Werbung Deutschlands ungenutztes Solarpotenzial liegt auf Parkplätzen – doch viele Projekte scheitern Mitteilungen Solarenergie Technik 2. März 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Während über Freiflächen, Dachpflichten und Netzausbau debattiert wird, bleiben Millionen Quadratmeter versiegelter Parkflächen energetisch ungenutzt. (WK-intern) – Solarcarports gelten als logische Lösung. Doch in der Praxis scheitern viele Projekte nicht am Modul, sondern an der Tragwerkskonstruktion und der Kombination der Systeme. Wenn es funktionieren soll, müssen Fundamentierung, Stahlbau, Lastabtragung und Genehmigungsstatik als Einheit gedacht werden, ist sich Vasyl Betsa sicher. Der Gründer und Geschäftsführer von PILLAR erklärt, warum Solarcarports in Deutschland vor allem ein Ingenieurthema sind – und weshalb technische Tiefe über Markterfolg entscheidet. München, 02.03.2026. Deutschlands Energie- und Klimaziele erhöhen den Druck auf Projektentwickler, Handelsketten, Kommunen und Industrieunternehmen. Gleichzeitig verschärfen sich Flächenkonflikte. Neue Anlagen stoßen auf Akzeptanzprobleme, und Dachflächen sind statisch oft begrenzt oder bereits belegt. Was bleibt, sind versiegelte Parkplätze. Sie sind infrastrukturell erschlossen, netznah und baurechtlich grundsätzlich nutzbar mithilfe von Solarcarports. Doch der Markt dafür entwickelt sich langsamer als politisch erwartet. „Viele unterschätzen, dass ein Solarcarport kein Modul-, sondern ein Tragwerksprojekt ist“, erklärt Vasyl Betsa, Gründer und Geschäftsführer von PILLAR. Er hebt hervor: „Die eigentliche Herausforderung liegt in der Konstruktion als Gesamtsystem – vom Dach über die Stahlstruktur bis in den Boden.“ Seit Jahren tüftelt er mit seinem Team an der idealen Lösung. Warum Projekte scheitern und was es zu beachten gilt, erklärt er im Folgenden. Schneelast, Windlast, Bodenklasse: Warum Standardlösungen nicht funktionieren Deutschland zählt zu den statisch anspruchsvolleren Märkten in Europa. Unterschiedliche Schneelastzonen, teils hohe Windlasten und heterogene Bodenklassen erfordern eine standortbezogene Auslegung. Gleichzeitig arbeiten viele Anbieter mit standardisierten Systemen, die für gemäßigte Bedingungen entwickelt wurden. Das führt in der Praxis zu zwei Problemen: Entweder werden Projekte überdimensioniert und wirtschaftlich unattraktiv – oder sie scheitern in der Genehmigungs- und Prüfstatikphase. „Wir erleben regelmäßig, dass Projekte neu gerechnet werden müssen, weil Lastannahmen, Tragwerkskonzept und Gründung nicht sauber aufeinander abgestimmt sind“, so Betsa. Der Experte fährt fort: „Solarcarports sind keine Leichtbauprodukte. Sie stellen hohe Anforderungen an die statische Aussteifung, die Lastabtragung und die sichere Einleitung der Kräfte in den Baugrund. Wer das nicht ganzheitlich plant, verliert Zeit und Geld.“ Aus Erfahrung spricht der Gründer, weil er seit Jahren Stahlkonstruktionen für Solarcarports mit betonfreier Gründung auf Schraubfundamenten aus eigener Produktion entwickelt. Die Systeme werden projektbezogen statisch ausgelegt – inklusive individueller Parameter für Tragwerk und Fundament je nach Bodenklasse, Lastzone und Nutzungsszenario. Entscheidend ist dabei nicht die einzelne Komponente, sondern das Zusammenspiel aller Bauteile im Gesamtsystem. Betonfreie Gründung als struktureller Vorteil Ein zentrales Element dieses Systems ist die Fundamentierung. Klassische Betonfundamente bedeuten Aushub, Trocknungszeiten, hohe CO₂-Bilanz und erschwerten Rückbau. Zudem verlängern sie Projektlaufzeiten erheblich. PILLAR setzt stattdessen auf Schraubfundamente, die ohne Beton eingebracht werden. Sie werden eingedreht, statisch geprüft und können bei Bedarf rückgebaut werden. „Betonfreiheit ist nicht nur ein ökologischer, sondern auch ein planerischer und konstruktiver Vorteil“, betont Betsa und fährt fort: „Wir reduzieren Bauzeit, minimieren Eingriffe in bestehende Flächen und schaffen Rückbaubarkeit – ein Aspekt, der für Investoren und Betreiber zunehmend an Bedeutung gewinnt.“ Gerade für Handelsketten, Logistikzentren oder kommunale Betreiber mit laufendem Betrieb ist das ein entscheidender Faktor: Baustellenzeiten verkürzen sich, Parkflächen werden schneller wieder nutzbar, und die Konstruktion bleibt über den gesamten Lebenszyklus flexibler. Solarcarports als Infrastrukturprojekt – nicht als Zubehör Mit wachsender Elektromobilität verändern sich zudem die Anforderungen. Ladeinfrastruktur, Speicherintegration und Beleuchtung müssen strukturell mitgedacht werden. Ein Solarcarport wird damit Teil einer ganzheitlichen Energie- und Mobilitätsinfrastruktur – nicht bloß eine Überdachung mit Modulen. „Wer Parkflächen überdacht, schafft nicht nur Energieerzeugung, sondern auch Netzanschlusspunkte, Lastmanagementoptionen und zukünftige Erweiterungsfähigkeit. Die Konstruktion muss diese Entwicklungen über Jahrzehnte tragen können“, erläutert Betsa. Neben der Hardware arbeitet sein Unternehmen daher bereits an einer digitalen Planungsplattform, mit der Projektparameter frühzeitig simuliert und kalkuliert werden können. Ziel ist es, Planungszeiten signifikant zu verkürzen und Fehlkalkulationen zu reduzieren. Markt wächst – technische Qualität entscheidet Der politische Druck zur Nutzung versiegelter Flächen wird steigen. Mehrere Bundesländer diskutieren bereits weitergehende Pflichten für Solarüberdachungen auf Parkplätzen ab bestimmten Größenordnungen. Gleichzeitig werden Fördermittel zunehmend an technische und nachhaltige Kriterien gekoppelt. Für Betsa ist klar: „Der Markt wird wachsen. Aber er wird sich professionalisieren. Entscheidend wird sein, wer statisch belastbare, wirtschaftlich durchgerechnete und genehmigungsfähige Lösungen liefern kann.“ Solarcarports sind damit kein Add-on mehr, sondern Teil der Energie- und Infrastrukturstrategie von Unternehmen und Kommunen. Ob sie wirtschaftlich funktionieren, entscheidet sich jedoch nicht auf dem Modul – sondern in der Qualität der Tragwerksplanung und im Zusammenspiel der Systeme bis ins Fundament. Über PILLAR PILLAR ist ein ingenieurgetriebener Anbieter von Solarcarport-Systemen und Schraubfundamenten. Das Unternehmen entwickelt und produziert Stahlkonstruktionen für Parkplatzüberdachungen mit Photovoltaik und setzt dabei auf betonfreie Gründungen mit Schraubfundamenten aus eigener Produktion. PILLAR plant Projekte standortbezogen nach Schnee- und Windlastzonen sowie Bodeneigenschaften und liefert damit statisch ausgelegte Lösungen für anspruchsvolle Rahmenbedingungen. Neben der Hardware entwickelt PILLAR eine digitale Planungs- und Kalkulationsplattform, mit der Solarcarport-Projekte schneller parametrisiert, vorgeplant und wirtschaftlich bewertet werden können. Gründer und Geschäftsführer ist Vasyl Betsa. Weitere Informationen unter: https://pillar-de.com/ PM: PILLAR PB: PILLAR_Carport_Modell+W Weitere Beiträge:Zertifizierte Regeleinheit für Blockheizkraftwerk, Windenergie- oder PhotovoltaikanlageEs ist nichts in den NachrichtenRittal und German Edge Cloud zeigen 5G Showcase auf der Hannover Messe 2019