Phoenix Solar AG legt Zahlen für das erste Halbjahr 2017 vor

Die Phoenix Solar AG (ISIN DE000A0BVU93), ein im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiertes, international tätiges Photovoltaik-Systemhaus, legt heute den Bericht über das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 vor.

  • Umfangreiche Auftragseingänge im Juli: gewichtete Projektpipeline aktuell bei über 500 MWp
  • Umsatz im ersten Halbjahr 2017 mit 42,4 Mio. EUR um 20,5 Prozent niedriger als in der Vorjahresperiode; zweites Quartal gegenüber erstem Quartal 2017 mehr als verdoppelt
  • Absatz im 1. Halbjahr leicht gestiegen auf 66 MWp gegenüber dem Vorjahr mit 63 MWp
  • Stabile Rohertragsmarge bei 10,4%; EBIT im Halbjahr bei -7,0 Mio. EUR deutlich unter den Erwartungen
  • Jahresprognose für 2017 gesenkt: Umsatz jetzt zwischen 140 Mio. EUR und 170 Mio. EUR, EBIT zwischen -2,0 Mio. EUR und 1,0 Mio. EUR erwartet

Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahrs 2017 erzielte die Phoenix Solar AG im Konzern einen Umsatz von 42,4 Mio. EUR, 20,5 Prozent weniger als in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahrs 2017 (H1/2016: 53,3 Mio. EUR). Gegenüber dem ersten Quartal 2017, als 13,8 Mio. EUR Umsatz erzielt wurden, wurde der Umsatz im zweiten Quartal mehr als verdoppelt und lag bei 28,5 Mio. EUR. Der Absatz im 1. Halbjahr betrug 66 MWp, ein leichtes Wachstum gegenüber dem Vorjahr (63 MWp) – dies ist ein Zeichen des weiteren Preisverfalls in den internationalen Märkten aber deutet ebenfalls auf die starke Nachfrage nach unserer Technologie und ihre Wettbewerbsfähigkeit. Die im Juli unterzeichneten neuen Aufträge insbesondere im Kernmarkt USA aber auch in Asia/Pacific lassen für das zweite Halbjahr ein weiteres Umsatzwachstum erwarten, sofern die Baufreigaben erfolgen wie derzeit erwartet.

Im ersten Halbjahr 2017 erreichte Phoenix Solar im Kernmarkt USA Umsatzerlöse in Höhe von 32,8 Mio. EUR (H1/2016: 42,6 Mio. EUR), während die Region Middle East Umsätze in Höhe von 5,3 Mio. EUR (H1/2016: 7,1 Mio. EUR) beisteuerte. Die Region Asia/Pacific wuchs um 16,7 Prozent auf einen Umsatz von 3,9 Mio. EUR (H1/2016: 3,4 Mio. EUR), Europa (ohne Holding) blieb mit 0,4 Mio. EUR die kleinste Region (H1/2016: 0,3 Mio. EUR).

Die Rohertragsmarge im Konzern (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) liegt weiter auf einem gesunden Niveau oberhalb von 10 Prozent (H1/2017: 10,4 Prozent; H1/2016: 11,3 Prozent). Im Vorgriff auf das weitere Wachstum hat Phoenix Solar weiter in den Ausbau seiner Teams investiert – insbesondere in den Bereichen Vertrieb, Supply Chain und Engineering – um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und künftig zuverlässig Umsätze generieren zu können. Die Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich daher auf 132 Personen (zum 30. Juni 2017 ohne Vorstände und Aushilfen). Zum Ende des zweiten Quartals 2016 waren 114 Personen beschäftigt. Der Personalaufwand stieg auf 7,1 Mio. EUR (H1/2016: 5,4 Mio. EUR).

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte in den ersten sechs Monaten -7,0 Mio. EUR (EBIT H1/2016: -2,4 Mio. EUR) – nach Revision der Ergebnisprognose wird nun für das Gesamtjahr ein EBIT zwischen -2,0 Mio. EUR und 1,0 Mio. EUR erwartet.

Das auf die Aktionäre entfallende Konzernperiodenergebnis beläuft sich auf -8,6 Mio. EUR (H1/2016: -4,6 Mio. EUR). Der Verlust je Aktie erhöhte sich entsprechend von 0,62 EUR (H1/2016) auf jetzt 1,17 EUR.

Im Wesentlichen infolge des Konzernperiodenverlusts sowie bedingt durch die Verlustsituation der vergangenen Jahre fiel das Konzerneigenkapital weiter auf -22,3 Mio. EUR (31. Dezember 2016: -12,1 Mio. EUR). Dementsprechend beträgt die Eigenkapitalquote des Konzerns zum 30. Juni 2017 -55,5 Prozent (31.Dezember 2016: -26,0 Prozent). Da der Konzern selbst keine rechtlich selbständige Gesellschaft ist, entsteht aus der negativen Eigenkapitalquote keine Gefahr für den Fortbestand des Konzerns.
Rechtlich relevant ist ausschließlich das Eigenkapital des nach HGB übergeleiteten Abschlusses der Phoenix Solar Aktiengesellschaft als der Muttergesellschaft des Phoenix Solar Konzerns. Dieses belief sich zum 30. Juni 2017 auf 4,6 Mio. EUR, was einer Eigenkapitalquote von 9,0 Prozent entspricht (31. Dezember 2016: 5,7 Mio. EUR, entsprechend 8,6 Prozent).

Cashflow
Im ersten Halbjahr 2017 wurde ein Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 4,4 Mio. EUR verzeichnet (H1/2016: Mittelzufluss von 6,1 Mio. EUR). Der Finanzmittelbestand ging um 6,2 Mio. EUR von 9,4 Mio. EUR (am 31. Dezember 2016) auf 3,2 Mio. EUR (am 30. Juni 2017) zurück.

Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal
Der Phoenix Solar Konzern erzielte von April bis Juni 2017 Umsatzerlöse in Höhe von 28,5 Mio. EUR, mehr als doppelt so viel wie im ersten Quartal (Q1/2017: 13,8 Mio. EUR), jedoch weniger als im zweiten Quartal 2016 (Q2/2016: 43,4 Mio. EUR).

Auftragsbestand zum Ende des ersten Halbjahrs
Der Konzern verzeichnet zum 30. Juni 2017 einen freien Auftragsbestand von 31,4 Mio. EUR (30. Juni 2016: 135,6 Mio. EUR). Der Auftragsbestand einschließlich bereits realisierten Umsatzes belief sich zum 30. Juni 2017 im Konzern auf 129,3 Mio. EUR (30. Juni 2016: 246,4 Mio. EUR). Dank der laufenden Maßnahmen zur Stärkung des Vertriebs konnten von April bis Juni weitere große Projekte bis zu finalen Verhandlungen entwickelt und kurz nach Quartalsende dann auch unterschrieben werden. Der Umfang der gewichteten globalen Projektpipeline hat sich zum 30. Juni 2017 auf 444 MWp stark erhöht (30. Juni 2016: 235 MWp). Nach Abschluss zweier neuer Verträge erreicht sie zum Ende Juli 2017 einen Umfang von über 500 MWp.

Ausblick
Nach Abschluss der Berichtsperiode, im Juli 2017, wurde ein bedeutender EPC-Vertrag über ein Großprojekt in den USA unterzeichnet. Zudem konnten wir nennenswerte neue Aufträge in der Region Asia/Pacific vermelden, darunter unsere erste größere Freiflächenanlage in Australien. Diese Aufträge sowie die Aussichten aus einer insgesamt deutlich gewachsenen globalen Pipeline sind eine gute Grundlage für weiteres Wachstum von Umsatz und Erträgen im zweiten Halbjahr und darüber hinaus.
Allerdings reicht diese Steigerung im zweiten Halbjahr nicht aus, um die ursprüngliche Prognose für Umsatz und Ertrag noch zu erreichen. Der Vorstand hat am 9. August 2017 die Prognose revidiert und erwartet nun einen Umsatz in einem Korridor zwischen 140 Mio. EUR und 170 Mio. EUR (bisherige Prognose: zwischen 160 und 190 Mio. EUR) sowie ein EBIT zwischen -0,2 Mio. EUR und 1,0 Mio. EUR (bisherige Prognose: zwischen einer und drei Mio. EUR).
Tim P. Ryan, Vorstandsvorsitzender der Phoenix Solar AG, erläuterte: „Die Ergebnisse im ersten Halbjahr 2017 liegen unterhalb unserer Erwartungen, es muss aber berücksichtigt werden, dass es im Projektgeschäft immer wieder zu Umsatzverschiebungen kommt. Betonen möchten wir, dass die gewichtete globale Projektpipeline der Phoenix Solar per Ende Juni wieder deutlich auf 444 MWp angestiegen ist und kurz darauf sogar ein Niveau von 500 MWp erreicht hat. Der Abschluss neuer Aufträge kurz nach Quartalsende – insbesondere im Kernmarkt USA, aber auch in Asia/Pacific zeigt, dass die Vertriebsmaßnahmen greifen und uns erlauben, das Wachstumstempo in den kommenden Quartalen zu steigern. Wir investieren weiter in den Ausbau des globalen Vertriebs und pflegen unsere Stärken im Engineering und in der weltweiten Supply-Chain-Organisation. Hier heben wir uns vom Wettbewerb ab und verbessern unsere Chancen auf profitables Wachstum in einem hart umkämpften Marktumfeld. Unsere Erfolgsgeschichte der termin- und budgetgerechten Planung und Errichtung hochwertiger, kommerziell genutzter Photovoltaikkraftwerke sorgt für anhaltend gute Nachfrage nach unseren Leistungen und bildet die Grundlage für künftiges profitables Wachstum in unseren Märkten weltweit.“

Bericht über das erste Halbjahr 2017
Der Bericht über das erste Halbjahr 2017 erscheint heute, am 10. August 2017, in elektronischer Form und kann auf der Internetseite www.phoenixsolar-group.com unter der Rubrik Investor Relations, Finanzberichte, heruntergeladen werden.

PM: Phoenix Solar

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