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Bundesweit einheitliche Übertragungsnetzentgelte

Pressebild: Robert Habeck © Staatskanzlei

Energiewendeminister Habeck begrüßt Bundestags-Entscheidung zu bundesweit einheitlichen Übertragungsnetzentgelten:

(WK-intern) – „Das ist auch unserem Engagement zu verdanken. Die Umsetzung müsste aber schneller kommen. “

KIEL. Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Robert Habeck hat die Entscheidung des Bundestags für eine Reform der Netzentgelte im Grundsatz begrüßt.

„Das ist auch ein Erfolg von Schleswig-Holstein. Wir haben uns intensiv im Bundesrat für bundesweit einheitliche Übertragungsnetzentgelte einsetzt. Es ist schlicht ein Gebot der Fairness. Die Menschen und die Unternehmen in Schleswig-Holstein werden davon profitieren“, sagte Habeck heute (30. Juni 2017) in Kiel.

Habeck kritisierte allerdings, dass die einheitlichen Übertragungsnetzentgelte erst schrittweise von 2019 an bis 2022 eingeführt werden sollen. „Der Bund lässt sich zu viel Zeit. Es ist unsinnig, dass Stromkunden vor allem im Norden und Osten der Republik noch bis 2022 warten müssen, bis es endlich gleich Übertragungsnetzentgelte gibt. Wir hätten uns da deutlich mehr Tempo gewünscht.“

Schleswig-Holstein hatte sich zusammen anderen Bundesländern mit einer Bundesratsinitiative für eine Reform eingesetzt. „Es ist nicht vermittelbar und gerecht, dass ein Stromkunde in Lübeck oder Erfurt deutlich mehr Übertragungsnetzentgelte pro Kilowattstunde bezahlen muss als ein Stromkunde in Tübingen oder Wuppertal, obwohl die Mehrkosten vor allem dadurch verursacht werden, dass der Strom von Nord nach Süd transportiert werden muss. Die stark unterschiedlichen Netzentgelte haben außerdem auch Auswirkungen auf die Wirtschaft. Unternehmen in Nord- und Ostdeutschland mit hohem Stromverbrauch, die hohe Netzentgelte zahlen müssen, erfahren gegenüber ihrer Konkurrenz aus Süd- und Westdeutschland einen klaren Standortnachteil. Die Reform war also dringen geboten“, sagte Habeck.

PM: Landesregierung S-H

Pressebild: Robert Habeck © Staatskanzlei

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