Voith Wasserkraft blickt auf einen gute erste Auftragseingang im ersten Halbjahr zurück

Mit dem StreamDiver können bestehende Wehre und Dämme mit minimalem Einfluss auf die Umwelt zur Stromerzeugung genutzt werden. / Pressebild

Voith verzeichnet für seinen Wasserkraft-Geschäftsbereich Voith Hydro eine „gute erste Geschäftsjahreshälfte“

(WK-intern) – Voith verbessert im Jubliäumsjahr erneut Ertragskraft

  • Operatives Kerngeschäft im ersten Halbjahr weiter verbessert, Voith Paper mit plus 54 Prozent beim Betriebsergebnis
  • Auftragseingang plus acht Prozent, Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau, Book-to-bill-Ratio deutlich über eins
  • Digitale Agenda weiter konsequent vorangetrieben
  • Prognosen für Gesamtjahr bestätigt
  • Voith-Chef Lienhard: „Geschäftsjahr 2016/17 verspricht ein weiteres gutes Jahr für Voith zu werden“

Heidenheim. Der Voith-Konzern kommt auf seinem Weg in eine nachhaltig erfolgreiche Zukunft gut voran.

Das operative Geschäft präsentiert sich im bisherigen Verlauf des Jubiläumsjahres 2016/2017 in weiter verbesserter Verfassung: Der Auftragseingang ist im ersten Halbjahr spürbar gestiegen. Trotz des weiterhin schwierigen Marktumfeldes konnte der Konzern seinen Umsatz etwa stabil halten und das operative Ergebnis im Kerngeschäft insgesamt weiter steigern. Gleichzeitig hat Voith seine strategische Agenda konsequent vorangetrieben. Der neue Konzernbereich Voith Digital Solutions hat schon im ersten Jahr seines Bestehens die in ihn gesetzten Erwartungen voll erfüllt. Voith entwickelt sich zu einem Unternehmen, das den digitalen Wandel seiner Industrien maßgeblich mitgestaltet. Unterstützt durch den erfolgreichen Verkauf der KUKA-Anteile hat sich die Finanzlage des Konzerns ebenfalls deutlich verbessert.

„Im ersten Halbjahr ist es Voith erneut gelungen, seine Kapital- und Umsatzrendite im Kerngeschäft zu erhöhen – trotz in etwa gleichbleibendem Umsatz. Außerdem machen wir substanzielle Fortschritte bei der schrittweisen Umsetzung unserer digitalen Agenda. Voith verfügt heute aufgrund der zentralen Weichenstellungen der vergangenen Jahre über ein ertragreiches Kerngeschäft, eine stimmige Zukunftsstrategie und eine starke Bilanz. Das Unternehmen ist damit nach dem erfolgreichen Umbau jetzt aufgestellt für nachhaltig profitables Wachstum“, erklärte Dr. Hubert Lienhard, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung.
Planmäßige Entwicklung im operativen Kerngeschäft

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016/17 hat sich das operative Kerngeschäft des Voith-Konzerns weiterhin positiv entwickelt. Der Auftragseingang der drei Kernbereiche Voith Hydro, Voith Paper und Voith Turbo summierte sich auf 2,32 Milliarden Euro; das entspricht einem Zuwachs von acht Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Auftragsbestand erhöhte sich im Vergleich zum Stand am Ende des vergangenen Geschäftsjahres um ebenfalls acht Prozent auf 5,75 (5,31) Milliarden Euro. Mit einem Wert von 1,18 liegt die Book-to-bill-Ratio von Voith zum Halbjahr deutlich über eins, was ebenfalls die positive Entwicklung bestätigt.

Der Konzernumsatz selbst bewegte sich mit 1,97 (2,04) Milliarden Euro aufgrund des niedrigen Auftragseingangs einiger Abnehmerbranchen von Voith Turbo im Vorjahr trotzdem in etwa auf dem Niveau des vergangenen Geschäftsjahres. Voith ist es dabei gelungen, die Profitabilität des Kerngeschäfts weiter zu verbessern: Das Betriebsergebnis der drei angestammten Konzernbereiche stieg in Summe auf 117 (110) Millionen Euro, wobei Voith Paper mit einem Zuwachs um 54 Prozent herausragte. Im Kerngeschäft stieg die Umsatzrendite auf 6 (5,5) Prozent, auch der ROCE (Return on Capital Employed) erhöhte sich auf 11,8 (11,2) Prozent. Vor allem aufgrund der planmäßigen Aufbaukosten für Voith Digital Solutions in zweistelliger Millionenhöhe sank das ausgewiesene Gesamtbetriebsergebnis des Konzerns gegenüber dem Vorjahr leicht auf 91 (97) Millionen Euro. Maßgeblich beeinflusst durch den Erlös aus dem im Januar 2017 vollzogenen Verkauf der KUKA-Beteiligung stieg das Konzernergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 566 (-48) Millionen Euro. Aber auch ohne diesen Sondereffekt konnte Voith im ersten Halbjahr wieder ein positives Ergebnis erzielen.

Die Finanzlage des Konzerns hat sich im ersten Halbjahr ebenfalls deutlich verbessert, vor allem aufgrund der hohen Mittelzuflüsse aus dem KUKA-Verkauf. Die Eigenkapitalquote stieg zum Stichtag 31. März auf 23,8 Prozent, nach 14,9 Prozent zum Ende des vorigen Geschäftsjahres. Die Nettoliquidität des Konzerns erhöhte sich im gleichen Zeitraum von 168 auf 597 Millionen Euro. „Wir verfügen über erhebliche finanzielle Handlungsspielräume für organisches und anorganisches Wachstum, die wir in den kommenden Jahren konsequent nutzen werden – sowohl in unserem angestammten Geschäft als auch im digitalen Bereich“, so Voith-Chef Lienhard.

Digitale Agenda vorangetrieben

Bereits in den vergangenen Monaten hat Voith seine digitale Transformation weiter vorangetrieben und zahlreiche Projekte und Initiativen auf den Weg gebracht. Der neue Konzernbereich Voith Digital Solutions, in dem Voith sein gesamtes Know-how in den Bereichen Automation, IT, Software und Sensorik gebündelt hat, ist das Herzstück der digitalen Agenda des Konzerns. Er agiert zum einen als digitaler „Enabler“ der angestammten Kernaktivitäten. Bei Voith Digital Solutions werden zum anderen neue digitale Produkte und Lösungen entwickelt. So hat Voith im März mit merQbiz in den USA die weltweit erste digitale Handelsplattform für den Altpapiermarkt gestartet. Bis Mitte Mai wurden bereits 1.100 Tonnen Altpapier über diese Plattform umgeschlagen. Zur weiteren Umsetzung der digitalen Agenda von Voith trägt auch der kürzlich vereinbarte Mehrheitserwerb von Ray Sono bei, einem der führenden Dienstleister für Digitalisierung in Deutschland.

Planmäßige operative Entwicklung

Voith Hydro blickt auf eine gute erste Geschäftsjahreshälfte zurück. Bei einem stabilen Umsatz konnte der Bereich sein Betriebsergebnis steigern. Da in der Berichtsperiode erwartungsgemäß ein geringeres Marktvolumen zur Vergabe kam als im Vorjahresvergleichszeitraum, sank der Auftragseingang von Voith Hydro.
Die im vergangenen Geschäftsjahr eingeleitete Trendwende bei Voith Paper hat sich im ersten Halbjahr verstetigt und weiter beschleunigt. Der Auftragseingang lag wegen einiger Großaufträge um 74 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Umsatz blieb nahezu stabil. Aufgrund von Produktivitätssteigerungen als Folge der erfolgreichen Restrukturierungsmaßnahmen der Vorjahre stieg das Betriebsergebnis deutlich um 54 Prozent.
Voith Turbo hat sich im ersten Halbjahr 2016/17 in einem in großen Teilen weiterhin herausfordernden Marktumfeld zufriedenstellend entwickelt. Umsatz und Betriebsergebnis sind, wie erwartet, in Folge der gesunkenen Auftragseingänge der Vorjahre zurückgegangen. Beim Auftragseingang erzielte Voith Turbo nach zwei Jahren mit sinkenden Volumina erstmals wieder einen leichten Zuwachs.

Ausblick: Voith-Konzern auf Kurs in Richtung Zukunft

Für das Gesamtjahr 2016/17 ist Voith unverändert zuversichtlich. Der Konzern wird im weiteren Jahresverlauf weiter in seine digitale Transformation investieren. Insgesamt sind für die Entwicklung neuer digitaler Produkte und Lösungen in den kommenden beiden Geschäftsjahren rund 100 Millionen Euro zusätzlich vorgesehen. Aber auch das Wachstum seiner Kernaktivitäten treibt der Konzern weiter voran. So wurde unter anderem im abgelaufenen Halbjahr ein neuer Produktionsstandort von Voith Turbo in China eröffnet, der einer der weltweit modernsten im Voith-Verbund sein wird. Im neuen Voith-Werk bei Shanghai sollen künftig Produkte der Mobility-Division, zum Beispiel Retarder und Radsatzgetriebe für den lokalen chinesischen und für den asiatischen Markt produziert werden.

Im operativen Geschäft rechnet Voith in einem nach wie vor herausfordernden Umfeld unverändert mit einem Umsatz etwa auf Vorjahresniveau und einem leicht steigenden Auftragseingang. Das Betriebsergebnis wird deutlich positiv sein, dürfte allerdings aufgrund der Aufbaukosten für den Konzernbereich Voith Digital Solutions planmäßig unter dem Niveau des Vorjahres liegen. Das Konzernergebnis nach Steuern wird im Jubiläumsgeschäftsjahr ein historisches Rekordniveau erreichen. Hierzu trägt insbesondere der Ergebniseffekt aus dem Verkauf der KUKA-Anteile bei.

„Das laufende Geschäftsjahr verspricht ein weiteres gutes Jahr für Voith zu werden. Voith bleibt damit voll auf Kurs in Richtung Zukunft. Wir verfolgen konsequent unser Ziel, Voith als maßgeblichen Gestalter der digitalen Industrie zu positionieren“, erklärte Konzernchef Lienhard.

Seit 150 Jahren inspirieren die Technologien von Voith Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter weltweit. Gegründet 1867 ist Voith heute mit rund 19.000 Mitarbeitern, 4,3 Milliarden Euro Umsatz und Standorten in über 60 Ländern der Welt eines der großen Familienunternehmen Europas. Als Technologieführer setzt Voith Maßstäbe in den Märkten Energie, Öl & Gas, Papier, Rohstoffe und Transport & Automotive.

PM: Voith

Mit dem StreamDiver können bestehende Wehre und Dämme mit minimalem Einfluss auf die Umwelt zur Stromerzeugung genutzt werden. / Pressebild

Weitere Beiträge:



Diesen Artikel weiterempfehlen:






Top