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Tagung in Essen zur Rolle der Pumpspeicherkraftwerke in der Energiewende

Potenzialstudie Pumpspeicherkraftwerke Nordrhein-Westfalen LANUV-Fachbericht 62

Etablierte Technologie mit erstaunlichem Potenzial in NRW

(WK-intern) – Auf der Veranstaltung „Pumpspeicherwerke und ihre Einbindung in die Energiewende – Stellenwert, Bedarf und Perspektiven“, die heute (10. Juni 2017) auf der Essener Zeche Zollverein tagte, wurde die Rolle von Pumpspeicherkraftwerken im Zuge der Energiewende neu diskutiert.

Pumpspeicherwerke sind bewährte und trotzdem nachhaltige Energiespeicher, die sich bereits über viele Jahrzehnte etabliert haben.

Rund 120 Teilnehmer waren Teil eines fruchtbaren Diskurses, in dem schnell klar war, dass die Rolle von Pumpspeicherkraftwerken in NRW noch ausbaufähig ist: „In Nordrhein-Westfalen ist insgesamt ein großes Potenzial für den Ausbau von Pumpspeicherkapazitäten vorhanden“, sagte Niklas Raffalski vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV NRW) in seinem Vortrag über die LANUV „Potenzialstudie Pumpspeicherkraftwerke Nordrhein-Westfalen“. Ziel der Studie war es, potenziell geeignete Standorte für Pumpspeicherkraftwerke im Land zu finden, die ein möglichst geringes Konfliktpotential in Bezug auf Natur-, Umwelt- und Anwohnerschutz aufweisen. Identifiziert wurde dabei unter anderem auch der Steinkohlebergbau des Ruhgebietes.

„Die Nutzung der bestehenden Infrastruktur im Bergbau-Sektor Ruhrgebiet, sowie insbesondere die Nutzung der bereits erschlossen Tiefe bietet hervorragende Voraussetzungen für einen konfliktfreien Pumpspeicher-Ansatz in NRW“, betonte auch Professor André Niemann von der Universität Duisburg-Essen. Dabei ging er auch auf den Sachstand zum geplanten untertägigen Pumpspeicherwerk im Bergwerk Prosper-Haniel in Bottrop ein. Das Bergwerk Prosper-Haniel soll nach seiner Schließung Ende 2018 zu einem Stromspeicher für 450.000 Haushalte umgebaut werden. „Die technische Machbarkeit des Projektes kann bestätigt werden. Jetzt geht es darum, auch die weiteren Randfaktoren, wie Marktbedingungen und insbesondere regionale Aspekte konkret aufzunehmen und zu gestalten“.

Diese Randfaktoren zu diskutieren, war eines der Ziele der gemeinsamen Tagung von EnergieAgentur.NRW, Universität Duisburg-Essen, Stiftung Mercator sowie der RAG. „Die Speicherung regenerativer Energien ist nach wie vor eine Schlüsselfragestellung bei der Energiewende. Pumpspeicherwerke sind etablierte Speichersysteme, welche sich nun neu in diesen Prozess einfinden müssen. Mit der Veranstaltung heute konnten wir beteiligte Akteure aus Wirtschaft, Forschung und Politik zusammenbringen, um diesen Prozess zu diskutieren und auf einen guten Weg zu bringen“, so Dr. Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW.

LANUV-Potenzialstudie: https://www.lanuv.nrw.de/uploads/tx_commercedownloads/fabe_62_web.pdf

PM der Kooperationspartner:
Universitätsallianz Ruhr: www.uamr.de/
Universität Duisburg-Essen: www.uni-due.de/
RAG: www.rag.de/
Stiftung Mercator: www.stiftung-mercator.de/

Bild: Potenzialstudie Pumpspeicherkraftwerke Nordrhein-Westfalen LANUV-Fachbericht 62

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