Private Windkraftanlage fürs Eigenheim

Foto oben: Mario De Mattia

(WK-intern) – Der weltweite Trend in Bezug auf die Energienutzung geht klar weg von fossilen Energieträgern und hin zu regenerativen Quellen. Und das aus gutem Grund: So steht die Menschheit derzeit an der Schwelle zum globalen Ölfördermaximum – auch “Peak Oil” genannt – wobei manche Experten der Ansicht sind, dass dieser Punkt bereits überschritten sei. Um hier Alternativen zu schaffen, stehen Windkraftanlagen mittlerweile auch bei Privatpersonen hoch im Kurs.

Foto oben: Mario De Mattia

Warum wird die Energieerzeugung in Eigenregie für viele Menschen immer interessanter?

Die globale Energiekrise im Zusammenhang mit fossilen Ressourcen wie Öl und Erdgas sorgt zwangsläufig dafür, dass die allgemeinen Kosten für Strom bzw. Wärme immer weiter ansteigen. Um dem entgegen zu wirken, spielen immer mehr Privatmenschen mit dem Gedanken der Eigenversorgung. Neben niedrigeren Stromkosten und dem Beitrag zum Klimaschutz, lockt die gewonnene Unabhängigkeit sogar mit einer Rendite für zusätzlich eingespeister Elektrizität. Jedoch ist hierbei zu beachten, dass Kleinwindanlagen sich finanziell nur dann lohnen, wenn der eigene Strom preiswerter als das Angebot des Energieversorgers ist und die meiste Windenergie selbst verbraucht wird.

So müssen die Stromgestehungskosten einer privaten Windanlage grob unter einem Wert von 30 Cent pro Kilowattstunde liegen. Dieser Preis ist mit einer Turbine, die eine Leistung von unter 5 Kilowatt aufweist, jedoch nur an besonders windigen Plätzen realistisch. Allerdings können sich die ökonomischen Rahmenbedingungen hier aufgrund der stetig steigenden Energiepreise in Zukunft drastisch verändern.

Welche Alternativen gibt es im Bereich der regenerativen Energien und weshalb ist gerade Windkraft so beliebt?

Wie bereits erwähnt wurde, lohnt sich die Windkraft für Privatleute als Renditeobjekt derzeit noch nicht wirklich, sodass eine Investition hier in erster Linie zur Deckung des Eigenbedarfs sinnvoll ist. Deutlich wirtschaftlicher sind da beispielsweise Solaranlagen, wobei auch Photovoltaikanlagen mit Makeln behaftet sind. So ist die Stromproduktion bei Solaranlagen wesentlich stärker von natürlichen Einflüssen wie Jahreszeiten, Witterung und Tag-Nacht-Zyklen abhängig. Weiterhin sind die Sonnenkollektoren deutlich anfälliger für Verschmutzungen, was im Laufe der Zeit teure Wartungskosten nach sich ziehen kann. Aufgrund der besseren Kontinuität in Bezug auf die Stromerzeugung sowie der platzsparenden Bauweise, greifen viele Eigentümer daher lieber zu Windkraftanlagen.

Foto: pixabay.com / Alexas_Fotos

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Worauf ist bei der Aufstellung eines Windrades zu achten?

Wer Energiesparhäuser bzw. Effizienzhäuser oder andere Gebäude mit einer Windkraftanlage ausstatten möchte, sollte dieses Vorhaben äußerst gründlich angehen, da es bei der Umsetzung eine ganze Reihe an Faktoren zu beachten gibt. Hierzu zählen neben der Positionierung und der Wahl der Höhe unter anderem auch gesetzliche Vorgaben. So regelt das Baurecht zum Beispiel Dinge wie den Abstand zum Gebäude oder die maximalen Abmessungen. Weiterhin sollten im Vorfeld auch die Kosten genauestens durchkalkuliert werden, da Komponenten wie Mast, Turbine und Flügel immer auch eine Investition erfordern.

Grundsätzlich liegen die Investitionskosten bei Kleinwindkraftlagen mit einer Leistung von unter 100 Kilowatt zwischen 3.000 und 9.000 Euro pro Kilowatt. Der Mittelwert von rund 6.000 Euro kann hier als Orientierungshilfe herangezogen werden. Ein Windrad mit 3 Kilowatt Leistung wäre in diesem Fall also mit Kosten von etwa 18.000 Euro verbunden.

Private Windkraftanlagen fürs Eigenheim im Fazit

In der Gesamtbetrachtung zeigt sich, dass Windkraftanlagen sich aktuell vor allem für die Eigenversorgung von privaten Haushalten lohnen, wobei sie sich mit der Zeit auch zu einem lukrativen Renditeobjekt entwickeln können. Privatpersonen, denen die Investitionskosten zu hoch sind, können auch ein passendes Effizienzhaus finden, um auf diese Weise die Energiekosten zu reduzieren. Eine Kombination aus Effizienzhaus und Windkraftanlage stellt hier natürlich das ökologische Optimum dar.

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