Prüfapplikationen bei der Inspektion von Windenergieanlagen durch Sachverständige

Smart-Applications / Pressebild

TÜV Rheinland setzt erfolgreich neue Prüfapplikationen zur Unterstützung der Sachverständigen ein

  • „Smart Applications“ im Sachverständigengeschäft erfolgreich getestet
  • Einsatz von Augmented Reality
  • Optimierte Prüfprozesse, kürzere Stillstandzeiten und breitere Datenbasis
  • Befliegung Windenergieanlage bei Windstärke 7

(WK-intern) – Bei der Inspektion von Brücken, Gebäuden, Schornsteinen oder auch Windenergieanlagen spielt die technische Ausstattung zur Unterstützung der Sachverständigen eine immer wichtigere Rolle.

Der Prüfdienstleister TÜV Rheinland erprobt aktuell im Rahmen der Inspektionstätigkeit an verschiedenen Gewerken den Einsatz sogenannter „Smart Applications“ wie speziell ausgerüstete Helikopter, Drohnen und auch Assist Systems mit Augmented-Reality-Funktionalität.

Die Experten von TÜV Rheinland sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden. „Smart Applications bieten ein hohes Potenzial für die Unterstützung der Sachverständigen“, so Bruno Kuckartz, Business Development Manager bei TÜV Rheinland. „Gleichzeitig werden die Prüfprozesse optimiert und die Qualität der Prüfaussagen verbessert“, so der Experte. Für den Kunden ergeben sich aus Sicht der Prüfer dadurch deutlich kürzere Stillstandzeiten, aber auch der Vorteil der Nutzung einer breiteren Datenbasis.

Unbemannter Helikopter mit Kamerasystem im Einsatz
Ein Test von „Smart Applications“ wurde zum Beispiel im Bereich Windenergie erfolgreich durchgeführt. An einer Windkraftanlage unter der Betriebsführung der Firma „wpd windmanager“ testeten die Experten von TÜV Rheinland ein Unmanned Aircraft System (UAS). Die Befliegung in einem Windpark südlich von Hamburg fand bei Windstärke 7 statt – Bedingungen, die auch bei einem potenziellen Offshore-Einsatz herrschen könnten. Ein unbemannter Helikopter mit Kamerasystem und Bildverarbeitung flog in einer programmierten Route eigenständig Rotoren und Anlagenturm ab und sendete der Überwachungszentrale am Boden in Echtzeit seine Daten. So konnten potenzielle Schäden dokumentiert und von den Sachverständigen am Monitor im Detail ausgewertet werden.

Parallel zur Helikopterbefliegung kam bei der Prüfung des Anlageninneren ein Assist System zum Einsatz. Dabei trägt der Inspektor einen Helm mit Datenbrille und Kamerasystem sowie Speicher- und Fernübertragungssysteme. Über die Datenbrille kann er mittels Augmented Reality auf Prüfinhalte und technische Informationen zugreifen. Über die Helmkamera sind die Sachverständigen im Büro zugeschaltet. Alles, was der Inspektor bei der Prüfung sieht, wird direkt ins Backoffice gesendet. Dank der direkten Kommunikation kann der Sachverständige so schnell Entscheidungen treffen und Anweisungen geben. Hochauflösende Bilder können ebenfalls übertragen werden, etwa zu Dokumentationszwecken oder zur genaueren Beurteilung.

PM: TÜV Rheinland

Smart-Applications / Pressebild: TÜV Rheinland

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