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Baubeginn für Bayerns modernsten Wald-Windpark

Pressebild: Baubeginn für Bayerns modernsten Wald-Windpark

Die Regensburger OSTWIND-Gruppe startet mit der Realisierung des Windparks Schiederhof im Landkreis Straubing-Bogen auf Flächen von Thurn und Taxis

(WK-intern) – Der neue Wald-Windpark im Landkreis Straubing-Bogen geizt nicht mit hohen Ansprüchen und echten Premieren.

Nicht nur, dass es für die Regensburger OSTWIND-Gruppe das erste Vorhaben in Niederbayern und auf Waldflächen des Fürstenhauses Thurn und Taxis ist.

Besondere Bedeutung für eine erfolgreiche Energiewende dürfte haben, dass erstmals in Bayern Windturbinen des modernen Typs Vestas V136 aufgestellt werden – und zwar aufgrund der ersten Genehmigung dieses Anlagentyps für ganz Deutschland!

Die speziell für das Binnenland entwickelte Anlage mit einem Rotordurchmesser von 136 m steht für mehr Effizienz, stärkere Erträge und niedrigere Geräusch-Emissionen. „So lässt sich noch effizienter als bisher sauberer Ökostrom erzeugen, ohne den Wald in seinen zentralen Funktionen für Natur und Mensch zu beeinträchtigen“, freute sich OSTWIND-Geschäftsführer Dr. Rolf Bungart anlässlich des bevorstehenden Baubeginns in der zweiten Juli-Woche.

Der neue Wald-Windpark Schiederhof umfasst zwei Vestas-V136-Anlagen mit einer Nabenhöhe von 149 m und einer Leistung von jeweils 3,45 Megawatt (MW). Die Anlagen zeichnen sich durch einen sehr großen Rotor, hohe Türme und ein optimiertes Blattdesign aus. Damit lassen sich pro Jahr über 13 Millionen Kilowattstunden Windstrom erzeugen und rechnerisch etwa 4.500 Haushalte mit klimafreundlichem Strom versorgen.

Planung und Genehmigungsverfahren des ambitionierten Vorhabens erfolgten in enger Abstimmung mit den Fachbehörden des Landratsamts Straubing-Bogen und der Standortgemeinde Wiesenfelden. „Die Energiewende ist wichtig und eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, der auch wir uns vor Ort und als Gemeinde gerne stellen“, so Wiesenfeldens Bürgermeister Anton Drexler.

Ökologischer Waldumbau inklusive

Thurn und Taxis Forst, Deutschlands größte private Waldbesitzerin und Flächeneigentümerin des Windstandorts im Waxenberger Forst, zeigte sich ebenfalls zufrieden. „Bei der Planung wurde besonderer Wert auf eine Minimierung des Rodungseingriffs gelegt“, erläuterte Betriebsleiter Hans-Peter Fritzsche. Darüber hinaus werde im Zuge der Ausgleichsmaßnahmen die Umwandlung von nicht standortgerechtem Nadelholzforst in einen strukturreichen Laubwald angegangen.

Großes Augenmerk im Zuge des Genehmigungsverfahrens genoss übrigens eine der kleinsten Waldbewohnerinnen, nämlich die Haselmaus. Um die Tierart dort dauerhaft zu schützen, wurden als eine erste Artenschutzmaßnahme gemäß dem Landschaftspflegerischen Begleitplan Haselmauskästen aufgehängt, die dem „Wildtier des Jahres 2017“ gute Rückzugsmöglichkeiten bieten.

Baubeginn in der zweiten Juli-Woche

Inzwischen sind alle Vorarbeiten abgeschlossen und in den nächsten Tagen kann OSTWIND mit dem Erd- und Wegebau für das Projekt beginnen. Im September folgen Fundament und Erdkabel, bevor im Oktober die Großkomponenten angeliefert werden, damit die beiden Anlagen ab dann Stück für Stück in die Höhe wachsen können. Die eigentliche Inbetriebnahme ist schließlich für Anfang 2018 vorgesehen. Schon vorab bittet OSTWIND um Verständnis für Beeinträchtigungen während der Bauphase.

Warum Windkraft aus Wiesenfelden wichtig ist

Abschließend hob OSTWIND-Geschäftsführer Jörg Zinner noch einmal die Bedeutung des neuen Projekts hervor: „Wir brauchen Standorte wie hier in Wiesenfelden, um unsere Klimaziele zu erfüllen und eine sichere Energieversorgung zu gewährleisten – langfristig zu 100 Prozent aus dezentralen und erneuerbaren Quellen“. Dabei achte OSTWIND darauf, dass die Nutzung der Windenergie wald-, wild- und naturverträglich geschehe. „Im Umfeld einer Windkraftanlage bleibt der Wald Lebensraum für Tiere und Pflanzen sowie Erholungsgebiet für uns Menschen“, so Zinner.

PM: OSTWIND-Gruppe

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