Norddeutschen Wind-, Sonnen- und Biomasse-Standortvorteil für die Industrie nutzen

Windpark / Foto: HB

Echtzeit-Erneuerbare geben der norddeutschen Industrie Rückenwind

(WK-intern) – „Wir müssen die Standortvorteile in Norddeutschland mit viel kostengünstigem Wind sowie Sonne und Biomasse für die Industrie endlich nutzen.

Es gilt jetzt, den Erneuerbaren schrittweise die Verantwortung für die Versorgungssicherheit zu übertragen und gemeinsam mit der Industrie die Energiewende-Blaupause für Industrienationen zu schaffen“, betont Dr. Martin Grundmann anlässlich des heutigen 6. Norddeutschen Wirtschaftstages in Hamburg u.a. mit EU-Kommissar Günther H. Oettinger.

Breklum/Hamburg. „Damit erneuerbare Energien die Industrie beliefern können, vernetzen wir die vielen dezentralen Anlagen in Echtzeit. Das Erneuerbare Kraftwerk von ARGE Netz mit rund 1.300 Megawatt Leistung bildet eine solche zentrale Datenschnittstelle für das Management der digitalen Echtzeit-Kommunikation von Erzeugungsanlagen und Verbrauchern“, erklärt Dr. Martin Grundmann, Geschäftsführer von ARGE Netz GmbH & Co. KG. „Mit Hilfe der intelligenten Vernetzung kann der Nutzungsgrad von Wind, Sonne und Biomasse in der Industrie deutlich gesteigert werden. Die gestern vom Bundeskabinett beschlossene SINTEG-Verordnung stellt mit einer Experimentierklausel erste Weichen, wie die künftige Versorgung der Industrie auch gewährleistet werden kann.“

Das Erneuerbare Kraftwerk von ARGE Netz überwacht das Netzwerk aus Wind-, Solar-, Biomasseanlagen und Speichern und berechnet, welche Produzenten in ihrem Netzwerk gerade wie viel Energie produzieren. Es wird prognostiziert, wie viel sie zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung stellen werden. Diese sekundengenauen Daten stellt das Erneuerbare Kraftwerk den Industrieunternehmen zur Verfügung, die damit ihren Energiebedarf flexibler steuern und zu günstigen Bedingungen saubere Energie erwerben können. Damit passt sich der Verbrauch so weit wie möglich der Erzeugung an. So kann das Energiesystem im Gleichgewicht gehalten werden.

Grundmann: „Erneuerbare Energien sind schon heute die Leitenergie. Die Wirtschaftsregion Hamburg und Schleswig-Holstein könnten bereits ab 2035 mit 100 Prozent Strom aus Erneuerbaren Energien sicher und zuverlässig versorgt werden.“ Norddeutschland ist Vorreiter beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Jetzt geht es darum, diesen Vorteil für die digitalisierte Versorgungssicherheit auf Basis erneuerbarer Energien zu nutzen.

„Um die Standvorteile und wirtschaftlichen Potentiale in Norddeutschland nutzen zu können, müssen nach der Bundestagswahl zügig die Weichen für einen neuen Marktrahmen gestellt werden. Wir brauchen ein level-playing-field zur wirtschaftlichen Einbindung erneuerbaren Stroms in die Märkte. Zum Beispiel müssen Erneuerbare-Erzeugungsgruppen Direktlieferverträge mit der Industrie abschließen können. ARGE Netz wird hierzu in den kommenden Wochen ein eigenes Marktmodell vorlegen“, so Grundmann.

PM: ARGE Netz

Windpark in Schleswig-Holstein / Foto: HB

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