Wenn dem Meeresboden der Atem stockt: Zeitweiliger Sauerstoffmangel hat jahrzehntelang Auswirkungen

Die Verschmutzung von Nord- und Ostsee durch Schwerölrückstände ist seit Anfang 2015 deutlich zurückgegangen / Foto: HB

Periodische Schwankungen im Sauerstoffgehalt des Bodenwassers können den Kohlenstoffspeicher im Meeresboden und seine Bewohner auf Jahrzehnte verändern. (WK-intern) - Das zeigt eine neue Untersuchung im Schwarzen Meer, die nun in der Fachzeitschrift Science Advances erscheint. Die Ergebnisse sind besonders bedeutsam, da Sauerstoff in immer größeren Bereichen der Meere Mangelware ist. Der Meeresboden spielt eine Schlüsselrolle in den weltweiten Stoffkreisläufen. Die Organismen, die dort leben, verzehren und verarbeiten herabsinkendes organisches Material. Ein kleiner Teil des eintreffenden Materials wird üblicherweise im Boden vergraben. Der Großteil wird von den Bodenbewohnern remineralisiert, also abgebaut und in seine Bestandteile zerlegt, und steht danach dem Ökosystem für neue Biomasseproduktion

Seekabelverlegung für das Offshore-Netzanbindungsprojekt Nordergründe

Das Seekabel wird vom Verlegeschiff über einen Spülschlitten an Land gezogen. / Pressebild: TenneT

TenneT verlegt Seekabel für das Offshore-Netzanbindungsprojekt Nordergründe (WK-intern) - Kabelverlegung mit 16  Meter hohem und 80 Tonnen schwerem Spülschlitten 111 Megawatt (MW) starke Drehstromverbindung zum Anschluss des Offshore-Windparks Nordergründe Inbetriebnahme in diesem Jahr vorgesehen Im Offshore-Netzanbindungsprojekt Nordergründe beginnt der letzte Bauabschnitt: Nachdem heu-te das Seekabel in das unter den Deich hindurchführende Leerrohr eingezogen wurde, startet nun die Verlegung des 28 Kilometer langen Seekabels. Zunächst war die Kabeltrasse auf magnetische Anomalien wie Altmunition aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht und geräumt worden.  Mitte März folgten die Vorbereitungen für die Seekabelverlegung. Dabei zog das Kabelverlegeschiff einen etwa 16 Meter hohen Spülschlitten entlang der zukünftigen Trasse. An dem Schlitten

Neue Einsichten in die Folgen von Methanaustritten am Meeresboden

Methanprobennahme an der Wasseroberfläche. Foto: Karen Hissmann, GEOMAR

Ein Krater am Boden der Nordsee, der 1990 durch eine Gasexplosion im Zuge von Öl-Explorationen entstand, eröffnet einem internationalen Forscher-Team neue Einblicke in das Schicksal von Methanaustritten am Meeresboden. (WK-intern) - Zusätzliche Untersuchungen und Überwachungsstrategien sind nötig, um die Triebkräfte weiterer Emissionen besser zu verstehen, argumentieren die Wissenschaftler in einer Sonderausgabe des Fachmagazins „Journal of Marine and Petroleum Geology“. Gemeinsame Pressemitteilung des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) und des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel - Am 20. November 1990 stießen Bohrungen im Auftrag der Firma Mobil North Sea (heute ExxonMobil) in etwa 100 Metern Wassertiefe im Britischen Sektor der Nordsee „UK 22“,

Blackout? Energiesysteme der Zukunft – bleibt unsere Stromversorgung sicher?

Wie bleibt unsere Versorgung sicher? Diskussionsforum des Projekts „Energiesysteme der Zukunft“ (WK-intern) - Bis zum Jahr 2050 soll die Stromversorgung in Deutschland überwiegend auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Doch wie überrückt man die „dunklen Flauten“ – jene Zeiten, in denen die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht? Wie sicher wäre ein dezentral organisiertes Energiesystem, das über das Internet gesteuert wird? Und woher kommen die metallischen Rohstoffe für Netzausbau und Stromspeicher? Diese und weitere Fragen waren Thema beim Diskussionsforums Energie.System.Wende. am 11. Juni in Berlin. Unter dem Motto „Wie bleibt unsere Versorgung sicher?“ stellten sich Mitglieder des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS)

AMBAU fertigt für Senvion 18 Offshore-Türme für den Windpark Nordergründe

AMBAU fertigt 18 Offshore Türme für den Windpark Nordergründe / Pressebild: AMBAU

Im Auftrag von Senvion übernimmt die AMBAU GmbH die Herstellung von 18 Offshore-Türmen. (WK-intern) - Die Errichtung der Windenergieanlagen vom Typ 6.2M126 ist für Sommer 2016 geplant. Bremen: Bereits ab November 2015 beginnt im AMBAU-Werk Cuxhaven die Fertigung der 43m langen Turmsegmente, die das Ergebnis eines integrierten Designs von Turm, Transition Piece und Monopile-Gründung von Senvion und AMBAU sind. Die verbleibende erforderliche Turmlänge wird über ein kombiniertes Turm-Transition Piece („Long-TP“) erreicht. Zusätzlich zu den Turmsegmenten wird AMBAU auch die Transition Pieces und Monopiles für das Projekt Nordergründe bauen und somit erstmals den kompletten Stahlbau unterhalb der Gondel für einen Windpark liefern. Die gesamte Stahlstruktur hat

Ostsee Offshore-Windpark EnBW Baltic 2: Installationsschiff Vidar verankert erste Windanlage

Ostsee Offshore-Windpark EnBW Baltic 2: Installationsschiff Vidar verankert erste Windanlage / Pressebild: EnBW

Zweiter Offshore-Windpark der EnBW erreicht nächsten Meilenstein: Erste Windkraftanlage von EnBW Baltic 2 steht Sassnitz / Karlsruhe - Bei der Realisierung ihres zweiten Offshore-Windparks hat die EnBW Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) den nächsten Meilenstein erreicht: (WK-intern) - Die erste Windkraftanlage des Offshore-Windparks EnBW Baltic 2 ist errichtet und ragt mit einer Nabenhöhe von rund 80 Metern aus der deutschen Ostsee. Das Installationsschiff Vidar hatte im Hafen Sassnitz Bauteile für insgesamt sechs Windkraftanlagen an Bord genommen. Am gestrigen Nachmittag hat die Vidar im Baufeld auf See nun die erste Anlage auf das bereits im Meeresboden verankerte Fundament gesetzt. In den nächsten Tagen sollen

Borkum Riffgrund 1: Kabel zwischen der Umspannstation und erstem Fundament verlegt

Rund 80 Kilometer Kabel werden den Offshore-Windpark von DONG Energy in der Nordsee verbinden. / Pressebilder: DONG Energy

Am 21. April 2014 wurde das erste Kabel zwischen der Umspannstation und dem ersten Fundament verlegt. Bis Ende 2014 werden es dann insgesamt rund 80 Kilometer sein. (WK-intern) - Die in Deutschland produzierten Kabel werden mit speziellen Kabellegeschiffen in das Baufeld gebracht und installiert. Derzeit befinden sich dort rund 23 Kilometer Kabel und einige drei bis vier Meter hohe Kabeltrommeln, mit mehr als 280 Tonnen Gewicht. Hergen Sichau, verantwortlicher Offshore Installation Manager bei Borkum Riffgrund 1, erklärt: „ Zuerst werden die Kabel rund 30 Meter tief auf den Meeresboden gelegt und danach werden sie noch einmal weitere 1,5 Meter in den Meeresboden eingespült.

Verklappung von Atommüll in die Weltmeere

(WK-news) - Anti-Atom-Geschichte: Verklappung von Atommüll in die Weltmeere und der weltweit erfolgreiche Kampf von vielen Anti-Atom-Gruppe Endlager Meeresboden -- Bis 1982 versenkten neun Staaten schwach- und mittelradioaktive Abfälle im Nordostatlantik, darunter auch Deutschland. Insgesamt wurden offiziellen Statistiken zufolge an 15 Stellen 114.726 Tonnen Atommüll in 222.732 Fässern verklappt und zwar Alpha-, Beta- und Gammastrahler. Viele Jahrzehnte haben es sich die Staaten, die Atomtechnik nutzen, leicht gemacht und große Teile der atomaren Abfälle einfach im Meer entsorgt. Was genau auf diese Weise für immer in den Tiefen verschwand, weiß heute niemand mehr. Die frühen Jahre der Verklappung Die USA versenkten in den 40er, 50er und

GEOMAR startet Expedition-Forschungsschiff zu CO2-Speicherung in der Nordsee

Mit dem irischen Forschungsschiff CELTIC EXPLORER untersuchen die GEOMAR-Wissenschaftler künstliche und natürliche Kohlendioxidspeicher in der Nordsee. Foto: M. Nicolai, GEOMAR

(WK-intern) - Ungewöhnlicher Einsatz für ROV KIEL 6000 Künstliche und natürliche Kohlendioxidspeicher im Meeresboden der Nordsee sind die Ziele einer Expedition des GEOMAR | Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, die heute in Bremerhaven startet. Mit dabei ist auch der Tiefseeroboter ROV KIEL 6000. Er hat schon Unterwasservulkane im Pazifik gesehen, unbekannte Tiefseeorganismen im Indischen Ozean gefilmt und Proben von Schwarzen Rauchern im Atlantik geborgen – eigentlich ist die Tiefsee der großen Ozeane das Arbeitsgebiet des ferngesteuerten Tauchroboters ROV KIEL 6000 vom GEOMAR | Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Heute bricht das High-Tech-Gerät an Bord des irischen Forschungsschiffes „Celtic Explorer“ jedoch zu einem eher ungewöhnlichen Einsatz

Subsea Power Grids – Siemens verstärkt sich im Zukunftsmarkt Unterwasserstromnetze

Das Siemens Subsea Power Grid ist eine Lösung zur Stromverteilung und basiert auf bewährten, qualitativ hochwertigen Industriekomponenten: Transformatoren, Schaltanlagen und drehzahlvariablen Antrieben. Die verschiedenen Komponenten des Stromversorgungssystems können auf einem gemeinsamen Grundrahmen montiert werden – in einer Wassertiefe bis 3000 Meter und in sehr großer Entfernung von der Küste.

Akquisition von britischem Subsea-Spezialisten für 470 Mio. EUR Siemens übernimmt von der Expro Holding mit Sitz im britischen Reading deren Geschäft mit tiefseetauglichen Komponenten für die Öl- und Gasförderung. Die Sensoren, Messvorrichtungen und Anschlussstecker des Unternehmens sind Schüssel-Komponenten einer Stromversorgung auf dem Meeresboden, wie sie Siemens derzeit für den Einsatz bis zu einer Tiefe von 3.000 Metern entwickelt. Das Expro-Geschäftsfeld Connectors und Measurements erzielte im Kalenderjahr 2011 einen Umsatz von etwa 90 Millionen Euro und beschäftigt derzeit rund 450 Mitarbeiter in Großbritannien, Norwegen, den USA, Brasilien und Malaysia. Der Kaufpreis beträgt rund 470 Mio. EUR. Die Transaktion erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung durch die

Wie beeinflusst der Ozean das Klimageschehen?

Ein neuer Bohrturm für den Meeresboden - Forschungsministerium bewilligt 7,4 Millionen Euro für die Entwicklung von MARUM-MeBo200. Welche Rohstoffe lagern im Meeresboden? Wie entstehen Tsunamis? Um solche Fragen beantworten zu können, benötigen Meeresforscher Proben vom Meeresboden. Erfahrungen am MARUM zeigen, dass das Probenmaterial sehr effizient mit Meeresboden-Bohrgeräten gewonnen werden kann. Jetzt bewilligte das Bundesministerium für Bildung und Forschung rund 7,4 Millionen Euro. Damit soll bis 2014 das Bohrgerät MARUM-MeBo200 entwickelt werden. Seit seiner Indienststellung 2005 ist der Prototyp eines Meeresboden-Bohrgeräts, das in Bremen entwickelte MARUM-MeBo, auf elf Expeditionen 68mal zum Meeresboden herabgelassen worden. Dabei hat es in Wassertiefen von bis zu 1.720

Energie: Kommission legt neue Sicherheitsstandards für Offshore-Erdöl- und Erdgasaktivitäten fest

Nordsee / Foto: HB

Brüssel ‑  Die Wahrscheinlichkeit eines schweren Offshore-Unfalls in europäischen Gewässern ist nach wie vor inakzeptabel hoch. Mit einem strengen Sicherheitssystem kann das Risiko eines solchen Unfalls auf ein absolutes Minimum gesenkt werden. Umweltschäden und Schäden für die Wirtschaft in den Küstengebieten können erheblich verringert werden, wenn vorab ein wirksamer Notfallplan erstellt wurde. Deshalb hat die Europäische Kommission heute eine neue Rechtsvorschrift vorgeschlagen, die sicherstellen soll, dass die europäische Offshore-Erdöl- und ‑Erdgasförderung in der gesamten EU die weltweit höchsten Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltstandards einhält. Energiekommissar Günther Oettinger erklärte dazu: „Derzeit findet die Erdöl- und Erdgasförderung in Europa überwiegend unter widrigen geografischen und

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