Die Insolvenz von SolarWorld AG ist bitter

Pressebild: BSW

Zum Insolvenzantrag der SolarWorld AG erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft e.V.:

(WK-intern) – „Die Insolvenz von SolarWorld ist bitter. Doch das ist nicht das Ende der Solarenergie in Deutschland, die Energiewende geht weiter.

Der globale Wettbewerb ist hart, die Photovoltaik-Preise sind in wenigen Jahren auf ein Bruchteil gesunken.

Der Betrieb von Solaranlagen ist dadurch so attraktiv wie schon lange nicht mehr und die Photovoltaik-Nachfrage zieht derzeit spürbar an, im ersten Quartal 2017 um 65 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieser Trend wird sich fortsetzen.

Die Kehrseite des harten Wettbewerbs: Die Margen einiger Hersteller sind weiterhin stark unter Druck. Deutschland verfügt aber weiterhin über erfolgreiche Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vom Rohstoff Silizium über den Maschinen- und Anlagenbau über die Systemtechnik bis hin zu den Batteriespeichern.

Ein attraktiver Heimatmarkt ist eine unverzichtbare Basis für den weiteren Erfolg heimischer Premium- und Systemanbieter. Deutschland hat die Energiewende maßgeblich auf den Weg gebracht. Wir sollten die damit verbundenen wirtschaftlichen Chancen jetzt nicht anderen überlassen.

Bund und Länder sollten sich engagierter für einen Erhalt von Produktions- und Forschungsstruktur einsetzen. Das Tempo der Energiewende muss erhöht und die Solarenergie-Ausbauziele an die Pariser Klimaschutzziele angepasst werden. Die Bremsen müssen jetzt gelöst und bürokratische Hemmnisse für die preiswerte solare Selbst- und Mieterstromversorgung abgebaut werden.

PM: Bundesverband Solarwirtschaft e.V.

Pressebild: BSW

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