DVGW: Die Energiewende und der Klimaschutz treten in eine neue, entscheidende Phase ein

Der Film thematisiert die Rolle des DVGW vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen im Gas- und Wasserfach

Zweite Phase der Energiewende im Fokus des wichtigsten Branchenforums der Gaswirtschaft

(WK-intern) – Aus einer bloßen Stromerzeugungswende muss eine wirkliche Energiewende werden.

Eine Energiewende, die alle Sektoren intelligent miteinander verknüpft und so die kontinuierliche Treibhausgasreduktion im Strom-, Wärme- und Mobilitätssektor zeitgleich vorantreibt.

Die spezifischen CO2-Vermeidungskosten von Technologien und die Nutzung bestehender Infrastrukturen müssen künftig stärker berücksichtigt werden. Als grüner Energieträger kann Gas entscheidend zur CO2-Minderung im Verkehr und Heizungsmarkt beitragen und über die Power-to-Gas-Technologie und mit seiner Netzinfrastruktur eine Schlüsselfunktion bei der langfristigen Speicherung erneuerbarer Energie einnehmen. In seiner energiepolitischen Dialogreihe „Energie-Impuls“ hat der DVGW ein umsetzungsfähiges Konzept zur Energiewende entwickelt, dessen zentrale Botschaften auch auf der gat 2017 prominent diskutiert werden. Auf dem führenden Branchentreff der deutschen Gaswirtschaft erörtern namhafte Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft Handlungslinien für Gas und seine Infrastrukturen zum Erreichen der internationalen Klimaschutzziele in gleich mehreren Sektoren:

Mobilität: Durch Erdgas betriebene Pkw werden in Deutschland jährlich gut 44.600 Tonnen CO2 eingespart. Sie emittieren rund 25 Prozent weniger CO2 als Benziner. Im Schwerlastverkehr können nach einer kürzlich veröffentlichten Studie der NVA Europe je nach verwendeter Motorentechnologie zwischen 16 und 22 Prozent CO2 im Vergleich zu Dieselantrieben eingespart werden. Schnelle Emissionsrückgänge im wachsenden Segment des Gütertransports auf deutschen Straßen lassen sich durch Biokraftstoffe und sogenannte e-fuels erzielen.

Strommarkt: Mit einer Ablösung der Braunkohlekraftwerke durch Erdgaskraftwerke können 108,75 Millionen Tonnen CO2 vermieden werden.

Wärmemarkt: Obwohl der private Wärmesektor bereits mit Bezug zum Referenzjahr 1990 mehr als 40% Emissionsminderungen erzielt hat, ist das Potenzial noch nicht erschöpft. Ein gestufter, sich am realen Investitionsverhalten orientierender Sanierungsfahrplan privater Haushalte, etwa beginnend mit dem Umstieg auf moderne Brennstoffzellentechnik und in den späteren Jahren folgenden Modernisierungsmaßnahmen, kann sogar 642 Millionen Tonnen Treibhausgase im Zeitraum 2010 bis 2050 einsparen.

Industrie: Fast die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs fällt im Industriesektor an. 2015 waren dies 1.116 Terawattstunden (TWh). In einem ersten Schritt ermöglicht die Substitution von Kohle und Erdöl durch Erdgas eine zügige und signifikante Reduktion von Treibhausgasemissionen im Industriesektor. In einem zweiten Schritt kann die allmähliche Steigerung des Anteils erneuerbarer und synthetischer Gase schließlich zur weiteren Verbesserung der Treibhausgasbilanz führen. Durch die intersektorale Verknüpfung der bestehenden Infrastrukturen können weitere Effizienzressourcen gehoben werden.

Die mit dem Energie-Impuls einhergehenden politischen Implikationen einerseits und das Potenzial der technischen Innovationen andererseits werden auf der gat 2017, Deutschlands Leitforum der Gaswirtschaft, vom 29.-30. November in Köln erörtert. Die gat 2017 ist die zentrale Informations- und Diskussionsplattform für technische und kaufmännische Fach- und Führungskräfte und Jahr für Jahr wichtiger Impulsgeber für die Branche. Auf 10.000 m² Ausstellungsfläche präsentieren vom 28. – 30. 11. 2017 ca. 200 Aussteller innovative Produkte und Dienstleistungen. Fachmesse, Kongress und zwei kommunikative Abendveranstaltungen bieten ideale Gelegenheiten, persönliche Netzwerke gezielt zu erweitern.

Online-Anmeldung ab sofort unter: www.gat-wat.de.

PM: DVGW

Der Film thematisiert die Rolle des DVGW vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen im Gas- und Wasserfach

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