeit beim CO2-Preis-GesetzE.ON und Statista glauben 3/4 aller in Deutschland lebenden Menschen wollen per App total überwacht...Handbremse für die Energiewende aus Berlin - Demonstration am 22.03. in Hannover