Modernisierung des bestehenden Stromnetzes

schematische Karte LWL Tausch Würgassen / Pressebild: TenneT

TenneT installiert Lichtwellenleiter zwischen Umspannwerken Würgassen und Bergshausen

  • Moderne Technik optimiert Steuerung der Versorgungsleitungen
  • Arbeiten an der Bestandsleitung zwischen den Umspannwerken Würgassen (Landkreis Höxter) und Bergshausen (Landkreis Kassel)
  • Modernisierungsmaßnahmen starten am 06. Juni und werden voraussichtlich bis August 2017 beendet sein

(WK-intern) – Die Modernisierung bestehender Höchstspannungsleitungen ist ein wichtiger Eckpfeiler für das Gelingen der Energiewende.

Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT installiert daher auf zahlreichen Versorgungs- und Transitleitungen moderne Erdseile mit Lichtwellenleitern, um die Kommunikation zwischen den Umspannwerken für die Zukunft fit zu machen.

Mit Blick auf die Herausforderungen der Energiewende tragen diese Maßnahmen dazu bei, die bestehenden Leitungen optimal steuern zu können und Ökostrom besser ins Netz zu integrieren. Bei diesen sogenannten Erdseilen mit Lichtwellenleitern, die über die Mastspitzen geführt werden und selbst keinen Strom transportieren, handelt es sich um eine innovative Steuerungstechnologie für die bestehenden TenneT-Leitungen. Diese werden zentral von den TenneT-Schaltleitungen angesteuert. Durch die Modernisierungsmaßnahme wird ein sicherer Netzbetrieb bei zunehmend schwankender Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen durch TenneT auch zukünftig sichergestellt.

Bei den bestehenden Masten der 380 Kilovolt Freileitung zwischen den Umspannwerken Würgassen (Landkreis Höxter) und Bergshausen (Landkreis Kassel) werden bis Ende August 2017 die vorhanden Erdseile gegen moderne mit Lichtwellenleitern ausgetauscht. Die Arbeiten auf der rund 55 Kilometer langen Leitung, die seit 1969 in Betrieb ist, werden parallel in mehreren Abschnitten durchgeführt. Dadurch können notwendige Abschaltzeiten auf ein Minimum reduziert und lokale Besonderheiten soweit wie möglich berücksichtigt werden.

Für die Installation der Lichtwellenleiter wird das bestehende Erdseil aus Aluminium und Stahl durch ein querschnittsgleiches Seil ausgetauscht. In dem neuen Erdseil befindet sich ein kleines Stahlrohr in dem wiederum geschützt die Lichtwellenleiter geführt werden. Zum Einziehen wird das vorhandene Erdseil als Zugseil verwendet und damit das neue Seil in Teilabschnitten von jeweils rund drei bis vier Kilometern gezogen. Am Beginn und Ende der Teilabschnitte sind Standorte für Seilwinden und Seilzugbremsen in unmittelbarer Nähe der Maststandorte angebracht. Die Sicherung von Kreuzungsobjekten, wie z. B. Autobahnen, Schienenwege, Schifffahrtsstraßen und Industriegebieten erfolgt durch Rollenleinen und je nach Bedarf durch Schutzgerüste. Ist das moderne Erdseil bis zum Windenplatz gezogen, wird es an den Masten in die vorgesehenen Klemmen eingespannt und an ausgewählten Winkelmasten befestigt. An diesen Masten (alle drei bis vier Kilometer) werden die einzelnen Teillängen mittels im Mast aufgehängter Muffen miteinander verbunden. Auch das neue Erdseil mit Lichtwellenleiter erfüllt nach Inbetriebnahme genau wie das alte Erdseil eine Blitzschutzfunktion.

Eine Besonderheit an dieser Modernisierungsmaßnahme stellt die Demontage von 14 Flugwarnkugeln im Bereich Hümme bei Hofgeismar und im südniedersächsischen Landwehrhagen (Gemeinden Staufenberg) dar. Um eine größtmögliche Sicherheit beim Abbau der Kugeln zu gewährleisten, werden diese voraussichtlich am 12.06. per Hubschrauber demontiert.

PM: TenneT

schematische Karte LWL Tausch Würgassen / Pressebild: TenneT

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