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Von 5 auf 15 MWh: Erweiterung des WEMAG-Batteriespeichers geht ans Netz

Pressebild: WEMAG-Batteriespeicher 2_Foto WEMAG Stephan Rudolph-Kramer_OO9A2113

Verdreifacht! Erweiterung des WEMAG-Batteriespeichers geht in Schwerin ans Netz

(WK-intern) – Leistung auf 10 Megawatt verdoppelt und Speicherkapazität auf 15 Megawattstunden verdreifacht

In Schwerin hat das zweite Batteriespeicherkraftwerk des Öko-Energieversorgers WEMAG offiziell seinen Betrieb aufgenommen.

Das neue Kraftwerk liefert eine Leistung von zehn Megawatt (MW) und damit doppelt so viel wie das im Juli 2014 ans Netz gegangene erste Batteriespeicherkraftwerk. Die Berliner Younicos AG hat die erste Anlage für die WEMAG konzipiert und schlüsselfertig errichtet. Für das Kraftwerk Schwerin 2 stellt der Berliner Speicherpionier die Steuerungssoftware der Anlage bereit und stellt somit sicher, dass das Batteriespeicherkraftwerk vollautomatisiert am Primärregelleistungsmarkt teilnehmen kann. Darüber hinaus unterstützte Younicos die WEMAG mit technischer Expertise bei der Umsetzung und übernahm die Integration von zusätzlicher Leistungselektronik.

„Schwerin 1 war 2014 der erste kommerzielle Batteriespeicher in Europa. Wir freuen uns, dass wir die Erfolgsgeschichte dieses einzigartigen Pionierprojektes nun gemeinsam mit der WEMAG fortschreiben können. Das Projekt belegt eindrucksvoll den kommerziellen Erfolg von Speichern in Deutschland und zeigt, dass sich Speicher als vierte Säule der Energiewirtschaft etabliert haben.“, so Stephen L. Prince, CEO von Younicos.

Der WEMAG-Speicher in Schwerin ist der europaweit größte hybride Lithium-Batterien-Verbund. Die präqualifizierte Leistung von insgesamt 10 MW wird über einen technischen Verbund aus 53.444 Lithium-Ionen-Akkus in 215 Batterieschränken, 18 Wechselrichtern, neun Transformatoren und einer Mittelspannungsanlage bereitgestellt.

„Wir haben mit unserem Partner Younicos zwei unterschiedliche Batteriegenerationen unter einem Dach integriert, was insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Klimatisierung und der stark gestiegenen Kapazität neuer Batterien eine Herausforderung war“, erklärte Tobias Struck, Geschäftsführer der Batteriespeicher Schwerin GmbH & Co. KG, der bei der WEMAG auch den Bereich Speicher und Projekte verantwortet. Der Speicher bietet noch Ausbaureserven, um auch künftige Batteriegenerationen zu integrieren und das Portfolio möglicher Systemdienstleistungen zu erweitern.

Der Batteriespeicher hat in erster Linie die Aufgabe, bei schwankender Einspeisung des Stroms aus Erneuerbare-Energien-Anlagen das Stromnetz zu stabilisieren. Darüber hinaus soll der stationäre Großspeicher für den Wiederaufbau des Stromnetzes nach Großstörungen im elektrischen Versorgungsnetz sorgen, so dass Schäden in Millionenhöhe vermieden werden können. Vor diesem Hintergrund soll derzeit ein innovatives Schwarzstartkonzept unter dem Titel „Kickstarter“ zur Marktreife gebracht werden. Es wird von einem Konsortium bestehend aus der Energieversorgung Schwerin GmbH & Co. Erzeugung KG, dem Lehrstuhl für Elektrische Energieversorgung der Universität Rostock, der WEMAG AG und der Younicos AG realisiert sowie von der Förderinitiative „Zukunftsfähige Stromnetze“ des Bundeswirtschaftsministeriums gefördert.

PM: WEMAG AG

Pressebild: WEMAG-Batteriespeicher 2_Foto WEMAG Stephan Rudolph-Kramer_OO9A2113

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