Wenn dem Meeresboden der Atem stockt: Zeitweiliger Sauerstoffmangel hat jahrzehntelang Auswirkungen

Die Verschmutzung von Nord- und Ostsee durch Schwerölrückstände ist seit Anfang 2015 deutlich zurückgegangen / Foto: HB

Periodische Schwankungen im Sauerstoffgehalt des Bodenwassers können den Kohlenstoffspeicher im Meeresboden und seine Bewohner auf Jahrzehnte verändern. (WK-intern) - Das zeigt eine neue Untersuchung im Schwarzen Meer, die nun in der Fachzeitschrift Science Advances erscheint. Die Ergebnisse sind besonders bedeutsam, da Sauerstoff in immer größeren Bereichen der Meere Mangelware ist. Der Meeresboden spielt eine Schlüsselrolle in den weltweiten Stoffkreisläufen. Die Organismen, die dort leben, verzehren und verarbeiten herabsinkendes organisches Material. Ein kleiner Teil des eintreffenden Materials wird üblicherweise im Boden vergraben. Der Großteil wird von den Bodenbewohnern remineralisiert, also abgebaut und in seine Bestandteile zerlegt, und steht danach dem Ökosystem für neue Biomasseproduktion

BRIESE-Preis für Meeresforschung 2015 würdigt „Methoden-Quantensprung“ bei O2-Monitoring im Meer

Der BRIESE-Preis 2015 geht an Dr. Henry Bittig. Die Jury würdigt damit seine wegweisende Entwicklung eines Systems zum Einsatz optischer Sauerstoffsonden auf autonomen Beobachtungsplattformen. / Pressebild: IOW / K. Beck

Der mit 5000 Euro dotierte BRIESE-Preis für Meeresforschung 2015 geht an Dr. Henry Bittig. (WK-intern) - Die Jury würdigt damit seine wegweisende Entwicklung eines Systems zum Einsatz hochpräziser optischer Sauerstoffsonden auf autonomen Beobachtungsplattformen sowie dessen erfolgreiche Erprobung im Rahmen von Langzeit-Monitoring von Ozeanen. Der von der Reederei Briese Schiffahrts GmbH & Co. KG gestiftete und vom IOW wissenschaftlich betreute Preis für herausragende Doktorarbeiten in der Meeresforschung wurde dieses Jahr zum sechsten Mal in feierlichem Rahmen am IOW verliehen. „Henry Bittigs Dissertation ist ein ‚wissenschaftliches Juwel‘, wie man es nicht oft in die Hände bekommt“, kommentiert Gregor Rehder, Mitglied der BRIESE-Preis-Jury, die diesjährige Preisvergabe.

Gewässerkunde auf dem 18. Tag der Hydrologie in Koblenz

Tag der Hydrologie / Pressebild: Hochschule Koblenz

Hochschule Koblenz und Bundesanstalt für Gewässerkunde richteten „Tag der Hydrologie 2016“ aus (WK-intern) - Weit mehr als 300 Hydrologinnen und Hydrologen aus sechs Nationen nahmen am „Tag der Hydrologie 2016“ an der Hochschule Koblenz teil, der diesmal unter dem Motto „Wasserressourcen – Wissen in Flussgebieten vernetzen“ stand. Der inzwischen 18. „Tag der Hydrologie“ findet jährlich an einer anderen Hochschule im deutschsprachigen Raum statt. Angesichts der regionalen Nähe und der passenden Kompetenzen veranstalteten die Hochschule Koblenz und die Bundesanstalt für Gewässerkunde die Hydrologentagung in diesem Jahr gemeinsam am RheinMoselCampus. KOBLENZ. Weit mehr als 300 Hydrologinnen und Hydrologen aus sechs Nationen nahmen am „Tag der Hydrologie

Unterirdische CO2-Speicherung: Risiken für Stoffkreisläufe im Boden

Felix Beulig von der Friedrich-Schiller-Universität Jena untersucht im Winter in Böhmen (Tschechische Republik) eine Mofette. / Foto: Anke Hädrich

Hohe Konzentration von Kohlendioxidgas in Böden kann die Gemeinschaften von Bodenlebewesen langfristig stark verändern – und damit auch Prozesse im Ökosystem wie den unterirdischen Kohlenstoffkreislauf und die Kohlenstoffspeicherung. (WK-intern) - Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Team. Für ihre Studie hatten die Forschenden Bodenorganismen und Stoffkreisläufe an einer natürlichen Kohlendioxidquelle (Mofette) und in einem Vergleichsboden untersucht. Die Ergebnisse erlauben Rückschlüsse auf die Auswirkungen möglicher Lecks bei der Kohlendioxid-Einlagerung im Untergrund, die langfristig das Nahrungsnetz und den Stoffwechsel im Boden verändern könnten. Je deutlicher die Dimensionen der globalen Erwärmung werden, umso größer wird auch der Druck, Möglichkeiten zu finden, um einen weiteren Anstieg der Konzentration

Die TU Wien eröffnet ein Hydrologielabor

Rasmi Silasari misst die Abflussmenge des HOAL, um Hochwässer besser verstehen zu lernen. / Pressebild: TU Wien

Sechzig Hektar für die Wissenschaft vom Wasser (WK-intern) - Die TU Wien eröffnet ein Hydrologielabor in Petzenkirchen (NÖ). Wasserbewegungen und Stoffkreisläufe werden mit Sensoren erfasst und online abrufbar gemacht. Es ist wohl das größte Labor Österreichs: 60 Hektar umfasst ist das Hydrological Open Air Laboratory (HOAL) in Petzenkirchen (Niederösterreich), das von der TU Wien in den letzten vier Jahren aufgebaut wurde. Am 6. Oktober 2015 wird es nun eröffnet. Hunderte Sensoren wurden auf dem Gebiet installiert, Wasserbewegungen und Stofftransporte können nun genau beobachtet werden. Dadurch ergeben sich ganz neue wissenschaftlich solide Methoden, Hypothesen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen zu testen – von der Hochwasserforschung

Eine neue industrielle Revolution: Studien zum Stoffwechsel der Gesellschaft

Elektromobilität / Foto: HB

Nur mit einer umfassenden Veränderung unserer bebauten Umwelt – Städte, Verkehrssysteme, Stromerzeugung – kann dauerhaft ein Wandel zur Nachhaltigkeit erreicht werden. (WK-intern) - Das ist eines der Ergebnisse eines ganzen Bündels von Studien, die jetzt als Sonderteil in den Proceedings of the National Academy of Sciences erscheinen und vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) koordiniert wurden. Die Themen reichen dabei von den Effekten der Verstädterung bis zur materiellen Basis moderner Gesellschaften; es ist Grundlagenforschung für Entscheidungsträger. „Kleinteiliges Klempnern wird nicht genügen, um die Risiken zu reduzieren, die paradoxerweise aus dem Erfolg der Industrialisierung entstehen – das zeigen unsere Studien zum Stoffwechsel moderner

Gesammeltes Wissen über die Ozeanversauerung und ihre Folgen

Titel der Broschüre "Ozeanversauerung: Zusammenfassung für Entscheidungsträger." Layout und Grafik: Hilarie Cutler, IGBP / Pressebild

Um wichtige Erkenntnisse und Beobachtungen reicher – und weiterhin mit Hochdruck dabei, zukünftige Veränderungen im Ökosystem Ozean abzuschätzen und zu bewerten: (WK-intern) - Fünf Jahre nach dem „Kick-off“ sind die Mitglieder des Deutschen Forschungsverbunds BIOACID wieder zu Gast am GEOMAR. Kiel - Neben dem Austausch über abgeschlossene, laufende und geplante Projekte wurde auf dem Jahrestreffen 2014 auch eine neue Broschüre vorgestellt: „Ozeanversauerung: Zusammenfassung für Entscheidungsträger“ komprimiert das Wissen über die Ozeanversauerung und deren Folgen auf 21 Prognosen und gibt Wahrscheinlichkeiten für deren Eintreten an. Der Säuregrad des Meerwassers kann in diesem Jahrhundert um bis zu 170 Prozent ansteigen. Ausgelöst wird die Ozeanversauerung

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